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Zurück zu den Wurzeln – wir müssen einander gefallen

Gefallen kontra „passen“ – ein Plädoyer dafür, einander zu gefallen

In den letzten Jahren konnte ich sehr viel über die „passende Partnerin“ oder die „wirklich passende Partnerin“ lesen. Das klang immer so, wie beim Militär oder bei einem schlechten Herrenausstatter: „Passt Ihnen doch – was wollen sie denn?“

Wirklich gut passen mir grob gewebte schottische Sakkos in Konfektionsgröße 50 – aber die werden auch nicht gefragt, ob sie mich wollen. Und ein guter Herrenausstatter wird nicht sagen: „Na passt doch!“, sondern „Sie sehen darin ganz ausgezeichnet aus“ oder „es sieht aus, wie für Sie geschneidert.“ Sehen Sie, und dann folgt der Satz, auf den es ankommt: „Ja, es gefällt mir sehr gut.“

Keine „passende“ Partnerin – sonder eine, die gefällt

Eine Partnerin muss nicht „passen“ – sie muss gefallen. Dieser Begriff ist aus der Mode gekommen, seit das Gerede vom „passenden Partner“ begonnen hat. Es ist übrigens ein Begriff, der äußert zweifelhaft ist. Partnerschaft entsteht nicht dadurch, dass wir „passen“, sondern dass wir uns anpassen. Männer sind keine Glühbirnen, bei denen man nur die Fassungsgröße (E27?) wissen muss, um zu erkennen, ob sie in die Schraubfassung „Frau“ passen. Aber „Anpassen“ ist ein Begriff, den heute niemand mehr in den Mund nehmen will – es zählt schon beinahe zu den „schmutzigen Wörtern“. Klar ist: Wenn ein Mann seine Freizeit damit verbringen möchte, Berge zu erklettern, dann ist für ihn eine Frau denkbar ungeeignet, die Höhenangst hat. Aber wenn er die Musik von John Coltrane liebt und sie die von Peter Tschaikowsky, dann mögen beide zumindest schon einmal Musik und sind weniger empfänglich für Hupfdohlen, die Schnulzen vor sich hinlallen.

Ein bezauberndes Lächeln wirkt stärker als die „Passgenauigkeit“

In Wahrheit geht es aber auch nicht ausschließlich um „passen oder anpassen“ sondernd darum, wie SIE ihm gefällt und ER ihr. Wenn einmal von der Hormondröhnung absieht, die zur blinden Liebe führt, dann entsteht Liebe aus kleinen Gesten, wie beispielsweise einem „bezaubernden Lächeln“ oder der Art, in der man erste Tränen trocknete. Je häufiger man sagt: „Ja, so möchte ich behandelt werden“, oder „es ist schön, dass er/sie sich so verhält“ oder auch nur “er bringt mich zum Lachen, wenn ich traurig bin“ – dann entsteht die Liebe, die anhält.

Gefallen wollen alle – ohne jemandem zu verfallen

Der Wunsch, zu gefallen, ist selbst Menschen eigen, die sehr selbstständig sind und sogar jenen, die überwiegend auf sich selbst bezogen sind. Man will dem Andren auf sinnliche Weise „gefallen“, ohne ihm oder ihr zu „verfallen“.

Wer die Grundauffassung des „passenden Partners“ hat, kann nicht wirklich gefallen und auch kaum Gefallen finden. Was ihm fehlt, ist etwas ganz Wesentliches am „Gefallen“ – nämlich sich fallen lassen zu können. Im Extremfall tut man dem Anderen eben etwas „zu Gefallen“, was man auch als „Hingabe“ bezeichnen könnte.

Wenn Sie einen Partner oder eine Partnerin suchen: Denken Sie bitte darüber nach, ob er/sie nur „passen“ soll oder ob er/sie Ihnen „gefallen“ soll.

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