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Die Psychologie des Online-Datings – gibt es sie?

In allem, was wir tun, steckt ein Stück Psychologie – oder auch nicht. Wenn wir die Liebe oder die Partnerwahl unter „psychologischen Gesichtspunkten“ betrachten, steckt viel Psychologie drin, betrachten wir sie unter mathematischen oder merkantilen (1) Gesichtspunkten, so suchen wir vergeblich nach Psychologie. Indessen – so kann nur seufzend sagen – ist die Psychologie besser dran als die Mathematik. Die Damen interessiert eben immer, was sein könnte, wenn etwas wäre, was vielleicht möglich ist. Sie sind das eigentliche Publikum der Populär-Psychologie.

Kaum Psychologie in der Partnersuche zu erkennen

Ich will mich mich ständige mit den lächerlichen Algorithmen beschäftigen, die angeblich zu einer bessern Partnerwahl führen. Namhafte Psychologen haben nachgewiesen: Es gibt keine gesicherten Forschungen, die sogenannte Matching-Algorithmen für brauchbar hält. Einer der neueren Tricks der Branche: Nun, vielleicht kommen dadurch nicht die Guten ins Töpfchen, aber die Schlechten ins Kröpfchen – und deshalb nützen die Psycho-Tests eben doch etwas, ätsch, bätsch! Dagegen steht ein Argument, das nicht neu ist, aber wieder Popularität erreicht hat: Das „beste Match“ mag für einen guten Freund taugen, aber weder für die Liebe noch für eine gute Beziehung. Mit anderen Worten: Je besser das Match, umso geringer ist die Chance, sich zu verlieben. Dahinter steht die Theorie, dass gleiche Eigenschaften eher hinderlich für synergetische Effekte sind, im Extrem: Zwei ziemlich neurotische Menschen haben keinen Vorteil davon, zusammenzukommen, und zwei Selbstzufriedene haben keine Chance, miteinander etwas Neues zu entwickeln. „Gleich und Gleich gesellt sich gerne?“ Könnte man da nicht zumindest fragen, worin man sich ähnlich und worin verschieden sein könnte, bevor man eine Partnerschaft eingeht?

Unanständige Angebote im Netz – ein Thema der Psychologie?

Die Psychologie will wissen, warum wir „unanständige Angebote“ über das Internet bekommen – weil es ein „soziales Vakuum“ ist. Mag sein, doch Menschen, die nichts als „Scheiße im Hirn“ haben, wollen wir ja auch nicht treffen. Wenn Herr Doktor B. (mit Bild, Alter und Wohnort Kleinstadt allerdings im Internet sucht, kann man schwerlich behaupten, er sei im „sozialen Vakuum.“

Ein Artikel in „WIRED“ geht auf all dies ein – viel besser, als ich es hier kann. Tatsache ist jedenfalls: Wer sich hinauslehnt ins Internet, lernt dort Menschen kennen, die er normalerweise niemals kennenlernt, hätte – mit allem, was dafür oder dagegen spricht, Menschen auf diese Weise zu begegnen.

Den Mutigen und Bereiten gehört die Welt – auch beim Online-Dating

Es gehört zum Leben der Mutigen und Bereiten, aus dem Haus zu gehen und die Welt zu erforschen und dabei immer weitere Kreise zu ziehen – das ist ja nun wirklich nicht neu. Und es gehört zum Leben der Nesthocker und Zögerlichen, die sozialen und räumlichen Grenzen nur geringfügig zu überschreiten. Wer sich aufmacht, weiß, dass er sich wappnen muss, und jeder, der Online-Dating betreibt, muss wissen, wie weit er gehen will. Irgendwie ist der Umgang mit Online-Dating wie der Umgang mit der Zukunft (2):

Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die Chance.

Online-Dating hat nicht viele Namen, sondern viele Unwägbarkeiten. Das haben Liebesdinge so an sich. Für die Schwachen mag es eine zu große Herausforderung sein, der sie nicht gewachsen sind. Die Ängstlichen mögen sich fürchten, dass ihre Seelen Schaden nehmen. Doch für die selbstbewussten Menschen, die mutig ins Leben schreiten, ist es eben einmalige Chance, das Lebensglück zu finden

(1) Nach dem Markt, beispielsweise dem Heiratsmarkt und der prozentualen Verteilung von Männer und Frauen auf Jahrgänge.
(2) Zitat nach Victor Hugo.

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