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Dating-Apps: das meiste nur heiße Luft?

Dating-Apps werden von ihren Benutzern offenbar nicht sehr positiv bewertet – das behauptet jedenfalls „Applause“ nach einer Auswertung von Apps, die auf den einschlägigen Seiten Mindestens 2.000 Bewertungen erhielten. Dies berichtete die Gründerszene, die auch eine Grafik dazu veröffentlichte.

Ob diese Erhebung repräsentativ ist, mag man bezweifeln – Bewertungen von Apps sagen nicht immer etwas darüber aus, wie effektiv ihr Nutzen tatsächlich ist. Und doch fällt dreierlei auf:

1. Es gibt inzwischen viel zu viele Apps. Mehr als zwei bis drei Dating-Apps kann kein Mensch bedienen, der „nebenbei“ noch ein bisschen arbeitet.
2. Apps, von denen viele Bewertungen vorliegen, landen überwiegend im Mittelfeld. das lässt gewisse Rückschlüsse auf die Apps zu, die wenige Bewertungen erhielten. (1)
3. Die Apps der bekannten Online-Unternehmen, die auch über aussagefähige Webseiten verfügen, scheiden teils schlechter ab als die Spaß-Apps.

Bei Apps wird immer wieder beklagt, dass der Datenschutz nicht sehr ernst genommen wird. Auch die Anmeldung über FACEBOOK wird oft als Nachteil angesehen, und auch die GPS-Kontrolle nervt manche Benutzer. Wenn dann noch Fakes dazukommen, haben Benutzer die Nase voll.

Frauen müssen oft „hart im Nehmen“ sein, was die App-Botschaften angeht

Wie es scheint, ist auch die anfängliche Befürchtung, Dating-Apps würden Frauen vergraulen, nicht ganz vom Tisch. Männer mit verbalen Übergriffen und deutlich vorgetragenen Sexwünschen gelten immer noch als potenzieller Nachteil von Dating-Apps. Doch gerade für diesen Punkt gibt es keine Lösung: In sogenannten „frauenfreundlichen“ Dating Apps melden sich offenbar nur wenige Männer an – allein der Ausdruck „feministische Dating-App“ ist, wie es scheint, ein Abtörner.

Manche Publikationen über Apps vergiften das Verhältnis der Geschlechter zueinander

Ganz generell muss man feststellen, dass Apps erheblich dazu beigetragen haben, das öffentlich dargestellte Verhältnis zwischen den Geschlechtern zu vergiften. Die Frauen, die Dating-Apps nutzen, beklagen sich über vergleichsweise wenigen, dafür aber ausgesprochen aktive Männer, die „Ficknachrichten“ ausstreuen wie Sperma oder sonst wie ein flegelhaftes Online-Benehmen an den Tag legen. Dadurch wir in der Öffentlichkeit der Eindruck erzeugt oder verstärkt, Männer wollten ohnehin nur belanglose Begegnungen oder Spontansex.

Sind „gute“ Männer chancenlos, wenn Frauen Dating-Apps nutzen?

Dabei wird verkannt, dass Männer im Grunde von Dating-Apps genau so frustriert sind wie Frauen. Männer, vor allem solche, die nicht in das übliche Beuteschema von Frauen fallen, müssen sich unglaublich anstrengen, um überhaupt ein Date zu ergattern. Das bedeutet: Sie müssen viel Zeit investieren, um auch nur eine einzige Frau kennenzulernen. Und die „Braven und Guten“ müssen dabei noch mit all den Machos, charmant verkappten Ehemännern oder Abstaubern konkurrieren, die sich rücksichtslos an alle Frauen wenden. Der Frust ist also durchaus doppelseitig – nur dass manche Frauen diese Umstände relativ rücksichtslos publizieren.

(1) Wenn sehr wenige Bewertungen vorliegen, ist die Wahrscheinlichkeit der Manipulation größer.

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