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Lust, Sex, Abenteuer: der Moment, nach dem alles anders wurde

Gelegenheit plus geheime Wünsche

Gelegenheit plus geheime Wünsche

Wie verwandelt sich eine normale Begegnung in eine Liebesbeziehung? Wie kommt es, dass Menschen während eines Dates plötzlich Lust aufeinander bekommen? Was ist der Grund, der Menschen dazu bewegt, sich auf sexuelle Risiken und Abenteuer einzulassen?

Die Antwort, mein Kind, die weiß nur der Wind … jedenfalls dann, wenn es uns selbst einmal „erwischt“ hat. Doch reicht uns diese Antwort? Nehmen wir an, Sie wären eine Autorin, und Sie schrieben einen Liebesroman. Neuen Trends folgend, wollten Sie eine heftige erotische Szene in diesen Roman einpassen. Was wäre der Auslöser für Ihre Heldin, darauf einzugehen oder die Situation gar anzufachen?

Nun, was wäre es? Sie werden bemerken, dass Sie sich zuerst selbst fragen: Ja, was war es denn bei mir? Warum wurde ich leichtsinnig, aus welchem Grund ließ ich alle Vorsicht fahren und trudelte Hals-über-Kopf in ein Abenteuer?

Die Frage wird umso kniffliger, wenn sie sich nicht erinnern können, dass es einen konkreten Grund gab. Alkohol? Nach zwei Gläsern Wein wissen Sie doch sonst noch, was Sie tun? Die Umgebung Kerzen, ein leichtes Sommerkleid, das Kribbeln im Bauch? Die einmalige Gelegenheit, mit diesem tollen Mann oder dieser schicken Frau die Nacht zu vollbringen? Trophäenjagd? Geheime WEünsche und Absichten?

Die Schamhürde überwinden

Sehen Sie – es gab viele Gründe, und die wichtigsten habe ich noch gar nicht genannt: Sehnsucht, Neugierde, Abenteuerlust, sinnfreie Wollust und verborgene Lüste, die nur „angetriggert“ werden mussten.

Vor vielen dieser Begierden steht die Schamhürde. Ein seltsames „Etwas“ in Ihnen blockiert den Wunsch, die Hürde zu überspringen. Sie sträuben sich gegen die notwendige Hingabe, die nötig ist, um ihre Lüste wahr werden zu lassen. Insbesondere Frauen, aber auch manche Männer erlauben sich selbst nicht, verantwortlich für ihre Lust zu sein und hoffen deshalb auf Verführerinnen oder Verführer, denen sie die Verantwortung zuschreiben können.

Sich verführen lassen statt für die eigene Lust einzustehen

Wahrscheinlich haben Sie schon einmal gelesen, dass Verführer mit der „Salamitaktik“ arbeiten. Das heißt, sie entfernen die Schamhaftigkeit Scheinchenweise. Mit jedem Scheibchen schwindet der innere Widerstand, der zuvor wie eine Schutzschicht über der Lust lag.

Und obgleich dies so ist – der „Moment ohne Rückkehr“ wird nicht immer durch Verführung ausgelöst. Oftmals sind es lang gehegte, kaum eingestandene erotische Wünsche, die sich plötzlich in die Realität umsetzen lassen. Trifft der latente Wunsch, etwas zu versuchen, auf die Gelegenheit, es zu tun, und ist die Stimmung positiv, dann gibt es keinen erkennbaren Grund mehr, sich nun nicht in die Lust hineinzustürzen.

Es ist passiert – aber es passiert nicht grundlos

Haben Sie jemals jemanden etwas verstört auf einer Couch sitzen sehen und eine erotische Beichte wie folgt zu beginnen: „… und ich hätte nie gedacht, dass es mir passiert?“ Sehen Sie, das sind die Momente, um die es geht. Zwar würden die Selbstbewussten an dieser Stelle sagen: „Ich wollt es schon immer einmal, und ich bin froh, dass ich mich endlich getraut habe“ – aber auf solche Aussagen trifft man selten.

Ob in der Realität oder in der Literatur – wer erotische Hürden überwinden will, braucht einen Anstoß und eine Gelegenheit. Die Sicherheitsleinen, die zu Anfang noch ergriffen werden konnten, werden langsam vergessen, das einzige möglicherweise retardierende Moment wird – in der Literatur wie in der Realität – überwunden. Am Ende trägt die Wollust den realen Menschen ebenso blind fort wie die Romanfigur und führt ihn auf schwindelnde Höhen, in gewaltige Obzessionen und in süße Qualen.

Letztendlich – Lust trägt auch Risiken in sich – wie das Leben

Natürlich kann dies alles ebenso erheben wie verwirren, begeistern und auch abstoßen. Doch das gehört zum Lebensrisiko. So, wie es zum Leberisiko gehört, das Blut in den Adern heiß und fordernd zu spüren und absolut nach dem „ersten Mal“ zu lechzen. Niemand fragt sich, ob uns das nützt oder schadet.

Titelbild: Aus den „Chansons Erotiques“, Teilansicht

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