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Tinder könnte Sie zum gläsernen Menschen machen

Erstaunlich, wie viele „Soziale Netzwerke“ gerne wüssten, wo wir gegenwärtig unsere Brötchen verdienen, zumal, wenn „Recruiting“ (Mitarbeitersuche) gar nicht Gegenstand des Netzwerks ist.

Allerdings – und das ist kein Geheimnis – würde jedes sogenannte „soziale Netzwerk“ lieben gerne ein Netz „für alles und alle sein“, und die Mitarbeitersuche ist ein ausgesprochen attraktiver Geschäftszweig, an dem jeder gerne ein paar Cent verdienen würde. Selbst eHarmony, die bekannte US-amerikanische Online-Partervermittlung, hat schon mit derartigen Gedanken gespielt.

Was mag also TINDER bewogen haben, ausrechnet an einem Freitag, der auf den 13, fällt, sein Update mit einem Eingriff in die Privatsphäre, wie der Singlebösen-Vergleich festgestellt hat:

Mit dem Update vom vergangenen Freitag (13. November) greift die beliebte Dating-App Tinder massiv in die Privatsphäre seiner Nutzer ein: Andere Mitglieder sehen automatisch Arbeitgeber, aktuelle Position und besuchte Universitäten/Schulen.

Durch diese Neuerung sei es ein Leichtes, so der Singlebörsen-Vergleich, Tinder-Mitglieder z.B. via LinkedIn und Xing ausfindig zu machen.

Der FACEBOOK-Account – auch die Datenbasis für Tinder

Wie dies überhaupt geschehen kann, enthüllte jüngst der Deutschlandfunk: Bei Tinder kann man sich – wie bei vielen anderen, ähnlichen Diensten, nur über einen FACEBOOK-Account anmelden. Wer das tut, transferiert seine sichtbaren Daten zu der Datenbank, bei deren Betreiber er sich neu anmeldet. Hat man also den Arbeitgeber bei FACEBOOK angegeben, und öffentlich gemacht, so wird die Information auch für andere Dienste sichtbar. „Nicht so schlimm“, mögen manche denken, die Information ist ja sowieso öffentlich.

Nicht jeder erkennt die Gefahr sofort

Na klar – aber sie sollte besser nicht öffentlich herumposaunt werden, wenn man einen Partner sucht – vor allem keinen für ein paar Stunden. Doch nicht nur Sofortsexfans, BDSM-Liebhaber, heimliche Bisexuelle und Ehebrecher müssen den Transfer solcher Daten fürchten – auch der“ normale“ Partnersuchende ist gewissen Gefahren ausgesetzt.

Die Verknüpfung der Partnersuchenden mit dem gegenwärtigen Arbeitsplatz ist eine Gefahr, gleich, welche Art von Beziehung gesucht wird. Sie kann sich, je nach Haltung des Arbeitgebers und die Art der Suche, sogar karriereschädlich auswirken. Zudem öffnet dieses Wissen Stalkern, Mobbern, Betrügern und anderen unliebsamen Personen Tür und Tor, um gezielt auf bestimmte Personen zuzugehen.

Und wie wird man die „gläserne Person“ wieder los?

Der Singlebörsen-Vergleich schreibt, wie man die Verbreitung von unerwünschten Daten durch Tinder verhindern kann:

1. Aus dem Facebook-Profil Angaben zum Arbeitgeber, frühere Arbeitgeber, Positionen und Ausbildungsstätten entfernen. So können Nutzer sicher sein, dass es auch bei anderen Apps bei einem möglichen Update nicht zur Preisgabe dieser Details kommt.
2. Bei Tinder in der Rubrik „Profil bearbeiten“ den neuen Punkt „Aktueller Job“ auswählen und dort händisch die Informationen abschalten.

Wenn Sie nicht, ihr eigener Chef sind, kann ich nur empfehlen, mindestens den gegenwärtigen Arbeitgeber zu verschweigen.

Mehr auf: Singlebörsen-Vergleich

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   (14. November 2015)