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Paradoxe Partnersuche – eine Möglichkeit?

Unser alltägliches Erleben und die Umstände, die es bedingen und entbinden, sind mit den üblichen Methoden nicht erklärbar, die wir in der Schule lernen. Wir benötigen dazu nämlich Kenntnisse, die sich nicht statisch erläutern lassen.

Eigentlich müssten wir begreifen, dass wir mit jedem Tag die Welt verändern, und sei es noch so wenig. Wir sollten wissen, dass alles, was wir in der Welt verändern, auch uns verändert. Wir neigen beispielsweise dazu, das „Unbewusste“ als eine Art „Heiligtum“ anzusehen, das geheimnisvoll in uns wirkt, doch wir beobachten nicht, wie es sich bewegt oder verändert. Wir erstarren, wenn uns ein Psychologieprofessor erklärt, wie wichtig unser Fremdbild ist, und dass es in Einklang mit unserem Selbstbild stehen müsse, wenn wir glücklich werden wollen, aber wir hinterfragen diese Behauptung nicht.

Wir können es nicht, weil wir uns nicht trauen, es zu versuchen. Mit den Mitteln, die uns die Schule mitgegeben hat, brauchen wir gar nicht erst anzufangen. Wir benötigen also neue, ungewöhnliche Hilfsmittel.

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Christian Ankowitsch hat ein neues Buch geschrieben, das sich mit einer Verhaltensweise beschäftigt, die vielen von uns fremd ist – und einem Teil als ausgesprochen befremdlich gilt. „Es ist Die Kunst der paradoxen Lebensführung“, die eigentlich eine Kunst ist, sondern eine Methode, Knoten zu aufzulösen, ohne sie zu entwirren.

Bei der Partnersuche wir es deutlich: je intensiver wir einen perfekten Partner suchen (Mr. Right, Ms. Right), auch Idealpartner, Traumpartner oder Wunschpartner genannt, umso weniger finden wir ihn. Wir haben in Wahrheit eine viel größere Chance, tatsächlich einen sehr guten Partner zu finden, wenn wir keinen Idealpartner suchen.

Ich gebe gerne zu, dass die Methode, mit Paradoxen zu arbeiten, nicht immer und überall funktioniert – aber sie ist so wirksam, dass es mir unverständlich ist, warum so wenige Leute sie anwenden.

Unter Partnersuchenden finden wir typische Beispiele für Menschen, die auf ihrer schnellen Fahrt über die Schienen des Lebens auf einen Prellbock auffahren. Das ist einfach zu erklären: Gefühle sind eigenartig und selten widerspruchsfrei. Sie enthalten immerhin „sowohl“ als „auch“, und sie wandeln sich stetig. Fragen Sie doch bitte einmal einen Partnersuchenden, woher er weiß, dass er (als Partner) „so oder so“ ist und dass die beste zu ihm passende Partnerin dies oder jene Eigenschaften haben solle: Er wird es Ihnen nicht sagen können. Irgendjemand anders hat ihm vielleicht gesagt, was gut für ihn wäre, das ist heute leider üblich geworden. Vielleicht hat er sogar einen Test absolviert, wer zu ihm passen könnte. Aber das ergibt keine Antwort auf die Frage, wen er hier und jetzt wirklich will. Sehen Sie einmal genau hin, wenn Sie demnächst jemanden treffen: Obgleich der Partnersuchende nichts wirklich weiß, will er doch konsequent einen ganz bestimmten Weg gehen. Wenn er Pech hat, rast er mit der Methode auf den Prellbock zu und seine schöne Lebenslokomotive nimmt Schaden. Sinnvoller ist es also, paradox zu handeln. Damit geben wir unserem Hirn die Chance, dynamisch neue Wege zu suchen („Weichen zu stellen“).

Paradox? Das heißt nicht „beliebig“, um einem Irrtum vorzubeugen. Es bedeutet nur, unserm Gehirn (und unseren Gefühlen) einen gewissen Freiraum zu lassen, indem wir es eben nicht programmieren. Für die Liebe gibt es keine „Neurolinguistische Programmierung“, ja, nicht einmal einen Fahrplan, sondern nur die Kraft des Moments, in dem wir einander begegnen. Also sollten wir genau diesen Moment nicht mit unserem Müll befrachten, sondern offen an „ihn“ oder „sie“ herangehen – ohne jedes Detail unserer Wunschliste im Kopf zu haben.

In meinem gestrigen Artikel über den Idealpartner finden Sie einen Hinweis auf die Methode, paradox zu suchen. Es ist eine Möglichkeit, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

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