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Frauen entdecken die Lust an der Untreue

Die starke Frau: Judith

Der zweite Teil von zwei Teilen über Treue, Seitensprünge und die Zukunft von Seitensprungagenturen

Die Lust wird befriedigt – möglichst sofort

Machen wir nach den Betrachtungen über die Vergangenheit einen Sprung in die heutige Zeit.

Was wir zunächst vergessen sollten: die aktuelle, populistische Diskussion darum, wie Frauen „sind“ oder besser, wie sich Frauen wünschen würden, dass Frauen so wären. Je mehr sich Frauen Freiräume in der Sexualität freigemacht haben, umso mehr erschrecken sie darüber – aber es sind nicht die gleichen Frauen, die sich zur aktiven und unbefangenen Sexualität befreit haben und jene, die sich darüber erschrecken und deshalb das alte Emanzipationsbild wieder hervorkramen. Nicht ganz überraschenderweise leben wir in einer Gesellschaft, die sich im Übergang befindet, und in der mehrere Frauenbilder (auch bei einzelnen Frauen) parallel existieren. Die vor-emanzipierte Frau will dem Prinzen in den Arm fallen, die alt emanzipierte Frau kämpft gegen einen angeblichen „Sexismus“ und die neu emanzipierte Frau sieht sich selbst als Wesen, das all ihre Eigenschaften einsetzt, um Erfolg, Glück und sicherlich auch Lust am Sex zu haben. Welche Rolle Männer für sie spielen, ist relativ beliebig geworden.

Macht ist das Schlüsselwort zum selbstbestimmten Sex

Objektiv gesehen, gewinnen Frauen an Macht, mit der Macht steigt das Selbstbewusstsein, und mit dem Selbstbewusstsein geht die sexuelle Selbstversorgung einher. Machen wir uns doch bitte nichts vor: Die selbstbestimmte Singlefrau mit engem Terminkalender fragt doch nicht mehr nach romantischen Zufällen. Ihre Lust wird aus der Nachttischschublade befriedigt, und wenn es einmal etwas Fleischliches sein soll, dann hat sie dafür geeignete Telefonnummern – und für den Fall, dass nun eine Beziehung gewünscht wird, gibt es Partneragenturen. Lebt sie in einer Beziehung, so lebt sie ja nicht ausschließlich in dieser Beziehung, so wie es ihre Großmutter vielleicht noch tat – sie lebt im Leben, unter anderen Frauen und Männern, von denen mindestens einige auch als Lover infrage kämen. So gute wie alle Frauen, die ich sprechen konnte, legten es nicht darauf an, eine Affäre zu haben – sie ergab sich einfach aus der Situation, und es wird sich für sie auch in Zukunft aus diversen Situationen ergeben.

Haben Seitensprungportale wirklich eine Zukunft?

Es mag sein, dass Seitensprungportale in Zukunft einen Teil der weiblichen außerehelichen Bedürfnisse abdecken werden – sozusagen als Ersatz für die nicht vorhandenen und weiterhin verpönten Bordelle für Frauen – dies würde gegen meine These sprechen. Aber gerade diese Portale haben immer noch mit einer Schwelle zu kämpfen: Unter Menschen, die beide aus dem Alltag in eine intime Beziehung eintauchen, muss erst einmal eine gewisse Übereinstimmung erreicht werden – auch für schnelle Affären muss die Chemie stimmen, sonst entsteht nicht einmal ein ONS, geschweige denn eine Affäre.

Zwei unprofessionelle Liebhaber kommen willkürlich zusammen

Wer jetzt wissen wollte, welche Gegebenheiten bei zwei nicht-professionellen, lustbetonten Personen gegeben sein müssen, um das Spiel der Liebe erfolgreich zu Ende zu spielen, müsste tief in die Theorie der Spiele einsteigen – aber das tut niemand. Zu vermuten ist jedenfalls, dass sich beide Partner Rahmen eines Spiels emotional davon überzeugen müssen, dass es nichts Erfüllenderes geben könne, als jetzt und hier miteinander zu schlafen.

Rettungsring Geschlechterdifferenzen für Ideologen?

Oh bitte – wo sind sie denn, die Differenzen zwischen Frauen und Männer, die jetzt von einer gewissen Fraktion lauthals eingefordert werden? Die Antwort ist einfach: Sie existieren kaum. Jahrzehntelange Genderforschung, oft ideologisch überfrachtet, ruht still auf dem Müll der Zeitgeschichte. Oder doch nicht? Gerade in der Zeit, in der wir aufdecken, dass Selbstbewusstsein der Faktor ist, der unsere sexuellen Bedürfnisse nach außen trägt, versuchen uns eitle Schwätzer wieder davon zu überzeugen, dass Frauen und Männer völlig verschieden sind. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die haltlos im Meer treibenden ideologischen Schiffbrüchigen nach einem Rettungsring suchen. An Genderproblemen kam man sich wirklich außerordentlich gut festhalten, wenn einem der innere Halt fehlt.

Lesen Sie dazu bitte auch: Untreue ganz nüchtern und den ersten Teil des Artikels: Treue als falsch verstandene Romantik?

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