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Was wird aus den traditionellen Partnervermittlungen?

Allerlei Versprechungen – damals wie heute

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, gärt es gegenwärtig unter den prominenten deutschen Partnervermittlern. Seit langer Zeit gab es Presseberichte und sogar einen Fernsehbeitrag, in dem von der Abzocke relativ unbedeutender, neuer Unternehmen berichtet wurde. Üblich war dabei, Beträge bis zu 8000 Euro als Vorauszahlung zu verlangen und bei Nichtzahlung zügig durch Inkassobüros eintreiben zu lassen. Die versprochenen Leistungen bleiben jedoch oftmals aus. Nun erreichte der Vorwurf auch den „Edelbereich“ der Partnervermittlungen, worüber Goldman Morgenstern & Partner in ihrem Branchendienst informierten.

Tageszeitungen verdienen gut an merkwürdigen Anzeigen

Erstaunlich, dass die deutsche Presse darüber nicht ausführlich berichtet hat. Die deutschen Tageszeitungen verdienen an den Ehe- und Partnervermittlern nichts schlecht – und sie tun es nach wie vor. Heute wie vor 50 Jahren veröffentlichen sie ganz legal Anzeigen, die ihnen eigentlich zu denken geben müssten. Gemeint sind dabei nicht die Anzeigen, in denen ein Institut für sich wirbt – das ist ein ganz normales Anzeigengeschäft ohne Tadel. Doch was ist mit den dichterisch formulierten Anzeigen, die jeden Samstag in der bürgerlichen Presse erscheinen? Es sind fast ausschließlich Angebote, in denen absolut begehrenswerte Singles wie Sauerbier auf den Markt geworfen werden. Die Frage ist nur, ob sie existieren – aber das interessiert offenbar kaum eine Instanz der öffentlichen Kontrolle – und die Zeitungsverleger schon gar nicht.

Redakteure glauben blumigen Worten der Ehevermittler

Peinlich sollte einigen Zeitungen hingegen sein, dass sie den blumigen Formulierungen von Partnervermittlerinnen so viel redaktionelle Aufmerksamkeit schenkten, während die Journalistinnen und Journalisten, die diese Gespräche führten, kaum jemals kritisch nachfragten. Üblicherweise war „Diskretion“ das Stichwort, das allen journalistischen Recherchen ein Ende bereitete.

Der Aufstieg und Fall einer Branche

Die Branche der Ehe-und Partnervermittler hatte ihre Blütezeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als heiratsfähige Männer ein rares Gut wurden. Doch schon bald zeigte sich, dass in der Branche offenbar nicht alles mit rechten Dingen zuging, und so kam es, dass die Branche ab den 1980er Jahren einen vorläufigen Niedergang erlebte. Das Geschäft verlagerte sich zunächst deutlich auf wirklich „private“ Bekanntschaftsannoncen in Wochenzeitungen, Samstagsausgaben, Anzeigenblättern und den neu entstandenen Stadt-Zeitungen. Erst nach Aufkommen der neuen Online-Partnervermittlungen wie PARSHIP (später auch ElitePartner und andere) verlagerte sich die sogenannte „seriöse“ Partnersuche in Deutschland ganz auf das Internet.

Zurück zur „händischen“ Partnervermittlung?

In den letzten Jahren gab und gibt es nach Einschätzung von Brancheninsidern die Tendenzen, „zurück zur privaten Vermittlung“ zu kommen. Es ist jedoch kein „zurück“, sondern oftmals eher ein „Ausweg“, für Menschen, die ihre Partnersuche nicht öffentlich machen wollen.

Für den Laien, der sich tatsächlich für eine Partnervermittlung entscheiden will, fällt die Auswahl schwer. Der Singlebörsen-Vergleich empfiehlt daher nur wenige, handverlesene Agenturen. Eine weitere Empfehlung aus Kundenkreisen von Agenturen besteht darin, möglichst mit der Inhaberin oder einer/einem leitenden Angestellten des Unternehmens zu sprechen und den Kontakt mit vermittelnden Vertretern/Vertreterinnen zu vermeiden.

Der Preisvergleich fällt zugunsten Online-Dating aus

Der Preisvergleich zwischen Online-Partnervermittlung und traditioneller Partnervermittlung fällt – wenn man genügend Vorsicht beim Abonnement walten lässt – klar zugunsten der Online-Partneragenturen aus, und auch die Auswahl ist bei den großen Agenturen im Online-Bereich erheblich größer und aktueller. Der einzige Nachteil ist, dass man bei Online-Agenturen keine wirkliche Vermittlung bekommt, sondern sich seinen Partner nach gewöhnungsbedürftigen Kriterien selbst aussuchen muss.

Stellvertreter-Dating ist keine Vereinigung beider Welten

Über die neueste Variante der Partnersuche, das Stellvertreter-Dating, gibt s noch nicht genügen Erfahrungen. Es ist jedoch auf keinen Fall eine Symbiose aus „beiden Welten“, sondern eher ein „Leistungsverstärker“ einer an sich schwachen Quelle, nämlich der Persönlichkeitsbeurteilung. Musikliebhaber und Computerfachleute werden wissen, was ich meine: Was „hinten rauskommt“ kann nicht besser sein als das, was „vorne reingeht“. Oder mit gesetzteren Worten: Der Verstärker „Stellvertreter-Dating“ gibt sowohl die Schönseiten wie auch die Schwächen des Online-Datings wieder – nur wesentlich „lauter“.

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