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Kontra Betreuungsgeld – der Ton muss noch schärfer werden

Die sächsische Sozialministerin hat den Knackpunkt des Betreuungsgeldes ausgesprochen, ohne sich dessen bewusst zu sein: Es sei eine „Anerkennung der Erziehungsleistung, anstelle der Inanspruchnahme eines Krippen oder Kitaplatzes.“ Dabei ist der wesentliche Punkt angesprochen worden, der eben gerade nicht in Ordnung ist:

– In einer Krippe oder Kita findet beinahe unter Garantie außer der Betreuung auch noch eine soziale und intellektuelle Ausbildung statt.
– In der Familie ist dies Glückssache: Hat das Kind Glück und wird ein eine schöne Lebensumgebung hineingeboren, und hat es kompetente Eltern, dann findet tagsüber eine Erziehungsleistung statt. Hat es Pech, dann bieten ihm die Eltern eine abscheuliche Lebensumgebung, die nicht einmal sozial, geschweige denn emotional oder intellektuell kompetent sind.

Geld hinterherwerfen – ohne zu wissen, wo es landet

Mit anderen Worten: Der Staat verstreut Geld, von dem er nicht weiß, wo es landet – und die Frage ist doch bitte: Wem ist damit gedient? Möglicherweise Frauen, die auch bei besten Anstrengungen keine Arbeit finden, aber dennoch halbwegs kompetente Partner ihrer Kinder sind – bei ihnen könnet man einen sozialen Nutzen vermuten. Übrigens – auf die neue „Herdprämie“ für Frauen (denn das ist sie in Wahrheit) haben Paare nach vorliegend Informationen sogar dann, wenn beide arbeiten.

Herdprämie? Kaum jemand will sie wirklich

Wer sonst braucht die „Herdprämie“? Jedenfalls nicht die Ehepaare in der Plattensiedlung, bei denen beide stolz auf ihre Arbeit sind und unter den teils enorm hohen, geradezu unsozialen Tarifen der Kitas leiden (darüber redet merkwürdigerweise niemand). Und die anderen, die in den Villen droben auf den Hügeln leben und in anspruchsvollen Positionen die Wirtschaft des Landes voranbringen? Sie lachen über diese „Peanuts“, die ihnen vielleicht hilft, das Au-pair-Mädchen oder eine andere Hausangestellte zu bezahlen. Ein Großteil dieser Paare bringt die Kinder ohnehin in privaten Kitas unter – noch teurer, aber dafür mit der Gewissheit, dass diese Einrichtungen weltanschaulich neutral sind.

Verbale Abrüstung im Streit um das Betreuungsgeld, so wie es die sächsische Ministerin jetzt fordert? Im Gegenteil: Der Ton muss noch schärfer werden. Gegenwehr ist angesagt gegen sinnlose Sozialprojekte, die den Namen „sozial“ überhaupt nicht verdienen, sondern lediglich zum Aufpolieren des Egos einiger bayrischer CSU-Größen dienen.

Kein Nutzen des Betreuungsgeldes für neue Familien und Alleinerziehende

Partnersuchenden und Menschen, die Familien gründen wollen sowie Alleinerziehenden, die typischerweise zu den Stiefkindern der Familienpolitik gehören, haben keinerlei Nutzen von alldem – sie werden bestenfalls den Schaden haben, weil das Geld ja von irgendjemandem wieder hereingeholt werden muss, das hier sinnlos unter das Volk gestreut werden soll.

Mehr und bessere Kitas? Sinnvollere Betreuung? Sinnreichere Grundschulen? Einheitliche Bildung in Deutschland? Mehr Förderung für junge Familien gegenüber saturierten Familien? Eine neue Form der „Gerechtigkeit“ für Alleinerziehende? Nein, das wird nicht kommen. Vermutlich geht auch keine einzige Frau zusätzlich „hinter den Herd“, und so versickert wieder einmal viel Geld im Gulli.

Neu ist dies ja nun gerade nicht in der deutschen Familienpolitik.

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