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Die Woche: Fußfalle Romantik, Lust und Beliebtheit

Was ist der Unterschied zwischen einem glücklichen, erfolgreichen Partnersuchende und einem gefrusteten Versager?

Klar, wenn ich ein Trickverführer („Frauenflachleger“, auf Englisch PUA) wäre, dann wüsste ich es genau: Dann würde ich irgendwo eine dieser lausigen Methoden abschreiben, ein unwesentliches Element darin verändern und als meine eigene ausgeben. In „Muschi-Macht und Männer-Polarität“ mache ich mir Gedanken über den populistischen Unsinn, den „großen Macker“ oder die „geile Tusse“ spielen zu wollen. Andere waren da ganz anderer Meinung: „Gehe einfach los und glaube an deinen Erfolg.“

Beliebt sein – der Schlüssel zum Misserfolg?

Wie ist es aber beim Online-Dating? Gerade lese ich zu meinem höchsten Erstaunen: Der Schlüssel zum Misserfolg ist der Erfolg. Wie bitte? Ja, wenn man „Erfolg“ völlig falsch sieht. Da hat nämliche eine Zeitung sechs Singles interviewt, die angeblich „erfolgreich“ beim Online-Dating waren – und in Wahrheit haben sie alle „nur“ besonders viele Zuschriften erhalten, während es um ihre Partnersuche eher aussah. Sehen Sie, und da zeigt sich die Schizophrenie der jugendlichen Massen: Beliebt zu sein ist bei ihnen gleichlautend mit „Erfolg haben“. Seit FACEBOOK die soziale Kultur fest in den Krallen hat, werden „gefällt mirs“ vergeben, wie Gummibärchen gekaut werden. Das hat ohne Zweifel auch auf die Dating-Seiten abgefärbt. Oder ist da ein psychologischer Faktor im Spiel, dem man so ausdrücken könnte: Wer beliebt ist, ist auch belanglos? Am besten, Sie lesen die Hohlsprüche selbst in der „Süddeutschen“ nach.

Romantik – die Fußfalle für die Partnersuche

Liebesromantik ist Selbstbetrug – wer das bezweifelt, darf dies gerne tun, denn so viel ist ebenfalls sicher: Liebesromantik ist ein sinnlicher, schwelgerischer Selbstbetrug, der uns den Geist vernebelt – doch in der Erinnerung ist sie eben „wahnsinnig schön“. Wenn sie wissen wollen, was Romantik tatsächlich aussagt, dann lesen Sie doch einfach Liebe Pur und nicht Ihre Lieblings-Frauenzeitschrift. Übrigens schreibe ich derzeit gerne über das Schreiben erotischer Literatur – und dabei geht es auch um Romantik.

Lust nicht genießen, um brav zu bleiben?

Moralisch oder unmoralisch beim Sex? Wäre nicht die richtigere Frage: Könnte ich Freude daran haben? Warum zögen insbesondere partnersuchende Frauen über 40, sich ganz auf den Genuss der Liebe einzulassen? Bürgermief und angebliche „christliche“ Werte verhinder immer noch, dass sich der Genuss an der Lust durchsetzt. Merkwürdig, wie viele Frauen immer noch „brave Mädchen“ und manche Männer gar noch „brave Jungs“ sein sollen, statt sich einmal ganz der Liebe hinzugeben.

Mobile Dating – hot or not?

Mobil Dating hat eine größere Zukunft, als ich jemals angenommen habe – aber dennoch ist unklar, wohin der Weg gehen wird. Ich bekam diese Woche viele Informationen über den geschäftlichen Teil, nur eines nicht: Wie viel wird eigentlich an der Werbung auf dem Mobiltelefon verdient? Denn daran hängt alles: Wer keine Werbung mit der App liefert, muss sein Geld vom Kunden holen, und das ist bekanntlich schwer. Ich denke, das Thema wird mich noch einige Zeit beschäftigen. Es geht jedenfalls weit über die Euphorie hinaus, die Tinder gerade verbreitet.

Gedöns und Androgynität

Psychologisch androgyne Menschen sind angeblich erfolgreicher als als Macker-Männer und Tussi-Frauen. Das klingt auf den ersten Blick chic, und auf den zweiten Blick erweist sich die Manipulation: „Menschliche“ Persönlichkeitseigenschaften zählen mehr als angeblich „typisch“ männliche oder „typisch“ weibliche Eigenschaften. Im Grunde wurde da eine Pseudowissenschaft bemüht: das „psychologische Geschlecht“, das uns die ohnehin verquaste „Genderforschung“ beschert hat.

Den einzigen Beitrag der Humorfraktion fand ich im (noch) Vereinigten Königreich: Dort machte man sich Gedanken über „spornosexuelle“ Menschen und ihr Auftreten.

Fußballfetischismus

Ansonsten ist der Fußballfetischismus (2) ja mächtig am Kochen. Ich habe inzwischen gelernt, was ein „gutes Spiel“ ist, wenn die Jungs da über den Rasen rasen. Hübsche Schuhe haben die, nicht wahr? Aber mal ehrlich: Mir sind ein paar süße Frauenfüße wirklich lieber, ob nackt oder in High Heels – aber um Himmel willen nicht in Sneakers.

(1) Psychologisch androgyn: Weibliche und männliche Persönlichkeitsmerkmale vereinigend.
(2) Fremdlink zu einem Ringelnatz-Gedicht.

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