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Casual Sex Dates: Konsumieren des Partners?

Konsumieren oder gegenseitiges Verlangen?

Über Vergewaltigungen muss man nicht reden – sie sind verabscheuungswürdig, gleich, was manche Männer darüber sagen. Ebenso schlimm, aber weniger bekannt, ist die sexuelle Nötigung, bei der die Zustimmung zum Geschlechtsverkehr durch Drohungen erzwungen wird. Indessen gibt es ein anderes Phänomen, das immer mehr an Bedeutung gewinnt: Der Vorwurf, Männer würden Frauen „ganz offen als Konsumgüter behandeln“.

Casual Dating und Sex-Dating: Konsumieren der Partner?

Wir beobachten seit einiger Zeit ein Phänomen, dass noch vor Jahren reaktiv unbekannt war und das bestenfalls zwischen den Dienstleisterinnen im Rotlicht-Milieu und ihren Kunden eine Rolle spielte: das reine Konsumieren der Lust. Seit einigen Jahren ist es fester Bestandteil der Dating-Szene und manifestiert sich im „Casual Dating“ und im „Sex-Dating“. Sollte man dann schon sagen: „Diese Leute sind Konsumenten, und jene, die sich mit ihnen einlassen, sind Konsumgüter?“ Beinhaltet nicht die „Verwendung“ eines Partners als bloßes Objekt zur Befriedigung der eigenen Lust auch, dass man diesen Partner „konsumiert“?

Auch Frauen konsumieren – oder hieß das Wort dafür „naschen“?

Der Wunsch nach „schickem“ Sex-Konsum ist inzwischen nicht mehr einseitig. Immer mehr Frauen durchdringen die Barriere, sich erst „verlieben“ zu müssen, bevor Sex angesagt ist. Causal Dating Agenturen melden viele weibliche Neuzugänge, und Männer berichten immer wieder, dass Frauen den Schalter zwischen einem unverbindlichen Date und einem Sex-Date von sich aus umlegen. Diese Männer sind weder Machos noch typische „Flachleger“- sie sind vielmehr überrascht und bisweilen gar befremdet von dem „eindeutigen“ Angebot. „Naschen“ an der Lust ist für Frauen üblicher geworden als jemals zuvor.

Respekt vor dem Partner oder reiner Konsum des Partners?

Die Frage, die wir uns stellen müssten, wäre eigentlich, ob man einen Menschen respektieren kann, und ihn dennoch nichts als genießen („vernaschen“) will. Man kann solche Fragen schwer verallgemeinern – im Grunde müssen sie sich die Mitglieder von Causal Dating oder Sex Dating Einrichtungen schon selber stellen. Dabei ergibt sich auch die Frage, ob beide einander Lust schenken können, oder wollen. Zudem müssten Fragen der Motivation aufgeworfen werden, falls diese Treffen nicht der gegenseitigen, demokratischen Lusterfüllung dienen. Fragt sich natürlich: Gibt es so etwas überhaupt?

Die Welt ist nicht einfach zu erklären. Wenn zwei Menschen gemeinsam ein Hotelzimmer allein wegen der Lust betreten, die sie einander schenken wollen, besteht eine relativ geringe Chance, dass die Wünsche beider vollends erfüllt werden. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass einer von beiden mit einem Defizit herausgeht. Hat der eine den anderen dann genutzt, benutzt, konsumiert oder ausgebeutet?

Ich wage nicht, die Frage zu beantworten.

Bild: Filmausschnitt unbekannter Herkunft

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