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Medien und Dating: Vergessen, das Gehirn einzuschalten?

Da denkt man sich nichts Böses und dann liest man das:

Fünf Millionen Singles haben letztes Jahr online eine Beziehung gefunden. Davon hatte etwas weniger als die Hälfte auch Bestand, die anderen endeten nach etwa drei bis fünf Monaten. Damit sind die Internet-Paare genauso stabil oder instabil wie Pärchen, die sich in der freien Wildbahn über den Weg gelaufen sind.

Die Zahlen wurden für Deutschland angegeben, wie aus der Überschrift unzweifelhaft hervorgeht. Nun könnte es durchaus sein, dass unsere Freunde vom Singlebörsen-Vergleich recht haben, die behaupten, dass sich etwa 5 Millionen Singles in Deutschland insgesamt (seit Bestehen des Internets) gefunden haben – schließlich hatten sie ja inzwischen über 10 Jahre zeit dazu.

Doch fünf Millionen Singles im letzten Jahr? Das bedeutet, dass von den sieben Millionen Singles, die möglicherweise (sicher weiß es niemand) online suchen, 71 Prozent einen Partner gefunden haben oder gegen 31 Prozent aller in Deutschland bekannten Singles beliebigen Alters? (Wir gehen von 16 Mio. aus).

Gut – nicht alle blieben zusammen. Nehmen wir mal an, dass die Hälfte der Beziehungen „Bestand“ hatte, dann wären dies also 2,5 Millionen Singles, die sich im letzten Jahr in feste Beziehungen eingebracht haben, also 1,25 Mio. potenzielle Ehepaare, die allein durch Online-Beziehungen zustande gekommen sind. Das ist ein offenkundiger Unsinn.

Auch die übrigen Zahlen sind offenbar nicht ganz „koscher“. Auf eine „dreijährige Suchzeit“ online kommt man nur, wenn man die Statistiken mit besonders vielen „Langzeitsuchern“ frisiert. Ich habe dies mehrfach durchgerechnet, und komme zu dem Schluss: Je längere Zeiträume man zur Auswahl anbietet, umso länger wird die „durchschnittliche“ Suchzeit, weil alle Beziehungsmuffel ihre Kreuze immer bei der längsten möglichen Suchzeit setzen.

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