Wer schreibt für liebepur?

  • Gebhard Roese (8835)
    Der Fachmann: Partnersuche mit Vernunft und Gespür - das vertrete ich.
     
  • Ina Yanga (214)
    Ich greife die heißesten Eisen in Dating, Partnerschaft und Sex auf.
     
TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste

Sozial gerecht? Antworten auf die Sozialpolitik für Singles und junge Paare

Vor einigen Jahren sprach ich in Budapest mit einer Dame, die mir sagte; „Die Rente ist ja recht niedrig, aber wenn man zu zweit ist, reicht sie schon.“ Doch in Deutschland denkt man anders, und zwar in nahezu jedem Lebensalter: Das Alleinleben ist angeblich chic, komfortabel, sinnvoll, kommunikativ – und sowieso affengeil. Das deutsche Denken ist ja angeblich von „sozialer Gerechtigkeit“ geprägt. Das ist schwer zu verstehen, denn es ist „sozial gerecht“, soweit dies überhaupt möglich ist. Viele, die von „sozialer Gerechtigkeit“ reden, wollen uns in Wahrheit sagen: „Wir wollen so komfortabel leben wie diejenigen, die alles haben und nichts entbehren.“ Ich bestreite ja gar nicht, dass es einzelne soziale Ungerechtigkeiten gibt. Aber ganz generell bemühen sich Staat und Gesellschaft erheblich um den „sozialen Ausgleich“ – und das tun übrigens auch viele Familien.

Was ist den nun dran an den Wahlkampfthemen zur sozialen Gerechtigkeit? Was betrifft Singles, Rentner und junge Paare?

Steuererhöhungen für Reiche helfen den Armen?

Was für ein Unsinn – sie führen zunächst nur zu höheren Einnahmen des Staates, wenn die Sache wirklich klappt. Doch wo wird das Geld ankommen? Bei den Armen? Und das glauben Sie? Vielleicht käme es wenigstens in der Bildung an, wenn man endlich Wert darauf lege, würde. Aber Bildung ist ja Ländersache. Ich habe noch in den Ohren, wie groß das Geschrei war, als die Mehrwertsteuer erhöht wurde: Da geiferten alle, dies würde den „Armen“ schaden. Ein Blick auf die nordischen Länder zeigt: Dort bestehen hohe Verbrauchssteuersätze für alle – und darüber wird nicht gemeckert. Wer viel verbraucht, soll eben viel Steuern zahlen. Das ist „soziale Gerechtigkeit“.

Das Kindergeld ist zu niedrig?

Das geht vor allem junge Paare mit Kinderwunsch an: die Story von „zu niedrigem“ Kindergeld ist gelogen. Das Kindergeld ist in Deutschland, im Gegenteil, wesentlich höher als in den meisten EU-Ländern. Das ist mehr als nur „soziale Gerechtigkeit“.

Der Lohn reicht für viele nicht aus – wir brauchen einen Mindestlohn?

Das geht vor allem junge Singles in überlaufenen Modeberufen an: Ein Mindestlohn nach dem Geschmack der „Linken“ und der anderen nach links gerichteten Parteien freut die angestellte Friseurin – und schadet deren Kunden. Fragt sich, wie die Rentnerin in Zukunft ihre Friseurin bezahlen soll, wenn der Mindestlohn eingeführt wird? Friseurinnen im Angestelltenverhältnis haben in der Regel Leerzeiten, in denen sie nicht frisieren. Da zahlt die Chefin drauf – und weil sie das nicht will, legt sie die Mehrkosten auf die Kunden um. Soziale Gerechtigkeit?

Viele Deutsche leben an oder unter der Armutsgrenze?

Erstmal die Ansprüche überprüfen – und zwar für Singles und für Paare. Selbst die angeblich „Armen“ kaufen keine sehr guten, gebrauchten Einrichtungsgegenstände oder Technikprodukte mehr. Ich habe mich danach erst kürzlich an namhafter Stelle erkundigt. Alles muss neu sein – und es wird auf Kredit gekauft, was die Armut manifestiert. Das trägt nicht dazu bei, sich sozial besser zu stellen.

Wer arbeitet, muss von seinem Lohn leben können?

Das beziehe ich mal auf Singles: Muss jeder Bürger so viel Geld verdienen, dass er sich ein aufwendiges Single-Leben leisten kann? Mit wem wird denn vergleichen, ob „der Lohn zum Leben reicht“? Tatsache: Wenn zwei Singles zusammenziehen, leben sie zunächst billiger – und das ist sozial gerecht.

Mieten müssen wieder bezahlbar sein – sind sie das nicht?

Das geht junge Paare an: Mieten sind nach wie vor „bezahlbar“ – doch wer will schon in einer Altbauwohnung mit älterem, fensterlosem Bad wohnen? Die Ansprüche der Mieter, insbesondere die Ansprüche junger, in Wohndingen unerfahrener Paare, sind heute stark überzogen. Angeschmiert sind eher die privaten Wohnungsbesitzer, die teuer renovieren müssen, weil kaum jemand mehr in Altbauten mit niedrigem Wohnkomfort ziehen will. Ist das „sozial gerecht?“

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Mehr aus der Rubrik:
die liebe pur

 Erfolgsbilanz der Liebepur im August 2013
   (6. September 2013)
 Spruch des Tages: unverdiente Liebe
   (3. September 2013)
 Warum vögeln?
   (21. Juli 2013)