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Absagen – persönlich nehmen oder nicht?

Nimm es nicht persönlich, aber dein Verhalten ist einfach unmöglich“ – wenn es schlechte Kommunikation gibt, dann manifestiert sie sich in diesem Satz. Natürlich soll man es „persönlich“ nehmen, und die massive Kritik, die dahinter steht, soll durch den Larifari-Satz „nimm es nicht persönlich“ abgemildert werden.

Absage ist nicht gleich Absage

Ich las gerade, dass man Absagen auf Kontaktwünsche „auf keinen Fall persönlich nehmen“ solle. Dazu wären ein paar Worte zu sagen:

1. Das Schweigen auf eine erste E-Mail oder die Absage auf eine erste E-Mail sollte den partnersuchenden Single überhaupt nicht interessieren. Besonders Frauen zwischen 25 und 35 und Männer über 50 bekommen so viele E-Mail, dass sie sorgfältig wählen können – der Zufall spielt hier oft die einschneidendere Rolle als die Persönlichkeit.
2. Wenn man bei einer Partneragentur gelistet ist, verhält sich die Sache genauso: Die Übereinstimmung wurde mit technischen Methoden ermittelt, und nach den Überlegungen der Partneragenturen haben damit beide Ähnlichkeiten, die sie zueinander führen könnten. Das bedeutet keinesfalls, dass man auch erwählt wird, nur die Chancen sind hier etwas größer.
3. Anders zu beurteilen sind die „Absagen an die Partnerschaft“ nach dem ersten Date. Sie sollten durchaus „persönlich genommen“ werden, aber man muss auch bedenken, dass es sich um zwei Persönlichkeiten handelt. Beide wollen „persönlich“ das Beste für sich selbst – und einer glaubt eben, es nicht zu bekommen.

Lassen Sie mich dies zusammenfassen:

Online-Dating beginnt mit einem Spiel

Dating im Internet ist solange ein Spiel, bis es zu einem Kontakt kommt, bei dem beide Seiten Interesse zeigen. Vorher hat das Spiel kaum etwas mit irgendwelchen „persönlichen“ Belangen zu tun. Es ist also falsch, irgendwelche Erwartungen zu haben, dass „die eine Person“ sich meldet oder gar das Herzblut in eine E-Mail zu legen.

Erste Bindungen durch Interesse aneinander und ein Telefonat

Erste Bindungen entstehen durch den Austausch weiterer persönlicher Informationen, die zwar nicht tief gehen müssen, aber deutlicher sein müssen als das Profil. Wird eine solche Bindung nicht innerhalb von maximal drei E-Mails und einem Telefongespräch nicht vertieft, sollte man die Brücken abbrechen. Bereits beim Telefongespräch sollte ein Date vereinbart werden, es sei denn, dies sei aus Gründen der Entfernung oder des beruflichen Engagements nicht sofort möglich. Allerdings sollet das Date auch dann innerhalb von maximal zwei Wochen stattfinden. Lösen Sie sich schnell von Frauen und Männer, die eine „Hinhaltetaktik“ verwenden – sie haben zumeist auch noch andere schlechte Persönlichkeitseigenschaften.

Die Gretchenfrage beim ersten Date

„Sag, wie halten wir es nun miteinander“ – diese Frage sollte gegen Ende des ersten Dates tatsächlich in der einen oder anderen Form gestellt werden. Wer sie nicht stellt, fürchtet sich vor ihr, und das ist ganz schlecht. Nur in sehr wenigen Fällen kann eine selbstbewusste Person nicht sagen, ob und wie es weitergehen soll, und dann sollte die Verzögerung auch begründet werden können. Tipp: Riskieren Sie eine Absage – umso schneller können sie im Fall der Absage ein neues Date mit einer anderen Person eingehen.

Absagen „persönlich nehmen“?

Wie „persönlich“ sollten Sie Absagen denn nun nehmen? Ich darf Ihnen aus langjähriger Erfahrung raten: „Ich sich zu gehen“ ist nur in den wenigen Fällen nötig, in denen Sie Ihr Verhalten ganz und gar ändern sollten. Im Fall einer Absage ist es viel häufiger die andere Person, die „persönliche Gründe“ hat, warum sie sich eine Beziehung mit Ihnen nicht vorstellen kann. Falls Sie ein goldenes Wort dazu benötigen:

Während eines Dates verschwinden die Illusionen über eine Person, und die Realität des möglichen Zusammenlebens tritt hervor.

Aus diesem Grund wird Ihnen kaum jemand die Wahrheit über die Absage verraten, und glauben Sie mir: Es ist oft genau so schwer, abzusagen wie eine Absage zu erhalten.

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