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Mädchenhafte Frauenthemen und dummes Psychogeschwätz

Falls Sie mich jemals fragen sollten, warum ich nicht einen vergammelten Cent für die „Dating-Ratschläge“, „Flirttipps“ und „Tipps für die Partnerschaft“ gebe, sage ich es Ihnen:

1. Weil Sie für Frauen mit viel Illusionen und wenig Hirn geschrieben wurden. Und zumeist auch, um sie bei solchen Frauen anwenden.
2. Weil sie der Abfallproduktion einer ohnehin fragwürdigen und psychologischen Forschung entstammen.
3. Und … weil die Kombinationen dieser beiden Phänomene dazu führt, dass fast alles, was über die Themen Liebe, Sexualität und Partnerschaft geschrieben wird, entweder von vornherein Unsinn ist, oder durch die Darstellung in Frauenzeitschriften und Blogs zu Unsinn gemacht wird.

Romantik-Soße und Parterschaft-Eintopf

Sicher – ein Teil wird auch für hirnlose Männer geschrieben, ich denke da an die Flachleger-Literatur. Aber sie werden so gut wie nie feststellen, dass es diese Machwerke in die angeblich „seriöse“ Betrachtung einer Publikumszeitschrift schaffen. Bei den Themen, die Frauen angeblich „interessieren“, ist das anders. Da werden Aschenbrödel immer noch zu begehrenswerten Prinzessinnen aufgestylt, und Muttis verstoßener Liebling, der jahrelang die Zwerge bedient, wird doch noch Königin. Ärgerlich sind vor allem die Tipps „für die Partnerschaft“, die jetzt unters Volk gepumpt werden: strohdumme Vorschläge für „ideale“ Partnerschaften, die es so gar nicht gibt. Zwischen drei und 99 Vorschläge, um eine Ehe zu verbessern. Allein, sie zu lesen, müsste für eine halbwegs intellektuelle, wirklich emanzipierte Frau eigentlich eine mentale Folter sein. Und sonst: Jede dieser Redakteurinnen, die süßliche Romantik-Soßen über die Liebe oder die Sexualität ergießt, kann sich ihres Erfolgs sicher sein.

Fakten werden verschwiegen – um Illusionen zu retten

Was bewusst ausgespart wird, sind die knallharten Fakten, die Frauen angeblich oder tatsächlich nicht hören wollen. Beim „Dating“ oder wie man es sonst heute nennt, ist knallharter Fakt, dass sich die Frau anbieten muss, und zwar genau den Männern, die sie für passend halten. Diese Methode ist erfolgreich, und die Wege zur Partnerschaft sind kurz. Eine weitere Erfahrungstatsache ist, dass sich die meisten Frauen hinsichtlich ihres Marktwerts“ völlig überschätzen. Sie lehnen zu oft und zu schnell die Männer ab, die relativ nahtlos passen würden, um den EINEN zu erwischen, der in ihren Träumen herumgeistert. Erfolgreiche Partnersuche folgt in Wahrheit den Gesetzen des Marktes – zumeist jedenfalls, von ein paar Ausnahmen abgesehen. Leider werden die Ausnahmen von der Presse immer wieder in den Vordergrund gestellt, damit Frauenaugen leuchten.

Verlässliche Psychologie kann wichtig sein – aber sie ist kompliziert

So ziemlich das Einzige, was Frauen von der Psychologie wirklich mitnehmen können, weil es unbestritten ist, ist die Körpersprache. Gut – sie wird ab und an behandelt, auch in Abweichungen, zum Beispiel darin, welcher Ohrschmuck die Wirkung der Mimik unterstützt. Alles andere, was an Psychogedöns verbreitet wird, kann „gut gehen“ oder „schief gehen“. Wann haben Sie zuletzt von „Körpersprache“, „Ausstrahlung“, „Grazie“, „Anmut“ oder „Charme“ gelesen? Wahrscheinlich kaum. Darüber zu schreiben, ist viel zu kompliziert. Aber wahrscheinlich haben Sie gelesen, was sie beim Date sagen sollen und was nicht, wie Sie sich vorbereiten sollen und wie nicht. Warum? Weil man als Schreiberling darüber prima herumfaseln kann.

Künstliches Tabu: Lust und Sex

Beinah lustig finde ich, wenn Sex als Tabuthema angesehen wird. Die Initialzündung jeder Partnersuche ist sexuelle Lust. Klar, dass niemand bei einem ersten Date seine Sexwünsche auf die Kaffeehausserviette schreibt – doch im Gesicht geschrieben stehen sie ohnehin. Mit der Kommunikation bei einer „ersten Verabredung“ ist es ohnehin so wie mit der Kleidung: Sie gehen nicht nackt zum Date, sondern so, dass man ahnt, wie hübsch der Körper ist, der sich unter der Kleidung verbirgt. Und sie legen auch nicht ihre Diplomarbeit auf den Tisch, sondern lassen langsam aus dem Hirn herausfließen, dass sie über eine gewisse Intelligenz verfügen. Und so ist eben auch mit dem Sex: Nach und nach legen Sie ein paar Kuchenkrümel auf den Kaffeehaustisch und schauen sich an, ob ihr Spatz danach schnappt. Das ist wirklich „normal“.

Nun ja – ich rede manchmal gegen Wände. Gegen verlogene Fassaden aus Wohlanständigkeit, Tabus und Romantik. Und aus all den Täuschungen, die teils lächerlich, teils aber auch höchst gefährlich sind. Ja, und ich akzeptiere, dass Sie anders denken. Solange sie erfolgreich damit sind.

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