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Kennenlernen – nicht jeder will das Gleiche

Die „alte“ Kennenlern-Kultur ist längst im Eimer – wenn man als „alt“ einmal ansieht, dass man sich auf dem „Schwof“ kennenlernte, also bei dörflichen und städtischen Tanzveranstaltungen. Die „feine bürgerliche Familie“ übte bis weit in die 1960er Jahre hinein heftige Kritik, wenn der Sohn oder (ganz schrecklich) die Tochter eine „Tanzbodenbekanntschaft“ mit heimbrachte.

Die Frage „wo soll man sich eigentlich kennenlernen?“ wurde zu einer heiklen Frage, seit die „Verstädterung“ begann und sie wurde spätestens zu einem Massenphänomen, als die bürgerliche Blütezeit mit Ende des Ersten Weltkriegs zusammenbrach.

Kennenlernen – ein Frage der Gelegenheiten

Seither ist „das Kennenlernen“ zu einer Frage der „Gelegenheiten“ geworden. Generell gab es dafür zwei Wege:

– Bei bereits bekannten Menschen einen Partner finden
– Unerkannte Menschen aufsuchen, um dort einen Partner zu finden.

Der Single – wirtschaftlich stark, emotional schwach

Je mobiler die Menschen wurde, je größer die Einwohnerzahl der Städte wuchsen, und je mehr die alten Strukturen des Standesdenkens zurückgingen, umso größer wurden die Möglichkeiten, einem bislang völlig fremden Menschen zu begegnen, den man heiraten würde. Etwa in gleichem Maße, in denen die Möglichkeiten wuchsen, ging aber die Bedeutung der ehemaligen „Balzplätze“ zurück: Der typische urbane „Single“ entstand – wirtschaftlich stark und emotional vernachlässigt, rastlos auf der Suche aber ohne wirklich bevorzugte Orte, an denen man einander begegnen konnte.

Die Suche nach dem Unbekannten – fast um jeden Preis

Dieser Single muss nun aber tatsächlich fast um jeden Preis unbekannte Menschen aufsuchen, um dort seinen Partner zu finden: „Der Bekanntenkreis“ eines 35-jährigen Mannes dürfte heute kaum noch viele infrage kommende weibliche Singles enthalten. Selbst wenn es einige wenige Exemplare geben sollte, dann sind darunter nicht unbedingt die passenden, und wenn sie passen, dann ist die Sympathie nicht groß genug, um zueinanderzufinden.

Aus dieser Sicht ist es ganz selbstverständlich, dass Partnersuchende auf Medien, Single-Veranstaltungen, Single-Datenbanken, Online-Partnervermittler und in sehr beschränktem Umfang auch auf traditionelle Partnervermittler bauen.

Die Partnersuche an der Bar als Beispiel -wahrscheinlich endet sie im Bett

Mit der Suche nach einem bisher Unbekannten im Internet sind ungeheure Chancen und geringfügige Risiken verbunden. Wenn sich eine Frau sich hingegen in einer Bar anquatschen lässt, muss sie damit rechnen, schnell im Bett zu landen. Wenn sie das nicht weiß oder nicht will, dann sucht sie ihre Bekanntschaften nicht in Bars. Sucht eine Frau also in Bars, so ist es äußerst wahrscheinlich, dass sie dort keinen Ehepartner findet. Wie aber ist es im Online-Dating?

(es geht noch weiter …)Prinzip der Partnersuche: Vier Stufen führen zum Partner

Wer sich ins Online-Dating begibt, der geht ganz automatisch wieder in die „freie Partnersuche“, und die bedeutet:

– Ansehen,
– Interessieren,
– Vorschlagen
– Entscheiden.

Nicht alle Menschen haben gleiche Vorstellungen von Partnerschaft

Jeder Partnersuchende, der diesen Weg geht, muss sich klar darüber werden, dass es in der Liebe höchst unterschiedliche Vorstellungen von „Gemeinsamkeiten“ gibt, und dass es nicht sicher ist, ob die „dauerhafte Partnerschaft“ oder die „Ehe“ immer das Ziel der Begegnungen ist. Es heißt lediglich, dass man (hoffentlich) Single ist und glaubt, irgendwann einmal mit einer geeigneten Person eine Beziehung einzugehen. Es heißt nicht, dass die Person jetzt und hier um jeden Preis eine Beziehung mit Ihnen sucht, die früher oder später zur Ehe führt.

Wenn einer von beiden (oder gar beide) die Ehe anstreben, werden sie dies auch kaum beim ersten Date sagen. Vom Heiraten zu reden, ist auch beim festen und unverbrüchlichen Beziehungswunsch nicht sofort angebracht, und wer es dennoch tut, setzt den anderen unter Zugzwang.

Zum Abschluss will ich Ihnen noch das Beispiel eines Dialogs zeigen. der zwischen einer 38-jährigen Frau und einem 41-jährigen Mann stattfand und absolut authentisch ist – urteilen Sie bitte selbst:

Frau: „Könnten Sie sich denn vorstellen, einmal wieder zu heiraten?
Mann: „Nach einiger Zeit des ausführlichen Kennenlernens, und wenn auch der äußerliche Rahmen stimmt, so würde ich sagen ‚warum eigentlich nicht?‘“
Frau: „Aber sie sind sich nicht sicher, dass sie jetzt heiraten wollen?“
Mann: „Wenn ich Sie heiraten wollte, müsste ich Sie doch erst einmal ausführlich kennenlernen, das braucht seien Zeit.“
Frau: „Wie viel Zeit?“
Mann: Nach meinen Erfahrungen benötigt man schon mindestens ein Jahr, um eine solche Entscheidung zu treffen …“
Frau: „Dann kommt es nicht infrage. Wissen Sie, ich werden bald 39, und wenn Sie sich erst noch ein Jahr entscheiden müssen, dann ist es schon fast zu spät für ein gemeinsames Kind“

Wie gut, dass sie darüber gesprochen haben, nicht wahr?

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