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Die Woche in Dating: Fairness, Nikolaus und Jungfrau Maria

Die Woche in Dating: Da bleibt kein Auge trocken, wenn Weihnachten vor der Tür steht. Die Fernsehmacher betrommeln uns täglich damit, was sie für Weihnachten alless an Unterhaltung eingekauft haben und entschuldigen damit das dünne Programm, das sie derzeit bieten. Die Engel und Weihnachtsmänner rauschen nur so vorbei, überall dröhnen einem diese Kitschlieder ins Hirn, und nur sehr selten tun wir das, was wir Weihnachten eigentlich tun sollten: Zur Besinnung kommen und uns auf die Wende zum neuen Licht vorbereiten. Doch zurück zum Dating.

Passt Lustgenuss zur Partnersuche?

Die Liebepur hat diese Woche darüber nachgedacht, ob Casual Dating und seriöse Partnersuche eine Kooperation eingehen sollten – nachdem bereits seit Längerem bekannt wurde, dass die Partneragentur „be2“ eine Allianz mit „C-Date“ eingegangen ist. Das Fazit: Bei heutigen Frauen kommt dieses Modell sehr entgegen: Erst ausleben, dann heiraten. Ob ich das für gut oder schlecht halte, spielt keine Rolle – es ist eben so. Weitaus uninteressanter ist, meiner Meinung nach, die Kombination von Single Börse und Casual Dating – hier findet bestenfalls eine Verlagerung statt. Sie werden in meinem Artikel noch mehr Überraschungen finden.

Lohnt sich das „Zahlen pro Kontakt“?

Was ist eigentlich „Fairness“? Die Straßenbahnfahrkarte für 2 Euro anzubieten oder die Monatskarte für 50 Euro? Sie werden sagen: Kommt drauf an, wie oft man fährt. Das stimmt, gilt aber nur für Straßenbahnen und nicht für Singlebörsen und Erotik-Dating. Die Liebepur hat die angebliche „Fairness“ des „Zahlens pro Kontakt“ rein rechnerisch untersucht und festgestellt: Das hat nichts mit Fairness und Einzelfahrscheinen zu tun – das ist eine Art Roulette. Denn der namhafte Unterschied zur Straßenbahn ist der: Bei der Straßenbahn weiß man, wo man ankommt – beim „Zahlen pro Kontakt“ nicht.

Frauen und Dating in der Presse – wie man Albernheiten verbreitet

Wer über Sexismus schreibt, sollte wenigstens gründlich recherchieren. Das tat die Kolumnistin der Zeitschrift „Freitag“ nicht und fiel prompt mit Ihrer Meinung über Sexismus auf Datingseiten herein – macht ja nichts, ist ja „nur“ Presse. Ähnliche Albernheiten auf höchstem Niveau – diesmal nach Schweizer Art – fand ich im „Tagesanzeiger“. Ach, was haben es die armen, armen Frauen doch schwer beim Dating – zwei Krokodilstränen von der Liebepur für diesen höchst überflüssigen und ärgerlichen Artikel, den ich kommentierte.

Luftnummer: Warum sind Flugbegleiterinnen so beliebt?

Die Umfrage der Woche hinterlässt – wie fast alle Umfragen – einen zwiespältigen Eindruck: Angeblich wollen fast alle Partnersuchenden Frauen und Männer Akademikerinnen und Akademiker. Bei den Frauen werden vorzugsweise Medizinmänner und Seelenklempner sowie Architekten gesucht, wenn man einer Umfrage glauben will. und Die Männer wollen aber auch Flugbegleiterinnen aka Stewardessen aka Saftschubsen. Da passt etwas überhaupt nicht, denn Hotelfachfrauen (ein durchaus ähnlicher Beruf) wurden abgewertet. Wissen die Männer vielleicht doch nicht, was sie wollen?

Erfolge und Misserfolge

Sehr schwärmerisch hatte neulich „Tech Crunch“ BADOO vorgestellt – ich hatte mich dafür interessiert, wie BADOO eigentlich funktioniert. Fazit: Das Prinzip ist ganz witzig. Man bietet fast nichts, aber das umsonst und verkauft zu Discount-Preisen Zusatzleistungen, von denen man am Anfang nicht weiß, was sie am Ende bringen.

Wer mit seinem Dating-Erfolg unzufrieden ist, sollte häufiger über Sprechstil und Sprechweise nachdenken meinte „Macht Patch“ – und hat damit selbstverständlich recht. Ich habe dies zum Anlass genommen, auch noch etwas zu der neuen, dümmlichen OK-Manie zu schreiben.

US-Medien trauen sich an „Casual Dating“ heran.

Die US-amerikanischen Medien, die bisher eher vermieden haben, über „Casual Dating“ zu berichten, brummen jetzt voll auf das Thema auf und erklären Leserinnen und Lesern, was so „abartige“ Begriffe wie ONS oder „Booty Call“ bedeuten.

Nikoläuse profan und Jungfrauen religiös

Bei uns fehlte selbstverständlich auch der übliche Artikel zum Nikolaus nicht – wirklich einer der „süßesten“ Tage, um Frauenherzen anzurühren. Was für vom Nikolaus aka „Sunnerklus“ lernen können, dürfte den Rosinenpickerinnen und Rosinenpickern mal wieder gar nicht gefallen. Fazit: Geben ist seliger als nehmen, und arrogante Frauen steckt sogar der Nikolaus in den Sack.

Ich habe diese Woche etwas zur Religion gesagt, und ich will, es hier noch einmal verdeutliche, was ich meine. Sehen Sie, mir gefällt nicht sonderlich, dass die Katholiken „Mariä Empfängnis“ gestern als „christliches Fest“ feierten, weil dies nach meiner Auffassung eine pseudo-religiöse Interpretation ist, die mit Christentum nichts zu tun hat. Aber das bedeutet nicht, dass ich die Religion so „vorführen“ würde, wie dies eine Dating-Agentur getan hat: Es ist nicht nur ekelhaft, ein Date mit der „Jungfrau Maria“ anzubieten, sondern auch ekelhaft, sie außerhalb der Satire so darzustellen, wie es diese Dating-Agentur tat – und weiterhin tut.

Marginalien

Cartoons sind ja selten im Dating – ich selbst hätte gerne welche – und ich habe deshalb einmal die Cartoons von Loverty veröffentlicht. Viel Spaß mit Paul und Paula.

Was unter den Teppich gekehrt wurde? Das ganze Adventsgedöns und warum Sie jetzt unbedingt Weihnachtsmärkte besuchen sollten oder sich ersatzweise sofort bei Dating-Agenturen anmelden müssen, damit Sie Weihnachten nicht allein sind. Merke: Partnersuche ist eine längerfristige Angelegenheit. Selbstverständlich können sie sich jetzt bei einer Partneragentur oder Singlebörse anmelden – das hat durchaus Sinn, weil Sie dann in Ruhe überlegen können, wie Sie sich an die Partner(innen) heranrobben wollen – nur bitte nicht mit der Perspektive, Weihnachten mit ihr(ihm) im Bett zu verbringen. Übrigens, Presseleute, auf ein Wort: bevor Sie immer wieder nachdrucken, was Ihnen einfältige PR-Fritzen schicken -fragen Sie doch mal die Liebepur, was dran ist an den dort aufgestellten Behauptungen.

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