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Warum Sie mit Allerweltsthemen (Small Talk) beim Date versagen

Dan Ariely ist es zu verdanken, dass neue, innovative Ideen in die Partnersuche kamen. Doch obgleich diese Ideen längst veröffentlicht wurden und die Forschungsergebnisse von Dan jederzeit auf einfache Art erprobt werden können, hören wir wenig davon.

Das mag zum einen daran liegen, dass sich Dan auf das US-amerikanische Dating bezieht, dass im Grunde ein lächerliches Pokerspiel zwischen Frau und Mann ist. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass „nicht sein kann, was nicht sein darf“, oder mit anderen Worten: Professor Ariely hat recht, aber die „gute Gesellschaft“ mit all ihren Briefkastentanten und besserwisserischen Ratgeber-Spalten unterstützt eher eine Etepetete-Gesellschaft. Sie sieht „gutes Benehmen“ darin, sich bei Verabredungen möglichst als hirn- und emotionsloses Neutrum darzustellen, dass brav „Pfötchen geben“ kann und sonst gar nichts.

Wir erinnern uns?

- Die Empfehlungen gehen in der Regel dahin, Small Talk zu betreiben – vom Wetter über die Ausbildung, die Hobbys und den Urlaub bis hin zum beruflichen Werdegang.

Datiing als Nullsummenspiel – kein Gewinn für Niemanden

Was dabei herauskommt, ist ein Nullsummenspiel. Lediglich diejenigen unter uns, die „zwischen den Worten“ aus dem Gesagten etwas heraushören können, und diejenigen, die sich auf analoge Kommunikation verstehen (Mimik und Gestik erkennen), werden mehr über den Partner erfahren, allerdings immer noch viel zu wenig.

Das Prinzip soll bewirken, ja nichts „Heikeles“ anzurühren, insbesondere keine erotischen, politischen, weltanschaulichen oder religiösen Themen, keine Beziehungsvergangenheit, keine persönlichen Schwierigkeiten, die man durchlebt hat, und keinerlei Gefühle.

Dummheiten über Dates werden massenhaft verbreitet

Man muss sich einmal vergegenwärtigen, wie dumm solch eine Meinung ist. Besteht das gesamte Date daraus, Nichtigkeiten auszutauschen, dann hätte man sich die Zeit wahrhaftig sparen können und in ein Konzert oder auf einen Rummelplatz gehen. Wer einen Partner sucht, kann nur aus der Lebens- und Beziehungsgeschichte entnehmen, ob es einen „Haken“ zu einhaken oder ausklinken gibt. Niemand verlangt, sich verbal ganz „auszuziehen“, aber jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, ein Minimum an Wahrheit über die Person zu erfahren, die eine Beziehung sucht.

Gegenwart und Zukunft gehören zum Gespräch

Was für die Vergangenheit gilt, muss auch für Gegenwart und Zukunft gelten: „Jetzt bin ich hier – dort will ich hin, und das möchte sich so machen – könntest du dabei mitmachen?“ Der Satz ist selbstverständlich sinngemäß gemeint – er soll nur dazu dienen, Sie anzuregen. Sich Gedanken zu machen, was wichtig ist und was nicht.

Selbst intimste Fragen hatten mehr Erfolg als Small Talk

Man muss nicht soweit gehen wie Professor Ariely – er ließ Fragen stellen, die nach Meinung sogenannter „Datingexperten“ absolut Tabu waren:

- Wie viele Liebespartner hattest du?
- Wann war deine letzte Trennung?
- Hast du irgendwelche Geschlechtskrankheiten?
- Hast du schon mal jemandem das Herz gebrochen?
- Was denkst du über Abtreibungen?

Ich gebe Ihnen diese Fragen hier zur Kenntnis – und wahrhaftig nicht, damit XSie sleber solche Fragen stellen. Ich muss Ihnen aber sagen, dass exakt diese offensiven Fragen effektiver waren und und zu sinnreicheren Begegnungen führten als der Small Talk.

Frage, die Ihnen wirklich nützen beim Date

Fragen können Sie aber jederzeit:

- Wo glaubst du, in sechs Monaten (Jahren) zu sein?
- Was ist für dich wahre Liebe?
- Was war dein größtes Wagnis?
- Wie lange liegt deine letzte Beziehung zurück?
- Was findest du gut daran, Single zu sein?

Um es deutlich zu sagen: Jedes Date, an dem nur Small Talk geredet wird, bedeutet sinnlos verschwendete Zeit. Solche Dates sind also weder ökonomisch sinnvoll, noch romantisch, noch effektiv, ja nicht einmal unterhaltsam. Also: lassen Sie es – gehen sie zu Dates mit Emotionen, Ansichten, Überzeugungen und Meinungen, und dosieren Sie diese so, dass Sie ihr Partner akzeptieren kann.

Die Liebepur war eine der ersten Medien, die über das Thema berichtete – unter dem Titel „Tabu Themen sind gar nicht Tabu“, und zwar am 27.09.2010. Am 08.09.2010 erschien der erste Artikel zum Thema in der „Harvard Review“. Gerade berief sich das eHarmony Blog auf diesen Artikel.

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