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Der Fluch der reichen Stadt und ihrer armseligen Menschen

Wer in den bevorzugten Wohngebieten der Stadt Zürich lebt, kann von sich mit Fug und Recht sagen, dass er zu den Schweizer Geldeliten zählt. Ähnliches mag auch für München oder Köln, Hamburg oder Berlin gelten.

Es heißt nun (und das höre auch ich immer wieder), es sei schwer, in der großen Stadt einen passenden Lebenspartner zu finden. Die Frauen und Männer, die dort suchten, seien eiskalt und berechnend – und um bei ihnen zu punkten, müsse man schon „etwas vorweisen“ können.

Das empfinden manche Menschen als ungerecht. Sie argumentieren, dass es doch wohl auf die Persönlichkeitseigenschaften ankommen würde. Es sei schlicht und einfach unfair, Menschen nach Mitteln, Macht und Einfluss einerseits und Schönheit, Gewicht sowie sexuellen Fähigkeiten andererseits zu bewerten.

Gewiss ist das ungerecht – aber ein Teil der männlichen Städter wird dennoch davon überzeugt sein, dass nur die Frau mit hübschen Brüsten, langen Beinen, sinnlichen Künsten und einem passablen Ruf infrage käme. Die Städterin wird hingegen nach oben auf die soziale Leiter blicken, ersatzweise auch auf das Einkommens schauen und sich über Vaterqualitäten Gedanken machen. Schon allein diese „Aufteilung“ ist unfair – und dennoch wird tagtäglich danach gehandelt: Dein Vater ist reich und deine Mutter sieht gut aus“, heißt es in „Summertime“ von Gershwin. Und genau das ist es, was heute noch bei den urbanen Pseudo-Eliten zählt.

Die Bloggerin … will für Zürich festgestellt haben (Zitat):

Wer in der Stadt lebt, kann sich eine durchschnittlich höhere Miete leisten. Das bedeutet, dass in der Stadt eher Leute leben, die gute Jobs haben, die entsprechend bezahlt sind. Um einen guten Job zu bekommen, muss man von sich überzeugt sein und wenn man ihn einmal hat, ist man sich gewohnt, dass einem zugedient wird, dass man die Kontrolle hat und das man selbst der/die ist, auf den/die andere zukommen. Erfolg macht selbstbewusst und Selbstbewusstsein macht begehrenswert.

Nun allerdings kommt der Haken an der Sache: Die Pseudo-Eliten kennen einander. Sie sitzen immer in den gleichen Bars (Beizen, Biergärten oder wo auch immer) und öden einander an – es sei denn, es ginge um eine spontane Vögelei. Aber wenn, dann (erneutes Zitat)

… muss es der/die Perfekte mit dem perfekten Spruch und dem perfekten Profil sein. Die mit den perfekten Brüsten und der mit dem perfekten Waschbrett.

Die Idiotie von Gleichheit und Augenhöhe bei den „Eliten“

Die Stadt ist eigentlich bestens dazu geeignet, dass sich die „Klassen“ und Klüngel aufheben und durchmischen. Das haben die Städte auch einmal geleistet – lang, lang ist’s her. Und heute: dummes Gelaber von „Gleichheit“ und „Augenhöhe“ allerorten. Die „Oberklasse“ will unter sich sein, weiß aber eigentlich miteinander nicht viel anzufangen. Was dabei herauskommt? Arroganz gepaart mit Einsamkeit.

Sehr schade – aber wohl nicht zu ändern. Jedenfalls, solange es darum geht, wer den knackigsten Arsch hat oder die meiste Kohle scheffelt.

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