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Gibt es eine Flirtkrise in Deutschland?

PARSHIP hat Singles zum Flirt befragt. Dann hat man sich die Ergebnisse angesehen und sie veröffentlicht. Und herausgekommen ist dann dieser Kernsatz:

(Die) Mehrheit der Singles (scheut) diese Spielart der zwischenmenschlichen Kontaktaufnahme … Mehr als zwei Drittel der Alleinstehenden (72 Prozent) geben an, nur selten oder sogar nie zu flirten.

Die möglichen Antworten: sehr oft, oft, selten oder nie. Wer für „Oft“ votierte, musste den Satz „Wenn ich in Flirtlaune bin, versprühe ich auch ganz gerne meinen Charme“ akzeptieren. „Selten“ wurde begleitet von „Nur wenn ich jemanden besonders toll finde, flirte ich.“

Lassen wir das einmal so stehen, dann behaupteten immerhin fast 30 Prozent der Frauen, sie würden in jedem Fall dann flirten, wenn sie in „Flirtlaune“ sind. Während annährend 60 Prozent der Frauen ihre Flirtlaune davon abhängig machen würde, ob sie ein passendes männliches Objekt zum Beflirten entdeckt hätten. Das allerdings kann man auch anders bewerten, nämlich so:

Rund 29 Prozent der Frauen flirten aus der reinen Lust am Flirt, während 58 Prozent den Flirt davon abhängig machen, ob es sich lohnen könnte. Oder, wieder anders ausgedrückt: 87 Prozent der Frauen flirten, wenn sie sich vom Flirt etwas versprechen.

Das klingt nicht ganz so schlecht, nicht wahr?

Nur angebliche zwei Prozent der Frauen machen „oft“ den ersten Schritt beim Flirt

Ungleich komplizierter wird es, wenn wir uns die Frage ansehen:

„Wie ist das bei Ihnen – machen Sie den ersten Schritt, wenn Ihnen eine Frau bzw. ein Mann gefällt?“

Angeblich haben hier nur zwei Prozent der Frauen das glatte „Oft“ gewählt, während 10 Prozent von sich sagten, sie würden niemals einen Flirt einleiten.

Dabei ergibt sich eine interessante Frage, nämlich die, wann und wie ein Flirt eingeleitet wird. Wer die Frage mit „ich gehe auf jemanden zu und spreche ihn mit einem als „flirtiv“ erkennbaren Satz an“ beantwortet, hat zwar aus seiner Sicht recht, vergisst aber, dass der Flirt schon vor dem einleitenden Satz beginnt. Das heißt: Im Grund kommt es nicht darauf an, wer den ersten Satz sagt, sondern wer die erste Verlockung in die Begegnung bringt. Mit anderen Worten: Wer sendet die richtigen Signale in Richtung Partner, damit dieser merkt, dass „Frau“ (manchmal auch „Mann“) flirtbereit ist?

Denn nach Ansicht der meisten Beobachter geht einem verbalen Flirt eine nicht verbale Aufforderung in Körpersprache voraus.. Und so werden die oben genannten Zahlen wieder relativiert.

Da wäre eine mögliche Antwort: „Ich mache niemals den ersten Schritt, aber ich provoziere ihn ständig durch mein Verhalten.“ Wahrscheinlich hat dieser Satz einen gewissen Wahrheitsgehalt, aber er kann dennoch nicht als „wahr“ angesehen werden. Denn oft wir der Flirt jenseits des Bewusstseins eingeleitet, und die wenigsten Frauen beherrschen ihre Körpersprache willentlich.

Bliebe noch anzumerken, dass diejenigen Frauen die ihre Körpersprache sehr bewusst beherrschen und als Mittel einsetzen, um Kontakte zu provozieren, nicht den besten Ruf genießen.

Wenn es ein Fazit gibt, dann dies: Flirten ist nötig, um in der Öffentlichkeit eine gewisse Kontaktbereitschaft zu zeigen – aber die Initialzündung für den Flirt ist kaum eindeutig festzustellen. Also müssen wir wohl noch auf die ultimative Antwort warten, ob Deutschland it der Flirtkrise ist.

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