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Online-Dating: Beliebt zu sein ist keine Lösung

Die Attraktivste sein zu wollen,  hat meist keinen Sinn

Die Attraktivste sein zu wollen, hat meist keinen Sinn

Es gibt zahlreiche Publikationen für Männer, in denen beschreiben wir, wie man sich „bei Frauen beliebt macht“. Und ebenso existieren zahllose Hinweise für Frauen, wie sie sich im Online-Dating besonders positiv darstellen können.

Ein Teil davon geht von „gesundem Menschenverstand“ aus, also von volksnaher Logik, während ein anderer Teil von ökonomischen Theorien ausgeht.

Attraktiv für viele zu sein nützt Ihnen gar nichts

Nehmen wir an, Sie wären eine natürliche Schönheit, also besonders feminin oder maskulin, und sie würden einen Raum betreten, in dem ein Dutzend Menschen des anderen Geschlechts sitzen würden. Dann würden voraussichtlich alle Köpfe hochgehen, und ein paar besonders mutige Menschen würden schnell auf Sie zugehen.

Was würde Ihnen dies nützen?

Gar nichts. Denn nun haben Sie nicht die Wahl, sondern man befingert sie emotional, als wären Sie eine Ware, die es zu kaufen gibt. War das Ihr Ziel? Wahrscheinlich nicht. Sie haben den Raum betreten, um eine Auswahl zu treffen.

Wer danach giert, umschwärmt zu werden, landet voraussichtlich im Lotterbett

Mir ist klar, dass es immer noch Frauen gibt, die vor allem umschwärmt werden wollen. Das sind dann diejenigen, die immer wieder sagen und schreiben: „Ich will doch nicht suchen, ich will gefunden werden.“ Doch soviel ist sicher: Wer gefunden werden will, landet häufiger in der Pampe oder im Lotterbett, als derjenige der sucht.

Attraktive Menschen stellen sich oft nicht zur Schau

Auf der anderen Seite gibt es eine große Anzahl äußert attraktiver Menschen, die sich in Wort und Bild, vor allem aber in Schönheit, Bildung, Beruf, Macht und Einkommen etwas zurücknehmen. Der Grund: sie sind leid sind, im Schaufenster als Attraktionen begafft zu werden und deshalb von irgendwelchen Passanten „gekauft“ werden zu wollen.
Kürzlich schrieb der Blogger Benjamin Mann:

Wie im Berufsleben auch, so kommen die wirklich guten Verbindungen immer durch eine Vereinbarung zwischen Menschen zusammen. Wenn wir uns auf bei der Suche auf Aufmerksamkeit oder Alternativen festlegen, bekommen wir nicht mehr Vereinbarungen, sondern nur mehr Perspektiven. Und Perspektiven zu haben, das ist allgemein anerkannt, stehen im Ruf, Dinge zu verlangsamen.

Gemeint war in diesem Zusammenhang das Online-Leben von Lauren Urasek, die einmal als „populärste Frau auf OK-Cupid“ bezeichnet wurde, was ihr nach Eigenangaben gar nicht bewusst war. Ind er tat bekam sie nicht mehr als 35 Anfragen pro Tag – und sie dachte, das wäre einfach so: Frauen bekommen viele Anfragen.

Was ist „wirklich wichtig?“

Was also ist „wirklich wichtig“ bei der Partnersuche, wenn es nicht Popularität ist? Es sind bestimmte Berührungspunkte als Auslöser, zum Beispiel die erkennbaren Verhaltensweisen und Kompetenzen. Sie erhaschen einen Einblick in das Leben eines anderen und können sich vorstellen, dass sie diese Erfahrungen auch mit ihm teilen können.

Sie werden sofort bemerken, dass Ihnen Popularität dabei gar nichts nützt – nicht das Geringste. Nur das Wissen um sich selbst und ein wenig Menschenkenntnis für die anderen kann Ihnen helfen – und zudem sollten Sie unbedingt eine Vorstellung davon haben, unter welchen Umständen Sie mit einem anderen Menschen leben mögen.

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