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Vergewaltigungen durch Online-Dating?

Übergriffe durch Apps?

Übergriffe durch Apps?

Es klingt bedrohlich: Online-Dating fördert Vergewaltigungen. Nun macht sich gegenwärtig nicht besser in der Presse als Berichte über „Frauen und sexuelle Übergriffe“. Die Informationen stammen diesmal aus dem Vereinigten Königreich, und als Quelle wird nicht selten die BBC genannt. Also scheint alles seriös zu sein. Und übrigens: Die Liebe Pur war mal wieder allen voraus. Wir brachten das Thema schon als „Dating-Apps und-Presse – wird die Gefahr heruntergespielt?“ am 13. Januar dieses Jahres.

Doch was steckt wirklich dahinter?

Rein statistisch gesehen haben die „Apps“ möglicherweise den Löwenanteil an den bekannt gewordenen Fällen. Denn der Anstieg fällt merkwürdigerweise in die Zeit, als Apps zu blühen begannen, nämlich von 2008-2009 zu 2010-2011.

Man muss dabei berücksichtigen, dass die Statistiken zu Anfang nichts darüber aussagten, ob die Vergewaltigung im Anschluss an eine Bar-Begegnung, eine Online-Begegnung traditioneller Art oder eine App-Verabredung geschah. Erst jetzt wird nach und nach deutlich, dass „Online-Dating“ über Apps offenbar potenziell Vergewaltiger anzieht. Doch jetzt sprechen zumindest die reinen Zahlen dafür, dass Vergewaltigungen in der Folge von App-Dating zugenommen haben könnten.

Betroffen sind nach diesen Zahlen vor allem Frauen zwischen 20 und 29 Jahren.

Apps könnten mitverantwortlich für den Anstieg der Vergewaltigungsfälle sein

Was für die Mitverantwortung von Apps spricht, ist der schnelle Zugang zum Partner. Ein potenzieller Verbrecher hat es relativ leicht, sein Opfer schnell und skrupellos an Orte zu dirigieren, an denen es kein Entkommen mehr gibt oder an denen niemand „hinschaut“. Das gilt übrigens nicht ausschließlich für Vergewaltigungen, sondern auch für Raub, Betrug und Erpressung, also Delikte, die weniger spektakulär sind und über die seltener in der Presse berichtet wird.

Eile und Gedankenlosigkeit sind offenbar die Hauptursachen, um in Fallen zu gehen

Eine Lösung des Problems „Verbrechen im Umfeld von Online-Dating“ ist allerdings nicht in Sicht, denn die Zeit zwischen der Kontaktaufnahme und der Begegnung wird immer kürzer. Denn zumindest theoretisch kann man sich innerhalb einer Stunde mit einem völlig fremden Menschen per App im Internet verabreden. Im Grunde müssten wir nun den Menschen, die Apps benutzen sagen: „Nehmt euch Zeit, nichts und niemand läuft euch davon.“ Und tatsächlich sagen wir das auch. Aber die „Sofortness“ hat offenbar in den Köpfen jugendlicher Singles schon reichlich Schäden hinterlassen. Und falsche Ratgeber sagen dann eben, man müsse Kontaktwünsche sofort und unmittelbar beantworten, sonst würden die Chancen sinken. Chancen? Welche Chancen denn bitte? Was wirklich steigt, wenn man sich schnell und zugleich unqualifiziert für ein Date entscheidet, ist das Risiko.

Risiken ja – aber nur für Menschen, die damit umgehen können

Sicher werden nun manche von Ihnen sagen: Risiken gehören zum Leben. Einverstanden – aber bitte nur dann, wenn das Risiko überschaubar ist und demjenigen, der es eingeht, keine Gefahr für Leib, Leben oder Vermögen droht.

Verbrechen und Dating wird uns leider weiter beschäftigen. Mögen die Opfer manchmal auch naiv in die Dating- oder Sexfalle getappt sein: Verbrechen ist Verbrechen, und die Vergewaltiger, Lockvögel und Erpresser dürfen nicht davonkommen, weil niemand Anzeige erstattet.

Oder wie denken Sie darüber?

Presse-Überschriften zum Thema:
Kontakte via Dating-Apps lassen Vergewaltigungen stark steigen.
Großbritannien: Online-Dating-Vergewaltigungen stark angestiegen
Dating- Apps sorgen für Welle von Vergewaltigungen

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