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Warum plötzlich alle Theorien über die Partnersuche haben

Es gab Zeiten, in denen war die Zeitung das Medium und die Bekanntschafts- oder Heiratsanzeige das Mittel zum Zweck. Wer sich auf „diesem, heute nicht mehr so ungewöhnlichen Weg“, wie es damals hieß, begab, musste vor allem umlernen.

Die Methode war nicht angesehen, Frauen waren äußerst knapp im Angebot, und Betrüger lauerten in den Zeitungsspalten und warteten auf Opfer. Aber das war nur der Anfang. Man musste schreiben, telefonieren, aus der Ferne Unbekannte erwählen und sich schließlich mit ihnen treffen. Neben einigen Frauen, die schon damals wegen ihrer Berufstätigkeit wenig Zeit hatten, und einigen wirklich interessanten Abweichlerinnen von der Norm lernten Männer leider auch viele Frauen mit psychischen Problemen, Alkoholproblemen, einer verzerrten Wahrnehmung der Wirklichkeit und ähnlichen Schwierigkeiten kennen. Dazu das Übliche: Angehörige bestimmter Berufe, die meist zu Unrecht „sitzen geblieben“ waren, Frischgeschiedene, die noch ohne Plan waren, Mütter, die sich ein Familienleben wünschten und Noch-nicht-Mütter, die alsbald schwanger werden wollten.

Dies alles und noch viel mehr musste der Mann erst einmal begreifen – und ich kann Ihnen sagen, dass es den Frauen nicht anders ging. Die Rosinen im Kuchen waren schwer herauszupicken, und mancher Frust oder gar Groll entwickelte sich bei den Frauen, die zwar reichlich „Zuschriften“ bekamen – aber kaum von Männern, die auch infrage kamen.

Die Sache war nur so – das alles betraf ganz wenig Menschen, die sich untereinander berieten, um den besten Weg zu finden, im Chaos des Dschungels doch noch einen passenden Menschen abzufischen.

Und dann … dann kam Online-Dating. Schnell wurden die Bücher US-amerikanischer Autoren durchgelesen, um anhand dieser (meist weltfremden) Beschreibungen Ratschläge anzubieten. Und die Öffentlichkeit erfuhr nun – ja, all das, was es schon früher gab, nur als kulturelle Sensation, mal positiv verpackt, mal negativ.

Und dann? Nun kamen die Erklärbären aus ihren Höhlen, und die Frustfrauen und Frustmänner zogen lamentierend durch das ganze Land. Und alle, alle taten so, als ob ihre kleine Welt und der winzig kleine Anteil, den sie zum Ganzen hinzufügen konnten, das Leben als solches repräsentieren würde.

Da stehen wir im Moment. Und haben noch ein paar Schwierigkeiten dazubekommen, während uns die bisherigen Probleme erhalten blieben. Wundert sich da noch jemand, warum es plötzlich so viele Theorien und Meinungen zur Partnersuche gibt?

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   (21. September 2016)