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Der virtuelle Seitensprung – harmlos oder höchst gefährlich?

Die Saarbrücker Zeitung greift heute ein interessantes Thema auf: den virtuellen Seitensprung.

Die Tatsache, dass man sich über Briefe, Telefongespräche und E-Mail auf virtuelle Seitensprünge einlassen kann, ist nicht neu. Seit Beginn der Internet-Zeiten ist der „virtuelle Seitensprung“, der seither auch „Cybersex“ genannt wird, allerdings höchst populär geworden. Nicht nur gebundene Herren, auch verheiratete Damen flirten seither aufs Heftigste in sogenannten Erotik-Chats. Dabei geht es darum, einen Chatpartner so zu begeistern, dass er sich auf einen Privatchat einlässt, wobei dann Fantasie gefragt ist, denn der gesamte Geschlechtsverkehr wird ja per Tastatur abgewickelt.

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Nun hat die Presse das Thema entdeckt, und Auslöser ist das Aufkommen sogenannter Seitensprungportale, auf denen häufig keine realen Seitensprünge stattfinden, sondern Cybersex gesucht und gefunden wird. Das ist der „kleine Kick zwischendurch“, den viele einsame Frauen und Männer nutzen, um sich tagsüber zu vergnügen. Anders als beim Telefon- oder Camsex sind Frauen bei diesen Portalen nicht ausschließlich als „Dosenfutter“ für die geile Männerwelt tätig, sondern setzen durchaus auch auf die Karte „Lustgenuss durch Fantasie“.

Die Zeitung fragte sich nun, wie diese „virtuellen Seitensprünge“ zu bewerten seien. Zunächst bekommt man den Eindruck, sie würden als relativ harmlos eingestuft. Dabei lässt man die Paarberaterin Claudia Hargesheimer mit folgendem Zitat zu Wort kommen:

Man kann sich in die virtuelle Welten begeben und aktiv sein, ohne wirkliche Konsequenzen für das Tun tragen zu müssen.

Ist das Ganze also ein Spiel mit realen, aber beziehungsungefährlichen Personen, ähnlich wie beim Telefonsex? Nun, die Paarberaterin glaubt nicht daran.
Sie sieht düstere Wolken aufziehen, denn aus ihrer Sicht wird der virtuelle und der körperliche Seitensprung gleich bewertet. Dazu noch einmal die Beraterin:

Spätestens, wenn der Partner den Seitensprung bemerkt und die emotionale Katastrophe ihren Lauf nimmt, wird entweder eine Paartherapie oder die Trennung notwendig.

Nun würden wir hier bei der Liebepur den Begriff „emotionale Katastrophe“ vielleicht nicht so inflationär verwenden, was aber auffällt, ist doch, wie sehr der rein virtuelle Kontakt zwischen Frauen und Männern bereits als schwerwiegend angesehen wird.

Dies wirft viel Licht auf die Frage, wo der Seitensprung beginnt, und welche Gefühle er wachruft. Abgestuft kann man sagen: Ist Flirt bereist ein erotischer Kontakt? Kann Cybersex ernsthaft als Seitensprung eingestuft werden? Ist der intime Kontakt von Frau zu Frauen für den Mann ein Seitensprung? Wie verhält es sich mit Telefon- und Videosex und letztendlich mit Bordellbesuchen? Kann Duldung und „darüber hinwegsehen“ sinnvoller sein als hysterische Ausbrüche, wenn der Fall der Fälle eintritt? In einem Satz: Wie reagiert man darauf, nicht der/die Einzige zu sein?

Zudem fällt ein Schlagschatten auf die Geschlechterrollen: Frauen sind bekanntermaßen „offiziell“ immer schnell bei der Hand mit der Empörung über offenkundige Flirts, sanfte Küsse oder erotische Kontakte Ihrer Männer, doch beweisen zumindest neuste Statistiken, dass dies alles nur Fassade ist, um die eigenen Wünsche nach Seitensprüngen und tatsächlich ausgeführte Seitensprünge zu verschleiern.

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