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Harte Tatsachen zum Online-Dating – diesmal von OK Cupid

Was rät OK Cupid Mitbegründer Christian Rudder Frauen und Männer, die Erfolg beim Online-Dating haben wollen? Etwas ziemlich Hartes, aber er sagt es nett. Frauen sollten aktiv suchen, Männer im Rahmen ihrer Möglichkeiten bleiben.

Wir haben aus vielen Sätzen diese beiden herausgelöst:

Frauen:

Profile rauspicken, die … gefallen und sie gezielt anschreiben.

Männer:

Zugänglich präsentieren und Benutzerinnen anschreiben, die in ihrer Liga spielen.

Das klingt sehr kurz und prägnant, und selbstverständlich könnte man noch viel mehr dazu sagen, denn ich habe gewisse Zweifel daran, ob deutsche Frauen und Männer überhaupt wissen, in welcher „Liga“ sie bei der Liebessuche mitspielen können.

In jedem Fall: lesen Sie dazu bitte auch das ausführliche Interview mit dem OK-Cupid Mitgründer Christian Rudder, aus dem die Sätze zitiert wurden. Das Gespräch führte Franziska Schwarz von der Süddeutschen Zeitung.

2 Antworten auf Harte Tatsachen zum Online-Dating – diesmal von OK Cupid

  1. Tassilo sagt:

    Hallo Herr Roese, ich habe gerade das verlinkte Interview gelesen. Interessante Infos gibt es dort. Eine Erkenntnis der Untersuchung: „Viele Nutzer verwenden für ihre Anfragen den gleichen Text.“ – Dazu sagt OK Cupid-Mitbegründer folgendes: „Ja, ist so. Und eigentlich halte ich das für gar keine schlechte Strategie. Klar klingt es komisch, aber wenn wir im echten Leben Leute beeindrucken wollen, erzählen wir auch die immergleichen Anekdoten und bewährten Witze.“ – – Das ist insofern bemerkenswert, da davon in deutschen Ratgebern häufig abgeraten wird. „Man soll die Frau gezielt anschreiben.“ Und das sagt ja auch der OK-Cupid-Mitbegründer. Da frage ich mich: „hä?“ – Was sollen wir also aus dem Bündel an verwirrenden Information für „uns“ „mitnehmen“? Immer die gleiche Nachricht oder gezielt anschreiben? (Mit gezielt anschreiben ist gemeint, sich auf etwas spezielles in ihrem Profil und oder Profilfoto zu beziehen und darauf ein oder zwei Fragen aufbauen. Der Rest „über mich“ geht meistens aus meinem Profil hervor).

    Im Zusammenhang mit der Kontaktaufnahme online stellt sich auch immer wieder die Frage: Soll die erste Nachricht lang sein, oder kurz? Diesbezüglich kursieren auch unterschiedliche Empfehlungen im Internetz.

    Ein österreichischer Autor hat mal empfohlen, statt der klassischen ersten Nachricht, dass „Sekt oder Selters“-Fragespiel zu spielen. Hab ich getestet. Hier in Deutschland hat das – zumindest bei mir – nicht geklappt.

    Im Internet hab ich vor längerer Zeit mal als Kommentar unter einem dieser unsäglichen 08/15-Ratgeber-Blogtexte von einem User gelesen, dass Online Dating für Männer ein „uphill-battle“ sei. In Amerika scheinbar nicht.

    Es grüßt Tassilo aus Südbaden

    • Hallo,

      Ratgeber, so weit sie öffentlich auftreten, können normalerweise keinen zutreffenden Rat geben, weil Partnersuchende zu unterschiedlich leben, um dies zu tun.

      Ich greife normalerweise Sätze zur Veröffentlichung auf, die eine allgemeingültige, bewährte und plausible Weisheit enthalten. Was aber nun auch nicht bedeutet, dass in dem einen oder anderen Fall eher das Gegenteil wirkt.

      Falsche Ratgeber, Abschreiber und Klugscheißer haben alle dieselbe Idee: Sie quatschen sich irgendwas zusammen, und vielleicht nützt es ja etwas. Damit machen sie sich interessant. Das geht auch umgekehrt: Erfolglose Männer dröhnen dann herum, Online-Dating sie sowieso Mist. Und wenn sie sich wie Sisyphus fühlen, dann quatschen sie Blech vom „Uphill-Battle“.

      Konkret Rat:

      „Nicht gezielt anschreiben“ ist immer falsch. Zumindest die halbwegs intelligente Adressatin will ja wenigstens wissen, dass sie gemeint ist und nicht irgendjemand da draußen. Lange Texte sind ebenfalls Unsinn. Kurze, aber genügend informative Texte, die sofort ansprechen, sind bei Weitem erfolgreicher. Zu „Sekt oder Selters“ – warum sollte sich jemand auf ein „Idiotenspiel“ mit jemandem einlassen, wenn es viel einfacher ist, eine aussagefähigere E-Mail zu schreiben?

      Abschließend:

      Es gibt nur eine Autorität im Spiel der Partnersuche: den Suchenden. Er entscheidet. Er versucht. Er beurteilt seinen Erfolg. Kein Ratgeber latscht in den Schuhen des Ratsuchenden, und niemand führt sein Leben stellvertretend für ihn. Also bleibt nur dies: Konsequent die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

      Grüße

      Gebhard Roese

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