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Romantik 2.0 – wichtiges Buch, doch der „rote Faden“ fehlt

Ich gebe Ihnen die Hand drauf – das Lesen lohnt sich

Das Buch Romantik 2.0 handelt, wie es auf dem Cover steht, vom Suchen und Finden der Liebe im Internet. Es macht Mut, weil es zwei Tatsachen festhält: Online-Dating ist generell ein gutes Mittel, um jemanden kennenzulernen, und es ist keinesfalls der Romantik-Killer in Liebesdingen. Das Buch ist flott geschrieben, bleibt aber erfreulich aufrichtig. Darüber hinaus versucht der Autor, sich auch mit Gender- und Kulturphänomenen auseinanderzusetzen – dies unterscheidet das Buch wohltuend von vergleichbaren Werken, die sich relativ einseitig an den Vorgaben der kommerziellen Datingseiten-Betreiber orientieren.

Wer es lesen will, muss bereit sein, über sich, sein Leben und die erwünschte Beziehung nachzudenken – das ist ein weiterer Vorteil des Buches. Lieder ist es aber auch ein Nachteil für jene, die „mal auf die Schnelle“ erfahren wollen, wie sie´s anstellen mit dem Online-Dating.

Wer also eine fundierte, möglicherweise noch strukturierte Anleitung sucht, wird im Buch „Romantik 2.0“ vermutlich nicht den erhoffen „Roten Faden“ finden.

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Autor Christian Schuldt besteht darauf, dass der Partnersuchende mit der Selbstreflexion beginnt. Im Kapitel „Der Flirt mit dem eigenen Ich“ wird ausführlich dargelegt, warum diese Selbstreflektion nicht nur für die Partnersuche nötig ist, sondern darüber hinaus auch nachhaltig den Hintergrund der eigenen Persönlichkeit erhellt.

Es ist nicht die Schuld des Autors, dass genau dieser Punkt bei Leserinnen und Lesern nicht gut anzukommen scheint. Eine der ersten Rezensentinnen auf Amazon bezweifelte den Abschnitt bereits und schrieb, sie glaube nicht, „dass beim Online-Dating ein hohes Maß an Selbstreflexion notwendig ist.“

Auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Jeder Hinweis auf Selbstreflexion, jeder auch noch so dezente Wink, dass die Partnersuche zu Modifikationen am Selbstbild führen sollte, wenn sie denn erfolgreich sein soll, wird von den Leserinnen und Lesern ignoriert oder gar als Angriff interpretiert.

Es ist kein Wunder, dass im Dating-Bereich eine Literatur gewünscht und geliefert wird, die das Gegenteil von „Romantik 2,0“ aussagt, nämlich „an mir kann´s nicht liegen, wenn meine Partnersuche nicht klappt.“

Ja, liebe Leserinnen und Leser, ich kann Ihnen da nicht helfen – denn es liegt verbindlich an Ihnen, wenn Sie keinen Erfolg bei der Partnersuche haben. Kein anderer als Sie ist Herr/Herrin in ihrem Oberstübchen. Ich empfehle deshalb das Buch, auch wenn es gewisse Mängel hat.

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