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BDSM – bist du ein Typ für B, D, S oder M?

Furcht, Lust oder einfach ein Spiel? Was ist BDSM für DICH?

Furcht, Lust oder einfach ein Spiel? Was ist BDSM für DICH?


Ehrlich, BDSM ist ziemlich verwirrend. Wenn du jung bist, wirst du vielleicht noch nie davon gehört haben. Oder du denkst, das ist ja alles pervers. Manche denken auch, BDSM wäre etwas für Huren oder professionell Domina-Studios.

Ich sag’s mal gleich: BDSM als Begriff ist Etikettenschwindel. Eigentlich ist es nur so ein „Label“, wie etwas „scharf gewürzt“ oder so. Sagt jedenfalls nix darüber, welche Gewürze wirklich verwendet werden. Die Leute, die das Wort zuerst genutzt haben, haben ja viel Brimborium darum gemacht, was B, D, S und M bedeuten. Und das ist wirklich ziemlich kompliziert. Ich versuche es mal einfacher.

Ganz kurz – es handelt sich um Rollenspiele, jedenfalls aus der Sicht der „normalen Perversen“. Nämlich diesen Kombinationen:

BD ist Bondage und Disziplin (Fesseln und Züchtigen)
DS ist Domination und Submission (Herrschen und Unterwerfen)
SM ist Sadismus und Masochismus. (Quälen und Erleiden)

(Definition nach dem Lexikon der Lust)

Ob du dich jetzt schon vor Abscheu abwenden solltest? Nö, glaube ich nicht. Stelle erst mal fest, welchem Typ du im normalen Leben am meisten ähnelst. Denk’ dabei mal nicht nur an Sexualität.

– Masochist (erleidet gerne Qualen und Erniedrigungen)
Man sagt auch ein „Unterwürfiger“ (Sub, Submissive) und meint jemanden, der von sich von Natur oder aus Neigung gerne unterwirft und daraus Lust gewinnt. Leg auf einer Skala von 1 bis 10 fest, wie unterwürfig du manchmal bist und ob du‘s magst.

– Sadist (hat Freude am Quälen und an der Erniedrigung anderer)
Man sagt auch ein „Dominanter“ (Dom, Domina, Dominatrix) und meint jemanden, der von Natur oder aus Neigung gerne herrscht und daraus mal Lust, mal Macht gewinnt. Egal, was du vorher schon auf der Skala für „masochistisch“ festgelegt hast – leg auch dazu auf einer Skala von 1 bis 10 fest, wie dominant du bist oder ob du Lust dazu hast, es zu sein.

– Switch, auch Sadomasochist (wechselt gerne die Rolle)
Der Begriff kommt aus der BDSM-Szene. Ein „Switch“ (Wechsler) liebt manchmal jemanden emotional und körperlich zu beherrschen, und mal will sie/er selber beherrscht werden. Du bist eine Kandidatin (oder ein Kandidat) als Switch, wenn du dir mindestens 6:4 oder 4:6 Punkte gegeben hast. 5:5 ist natürlich ideal, aber auch bei 7:3 oder 3:7 kannst du noch ein guter „Switcher“ sein. Beim Wechsel kannst du viel mehr Erfahrungen machen, als wenn du dich nur zu einer Kategorie dazurechnest.

– Der Top (derjenige, der dominiert)
Nimmt jemand die Rolle des Herrschenden, des Masochisten oder des Zuchtmeisters an, ist er/sie ein Top, egal, ob er/sie die Neigung hat oder nicht.

– Der Bottom (derjenige, der sich unterwirft)
Nimmt jemand die Rolle des/der Unterwürfigen, Geschlagenen oder Gefesselten ein, ist er/sie ein Bottom egal, ob er/sie die Neigung hat oder nicht.

Weil es noch ein paar Dutzend andere Begriffe für die passiven Rollen gibt (Flagellant, Schmerzliebhaber, Zögling, Sklave) oder für die aktiven (Herrin, Meister, Domina, Sklavenhalter) sollte man mit den Begriffen vorsichtig umgehen und mal hinter die Kulissen gucken, was jemand wirklich ist.

So, und was machst du nun damit?

Am Besten, du überlegst, wo du dich in deiner Jugend beim Spiel wohlgefühlt hast. Oder bei der Liebe, als du erwachsen wurdest. Warst du lieber Verführer(in) oder bist du lieber verführt worden? Bis du jetzt in der Liebe eher aktiv oder passiv? Hast du Lust daran empfunden, Lover, Kumpel, Freundinnen oder wen auch immer zu beherrschen und zu führen oder wurdest du lieber geführt und beherrscht?

Und – das Wichtigste: Hast du heimlich (ja, ganz heimlich reicht) das Verlangen, durch Unterwerfung, Fesseln oder Schläge mehr Lust zu gewinnen? Und nun kannst du dich noch einmal fragen; welche Rolle möchtest du gern einnehmen und mit wem willst du das alles ausprobieren, bevor du „wirklich hart“ an BDSM herangehst?

Willst du mehr wissen? Dann schreib mir über die Redaktion oder hinterlasse einen Kommentar.

4 Antworten auf BDSM – bist du ein Typ für B, D, S oder M?

  1. cummis sagt:

    Moin

    Bdsm ist eine Lebensform und Art, die man begreifen sollte.
    Alles kann – nichts muss – Freiwilligkeit ist Pflicht, wie auch die Verantwortung und der Respekt.
    Man wird kaum sonst Ebenen entdecken, die so viel Tiefe und Intimität beinhalten wie in dieser Lebensart.

    Leider wird alles oft von absoluten Egoisten und Nichtverstehern missbraucht, die sich in diesem Bereich produzieren wollen – ohne Rücksicht auf den Partner.

    Es ist leider schwer, den kompatiblen Partner zu finden – wer zeigt schon offen, wo die Emotionen tatsächlich liegen?

    Tschüs cummis

    • Ina Yanga sagt:

      Hallo Cu,

      mag sein, dass SM auch eine Lebensform ist. Ich wollte aber mal was für Leute schreiben, für die das keine Lebensart ist, sondern die wirklich nur neugierig sind, also eher Pärchen oder Singles, die offen für Neues sind.

      Danke für den Kommentar,

      Ina

      • cummis sagt:

        Moin

        Für die, die Neugierig sind, die suchen, ist wohl alles ok?

        Nur sollte man sich nicht mit dem Thema vorher etwas beschäftigen, weil dort doch unter Umständen viele Fallstricke verborgen sind?

        Wenn sexuelle Emotionen auf Erkundung gehen, kann leicht das „Gleichgewicht“ aus den Fugen geraten?

        Sind die oft erwähnten negativ Abstürze nicht oft ein Grund von Nichterkennen oder Nichtwissen?
        Wird nicht oft danach alles zum Tabu gemacht, weil es falsch interpretiert oder gemacht wurde?

        Dabei sind diese Bdsm Bereiche so vielfältig und faszinierend? Wer redet denn heute noch groß über Dinge, die die Seele betreffen – geschweige über wirkliche Wünsche in der eigenen Sexualität?

        Tschüs cummis

        • Ina Yanga sagt:

          Hi, Cu …

          Verwechselst du da nicht was? „Neugierig sein“ ist nicht das Gleiche wie „suchen“. Und ich finde, dass uns die Liebe auch sonst umhauen kann, ob wir und nun vorbereitet hatten oder nicht. Hat doch jeder schon mal erlebt, oder? Ich denke halt, dass jede und jeder den eigenen Weg zu Glück und Risiko selber finden muss.

          Ina

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