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Blind Dates – Nutzen, Gebrauch und Missbrauch

Was wäre ein Blind Date ohne Nutzen? Richtig: Es wäre nutzlos. Leider denken viele Menschen anders: Sie erwarten von einem Blind Date die Erfüllung ihres Lebenstraumes. Dadurch ergeben sich in der Tat wenig sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten, denn erst beim dritten bis siebten Blind Date ist statistisch ein solcher Erfolg zu erwarten – je nachdem, was man als „Erfolg“ zählt. Was also macht man eigentlich mit einem Date?

Das Blind Date nutzen – aber richtig

Der beste Vorschlag: Man genießt es, wenn dies möglich ist, also dann, wenn der Partner zwar nicht das große Los darstellt, aber wenn er akzeptabel ist. Einem weitverbreiteten Irrtum folgend, ist ein Date nur dann erfolgreich, wenn es zu „etwas“ gekommen ist: Sei es zu einem ONS, einer kurzen Affäre, einer längeren Beziehung oder gar zur Ehe. Das ist – mit Verlaub – ein ziemlicher Unsinn. Wer mit einem Menschen einen schönen, sinnlichen und über allel Maßen befriedigenden Abend verbringen kann, sollte dies vor allem genießen. Ich selbst bin mit jahrelang mit einer schönen Frau ausgegangen, ohne mit ihr auch nur eine Affäre zu haben – es war einfach schön und sinnlich, mit ihr essen zu gehen – aber sie wäre nie „meine Frau“ geworden. Dates haben also einen Nutzen, und sie haben möglicherweise sogar einen Lerneffekt: Durch nichts erfahren Sie so viel über sich (und über Ihren aktuellen Marktwert) wie durch Gespräche mit Menschen, die auch suchen.

Von den Möglichkeiten Gebrauch machen

Früher sollen es angeblich nur Männer getan haben, doch seit mindestens 30 Jahren tun es auch Frauen: Dates nutzen, um sich körperliche Bedürfnisse zu erfüllen. Bei einem Teil der Frauen geht es unter anderem auch um die Illusion der Liebe – sie muss dann schnell erzeugt und elegant umgesetzt werden. Die meisten Frauen haben ihr Szenario dafür schon vorbereitet, weil sie sich die Chance (bei Gefallen, versteht sich) nicht entgehen lassen wollen. Aus verschiedenen Schilderungen ist bekannt, dass Frauen inzwischen relativ deutlich darauf beharren, dass ihre Wünsche auch erfüllt werden, was wieder manche Männer verwirrt, die tatsächlich eine Langzeitbeziehung suchen. Keine Frage: Es gibt immer noch mehr Männer, die Frauen gerne gleich beim ersten Date „vernaschen“ würden – aber der Anteil der Frauen mit ähnlichen Absichten nimmt deutlich zu.

Verführungen sind noch kein Missbrauch von Dates

Wann der Missbrauch von Dates beginnt, ist eine Frage, die gerade neu aufgeworfen wurde – durch eine fragwürdige Studie, die abstuft zwischen „Verführen“, „Bedrängen“, „Hineintricksen“ und „Gewalt anwenden“. Wie allerdings zu erwarten war, gab es zwischen den ersten drei Kategorien nur marginale Unterschiede. Was in der Studie nicht deutlich wurde: Mindestens die ersten drei Kategorien gibt es auch bei Frauen gegenüber Männern, wobei besonders das „Hineintricksen“ in sexuelle Abenteuer offenbar zum Standardrepertoire vieler Frauen gehört. Ich will ja nicht behaupten, dass sich Männer besonders viel wehren würden, wenn sie mit einem Trick in die Wohnung der Frau gelotst werden – aber Trick bleibt Trick.

Als wirklicher Missbrauch von Blind Dates können sinnliche Verführungen, vorschnelles Bedrängen und trickreiches Vorgehen wohl nicht gewertet werden, doch gilt auch dafür: Alkoholisiert oder im Liebesrausch sind die Möglichkeiten eher gegeben als nüchtern und pragmatisch. Doch dies gilt für alle: Wenig Alkohol, ein moderat ansteigender Liebesrausch und vor allem der Gebrauch von Kondomen schützen davor, dass ein ONS beim Date außer Kontrolle gerät.

Echter Missbrauch bei Dates ist selten – Schutz ist möglich

Übergriffe bei Dates in nüchternem Zustand sind übrigens ausgesprochen selten, und sie werden zumeist schon in der Frühphase des Dates deutlich. Dann hilft nur, sich drastisch, notfalls „auf Französisch“ durch den Hinterausgang, zu verabschieden. Ein ganz ausgezeichneter Tipp bei Internet-Dates in „halber Entfernung“: Sobald sie gemeinsam in einem Auto sitzen (gleich, ob es seins oder ihres ist) liefern Sie sich dem anderen aus. Fahren Sie ihm oder ihr also lieber nach, wenn Sie noch den Ort wechseln wollen.

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