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Der neue Kampf Gutmenschen kontra LGBT – und die Wissenschaft

Die meisten Menschen haben sich nie dafür interessiert: LGBT ist für sie ein Fremdwort, und zwar völlig unabhängig, ob sie von einer der vier sexuellen Orientierungen im Namen betroffen sind oder nicht.

LGBT – das ist die selbst ernannte „Lobby“ der „Anderssexuellen“, also Aller, die von der Heterosexualität abweichen. Deren Positionen waren in der Vergangenheit häufig extrem, sodass sie zu heftigen Gegenreaktionen führten.

Derzeit ist eine Studie im Umlauf, die angeblich beweist, dass alles, was wir von „Andersgeschlechtlichkeit“ hörten, falsch sein soll. Die Studie bekommt eine besondere Bedeutung dadurch, dass sie von klerikalen Kreisen, Rechtsextremisten und Gegnern der Same-Sex-Marriage für ihre Argumentation missbraucht wird.

Tatsache ist, dass von allen drei Seiten, also LGBT-Gemeinschaft, Gutmenschenkreisen und leider auch Wissenschaftlern immer wieder Scheinargumente ins Spiel gebracht werden. Und Psychologie, Soziologie und leider auch die gelegentlich populistische Biologie liefern keine zuverlässigen Ergebnisse über das Menschsein, maßen sich dies aber überaus gerne an. Und wie die rechtspopulistische Studie beweist, kann man „die“ Wissenschaft beliebig für die eigenen Zwecke verbiegen, weil es im Bereich des Menschseins keine zuverlässige Wissenschaft gibt.

Was Menschen denke, fühlen, ersehnen, erträumen und ablehnen, ist ein komplizierter Prozess, der den Erbsenzählern und Elfenbeinturm-Beobachtern größtenteils entgeht. Dabei dürfte längst ein Grundsatz der Psychologie zu Staub zerfallen sein, auf den sich gerne die Dinosaurier der Psycho-Branche berufen: die Unveränderbarkeit. Selbst ein Gehirn, das biologisch stabil ist (also etwa ab dem 25. Lebensjahr), kann in den kommenden Lebensjahren noch vielfältig umprogrammiert werden – sei es durch eigene Kraft, mithilfe anderer oder durch emotionale Erlebnisse. Das betrifft die generelle Lebensorientierung wie auch die Änderungen in Details des menschlichen Wesens – und es wäre absolut lächerlich, wenn man in Abrede stellen würde, dass es auch die sexuellen Verhaltensweisen betreffen kann. Wobei alle – sogar die Presse – keinen Unterschied zwischen sexueller Orientierung und gelegentlich abweichendem sinnlichen Verlangen macht. Oder zwischen fixierter Homosexualität und homosexuellen Affären und Eskapaden.

Die Menschen – das lehrt das Leben – sind nicht so, wie sie ständig dokumentiert, etikettiert und schließlich abgestempelt werden. Sie sind vielmehr sehr eigenständig in ihrem Denken und Fühlen. Doch das einem „Wissenschaftler“ klar zu machen, ist so gut wie unmöglich.

Oh ja – falls sie mich jetzt angreifen wollen: Ich versteh den Sinn von soziologischen Erhebungen durchaus und ich bezweifle nicht die Ernsthaftigkeit, mit der manche Wissenschaftler ihre Arbeit angehen. Das Einzige, was ich bezweifle, ist, ob sie Menschen wirklich verstehen können.

Lesen Sie die Contra-Argumente: „Weder neu noch wissenschaftlich

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