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Frühling lässt auf sich warten …

Die Frühlingsgefühle wollen sich einfach noch nicht einstellen – kein Wunder, denn draußen schneit es mal wieder. Da führen die Menschen lieber (wie am Frauentag) diese unheimlich „produktiven“ Gender-Debatten.

Mein Geschlecht ist mehr wert als dein Geschlecht.

Das ist sozusagen die klassische Formulierung, und nun die moderne:

Wenn ihr (meist „ihr Männer“) euch endlich ändern würdet, dann wäre alles viel (einfacher, schöner, sinnlicher, korrekter und mindestens noch drei Dutzend andere Begriffe).

Auf so eine blöde Idee muss man erst einmal kommen, nicht wahr? Sexistische Beleidigungen kommen zwischen Frau und Mann glücklicherweise selten vor, ganz im Gegensatz zur aufgebrachten „Aufschrei-Diskussion“.
Wenn in einem Fall von einigen zehntausend Begegnungen also ein Mann einmal etwas zu einer Frau gesagt hat, was so dreist war, dass sie dazu keine Worte mehr fand – ist das erwähnenswert? Hat dies ihrer Entwicklung nachhaltig geschadet? Eigentlich hätte es ein Ansporn sein müssen, beim nächsten Mal selbstbewusster aufzutreten.

Ich bin als junger Mann mehrfach rüpelhaft und dümmlich von Männern behandelt worden. Das geht angeblich allen Männern so, vor allem den sanftmütigen. Selbstverständlich habe ich mich auch schon gegenüber einer Frau im Ton vergriffen – das passiert sogar den Sanftmütigen, zumal, wenn sie provoziert werden.

Provozieren – und sich (nicht) provozieren lassen – ein Gesellschaftsspiel

Es kommt vor – und nicht eben selten – dass Frauen durch Demütigungen provozieren. Es ist ein Versuch, zu schauen, wie weit sie gehen können, bis der Mann die Nonchalance verliert. Diese Frauen wollen sehen, wie wir reagieren und an welchem Punkt wir ihren Provokationen Einhalt gebieten. Es ist ein Spiel, sicher. Aber es ist Spiel, bei dem sich auch Männer verletzt fühlen können.

Selbstverständlich bin auch ich schon von Frauen gedemütigt worden – oder wäre es jedenfalls, wenn mir kein „Dickes Fell“ gewachsen wäre. Dabei ist doch gar keine Frage, ob es „unter der Gürtellinie“ war oder „nur“ ein hinterhältiger, gezielter Angriff auf das Selbstbewusstsein.

Wiegen sexistische Bemerkungen schwerer als der Beschuss des Selbstbewusstseins?

Wie kann man nur so dumm sein, eine „sexistische“ Bemerkung schwerer wiegen zu lassen als einen systematischen Beschuss des Selbstbewusstseins? Das geht doch wahrhaftig nur unter extremer Verdrehung der Tatsachen.

Möglich, dass sich manche Frauen nicht darüber freuen, wenn wir Männer sagen, dass sie tolle, schicke, feste oder sinnliche Brüste haben. Ganz sicher sollten wir unsere Komplimente zunächst auf andere Körperteile konzentrieren. Aber es ist keine grundlegende, verletzende Beleidigung, die schönen Brüste einer Frau zu loben. It sexistisch? Warum? Weil Frauen an uns Männern nicht die Brüste loben, sondern eher den Knackarsch?

„Sexistisch“ ist offenbar zu einem Modewort für eine als Beleidigung empfundene Bemerkung über das Aussehen, die Kleidung oder das Verhalten geworden – allerdings nur, wenn die Frau im Fokus steht. Ich kenne keinen Hetero-Mann, der sich darüber beschwert hätte, wen eine Frau ihm zuflüstert, dass er einen schönen, festen Arsch hat.

Das Spiel geht bald weiter – und die Empörungen auch

Bald wird es Frühling, dann sieht man wieder weibliche Haut und enge männliche Hosen. Dann wird wieder geflirtet, ohne Sexismus, sondern mit dem Drang, originell zu sein, weil „Mann“ sonst kein Gehör findet. Und ab und an wird es wieder Empörungen geben, dass der Mann zu weit ging oder Enttäuschungen, dass er zu früh aufgab. Das ist Leben. Was öffentlich diskutiert wird, ist Papier.

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