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Sind Sie wählerisch oder unrealistisch?

Damen glauben, die Wahl zu haben - doch trifft es zu?

Damen glauben, die Wahl zu haben – doch trifft es zu?

Im Deutschen gibt es dieses hässliche Wort: „Ich bin anspruchsvoll.“ Wenn Sie es benutzen, unterstellen Sie auf eine hässlich-arrogante Art, dass sie sich über andere erheben: Sie dürfen die Ansprüche anmelden wie die Prinzessin Turandot – und wer durch Ihr Raster fällt, wird verbal hingerichtet.

Also – in einem Satz, und ohne Wenn und Aber:

Sie haben kein Recht, Ansprüche gegen Personen durchzusetzen.

Sobald Sie diesen einen Satz verstanden haben, können wir über ihre Wünsche, ihre Vorstellungen und Absichten sprechen. Sobald wir soweit sind, werden Sie erkennen:

1. Sie haben bestimmte Vorstellungen, die erfüllt werden müssen, um ein zufriedenes Leben mit jemandem zu führen.
2. Sie haben ferner Vorstellungen, von denen Sie glauben, dass deren Verwirklichung ihr Leben bereichern könnte.
3. Sie haben Vorstellungen, von denen Sie selbst nicht wissen, warum sie diese unbedingt verwirklichen wollen.
4. Sie haben ferner weitere Vorstellungen, die für Sie eigentlich nicht nicht infrage kommen, weil sie „zu hoch gegriffen“ sind.
5. Mancher von Ihnen hat Vorstellungen, die sich zwar verwirklichen lassen könnten, die Ihnen aber nicht nützen würden.

In einem Satz sagt dies Frau Gottlieb, die ein Buch über das Thema geschrieben hat.

Sie sollten die Messlatte hochlegen. Aber viele Menschen sind zu wählerisch bei Dingen, die nicht so wichtig sind – und weniger wählerisch bei wirklich wichtigen Dingen.

Partnersuche ist ähnlich kompliziert wie die Wahl der richtigen Software für Ihr Unternehmen. Die meisten Kunden, die Software kaufen und dann modifizieren lassen, legen völlig unqualifizierte Kataloge von Forderungen vor, die angeblich alle unerlässlich sind. Aus meiner Erfahrung mit der Partnersuche wie mit Kunden, die Software kaufen oder modifizieren lassen wollen, kann ich Ihnen dies (für die Partnersuche) sagen:

1. Machen Sie eine sorgfältige Inventur Ihres Lebens: Womit sind Sie zufrieden, und was beunruhigt Sie?
2. Was werden Sie bei sich selbst in Ordnung bringen, bevor Sie eine (neue) Beziehung suchen?
3. Eine Beziehung wird ihr Leben verändern. Sie wird Sie bereichern, aber auch einschränken. Was wollen Sie geben, was nehmen?
4. Was wollen Sie langfristig mit einem Partner erreichen oder verändern?
5. Wenn Sie nur einen Wunsch im Bezug auf Ihren Partner erfüllt bekämen, welcher wäre es?

Diese Fragen sind umso wichtiger, je mehr Wünsche Sie an Ihr Leben haben, aber auch, je mehr Probleme sich im Laufe der Jahre angehäuft haben. Wenn sie völlig offen für Veränderungen sind (auch räumlich, arbeitsmäßig, sozial oder finanziell), werden Sie diese Fragen wahrscheinlich nicht beantworten wollen. Bedenken Sie dann aber, dass sich ihr potenzieller Partner fragt: „Was ist mit dieser Person? Hatte sie keine Vergangenheit, von der ich etwas wissen darf, keine Bindungen und keine Initiative?“ Dafür müssten Sie dann eine Erklärung haben.

In meiner „alten“ Branche bezeichnete man die unabdingbaren Vorstellungen als „Needs“ – als Notwendigkeiten. Und Sie? Sie sollten eine Liste dieser Notwendigkeiten im Kopf und auf Papier haben, und sie sollte verdammt kurz sein. Alles, was dann noch drauf kommt, sind „Wishes“, die Sie anmelden können, die aber nicht unbedingt erfüllt werden müssen, damit ihr Leben „rund und glücklich“ verläuft. Diese Liste darf ruhig etwas länger sein, denn Sie werden finden, dass einige dieser Wünsche durch Zufälle erfüllt werden, die Sie gar nicht vermutet hatten. Dabei wäre auch zu bedenken, dass es hin und wieder einen Bonus gibt: Der neue Partner hat eine Eigenschaft, die gar nicht auf ihrer Wunschliste steht, die Ihnen aber nützt.

Würden Sie Ihre Ansprüche bitte noch mal überdenken, falls Sie immer noch welche haben? Ich vermute, dass Sie einen enormen Gewinn davon haben. Ich berechne nichts dafür. Ich schenke Ihnen diesen Gewinn.

Hinweis: dieser Artikel erscheint möglicherweise in mehreren Online-Medien. Das zweite Zitat via Match.com, Blog.

Bild: C.W. Allers, Deutscher Zeichner, gegen 1888.

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