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Die richtige Entscheidung: Intuition oder Vernunft?

Die richtige Entscheidung: alte Hüte werden als neu verkauft, längst Bekanntes wieder aufgewärmt – und geholfen wird dabei keinem Menschen – jedenfalls keinem Partnersuchenden.

Das einzig richtige an der richtigen Entscheidung ist, dass es keine „richtige“ Entscheidung gibt“ – so würde es jedenfalls jemand sagen, der sich mit Problemlösungsstrategien auskennt. Tatsache ist: Man kann gewisse Entscheidungen optimieren, aber ob eine Entscheidung „richtig“ ist, lässt sich zumeist erst im Nachhinein feststellen. Paradoxerweise erweisen sich oft die merkwürdigsten, absurdesten und eigentlich „falschesten“ Entscheidungen später als glückliche Fügung, den „richtigen“ Weg gefunden zu haben.

Ein alter Hut, neu aufgedampft

Ein absolut „alter Hut“ in der Entwicklung des Menschen: Wir schwanken zwischen Intuition und Rationalität. Sicher ist: Für Intuition haben wir keine von außen erkennbare Maßstäbe. Unsicher ist hingegen, ob wir auch nur annährend gesicherte Maßstäbe für Rationalität haben. Professioneller Problemlöser oder Organisatoren wissen recht gut, wie wenig die meisten Menschen von „rationalen Problemlösungen“ verstehen.- nur ein winzig kleiner Teil der Bevölkerung hat jemals von Problem- oder Entscheidungsanalyse gehört, und noch weniger Menschen benutzen sie. Allein der Begriff „rational“ stößt schnell an seine Grenzen. Theoretisch würde man sogenannte „objektive“ Kriterien für die Berechnung der Zukunft benötigen – die aber existieren nicht. „Rational“ bedeutet deswegen ja auch nichts anderes als „der Vernunft gehorchend“ – genauer jener Vernunft nämlich, die jeder zu haben glaubt.

Königin Rationalität – Vorsicht vor dem Kniefall vor ihrem Thron

Man kann und darf die Königin „Rationalität“ nicht auf den Thron der absoluten Herrscherin hieven – nur tut das auch kaum jemand. Rein „rationale“ Entscheidungen im Privatbereich haben den Nachteil, dass man anschließend hautnah damit leben muss, und das kann äußerst stressig werden.

Allein deshalb ist es ausgesprochen wichtig, bei der Partnerwahl kluge Entscheidungen zu treffen, die weder auf reiner Rationalität noch auf unverfälschter Intuition beruhen. Etwas anderes wird wichtig: das „rechte Maß“, wie man höflich sagen könnte, oder der Kompromiss, wenn man es brutaler ausdrücken will.

Ein bekannter Forscher, Daniel Kahneman, behauptet (laut FOCUS):

Das intuitive System … einflussreicher ist, als es nach unserem subjektiven Erleben der Fall zu sein scheint. Es ist der geheime Urheber vieler Entscheidungen, die wir treffen.

Die Einschätzung in Ehren – aber sie ist erstens ein alter Hut und zweitens kaum brauchbar bei Menschen, die sich niemals Gedanken darüber gemacht haben, was eine „Rationale Entscheidung“ ist – sie ist nämlich nur insoweit „rational“, als man wirklich alle Gesichtspunkte ins Kalkül gezogen hat. Dies ist, nach allen Erfahrungen, aber sehr selten der Fall. Wenn überhaupt „rational“ entschieden wird, dann zumeist nur anhand von 15 – 30 Prozent der möglichen Entscheidungskriterien – der Rest wird ignoriert.

Rein rationale Entscheidungen haben selten Sinn

Typische Beispiele dafür, wie wenig „rein“ relationale Entscheidungen sinnvoll sind, finden wie bereits im Personalwesen, besonders aber bei der Partnersuche.

Rein rational wäre der beste Bewerber sehr schnell gefunden, wenn man nichts als sogenannte „objektive“ Kriterien ansetzen würde (Ausbildung, Berufserfahrung). Doch richtigerweise verlässt sich kein Personalchef darauf: Er will ihm auf den Zahn fühlen, um die „Soft Skills“ zu prüfen, emotionale Schwächen zu erkennen, die Teamfähigkeit abzuklopfen und zu schauen, ob die „Chemie“ mit den Vorgesetzten und Kollegen passt.

Bei der Partnersuche ist die Sache noch heftiger: Sogenannte psychologische Tests sind zu einem hohen Prozentsatz Makulatur, sonstige Vorauswahlen haben nur einen begrenzten Aussagewert, und jedwede persönliche „rationale“ Vorwahlen (Ausbildung, Einkommen, Größe, Gewicht) sind im Grund genommen keine wirklichen Lebensmaßstäbe. Es ist also absolut notwendig, sich intuitiv zu entscheiden, weil sogenannte „objektive“ Kriterien gar nicht zur Verfügung stehen.

Schräge Beziehungen auf Geld- und Machtbasis aushalten?

Lediglich Menschen mit Raffzahn-Charakter werden sich „rational“ für Ruhm, Macht und Einkommen des Partners entscheiden – und dabei fallen sie eben oft auf die „Nase“. Mit anderen Worten: Wer sich soweit erniedrigt, aus Habgier und andere niedrigen Motiven eine Partnerschaft einzugehen, muss sie emotional auch „aushalten“ können – das ist die übliche Art des Verhaltens von Frauen, die sich alleine an Wohlstand und Status des Partners orientieren. Insofern muss in einem eigenartigen Licht erschienen, was kürzlich „Friendscout24“ in einer Pressemitteilung veröffentlichte.

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