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Gib mir deine Telefonnummer …

Eine aktuelle Umfrage unter be2-Mitgliedern setzt sich damit auseinander, wann man „nach der Telefon-Nummer fragen“ soll. Demnach gibt ein Viertel der Mitglieder die Telefonnummer nach ein bis zwei Nachrichten preis. Nachdem das be2-Blog noch weitere statistische Zahlen aus der Befragung veröffentlicht, wird letztlich empfohlen, die Telefonnummer „nach vier Nachrichten“ preiszugeben, also bei der fünften Nachricht. Dies sei der „perfekte Zeitpunkt“ für den nächsten Schritt. Dazu warnt be2 noch: „Erstaunlicherweise sind genau die Singles am längsten be2-Mitglieder, die am schnellsten nach der Nummer fragen und weiterhin behauptet be2, die Erfolgsgeschichten würden bestätigen, dass sozusagen die fünfte Email der richtige Zeitpunkt wäre, die Telefonnummer zu nennen.

Was sagt die „Liebepur“ dazu? Nun, zunächst ist man gegen solche Zahlen und die daraus resultierenden Behauptungen natürlich machtlos. Doch bei näherem Hinsehen fällt auf, dass die Anzahl der hin- und hergehenden Email im Grunde gar keine Rolle spielt. Wenn jemand seinen Wunschpartner qualifiziert anspricht, und dieser ebenso qualifiziert antwortet, ist in der Regel nach der „zweiten Runde“ alles so weit geklärt, dass wenigstens ein Telefongespräch zur Vertiefung möglich sein sollte. Dabei kann man durchaus (jedenfalls als Mann) bereits in der zweiten E-Mail schreiben: Wenn Sie mich gerne anrufen und mehr über mich erfahren würden: „Meine Telefon-Nummer ist …“. Dann liegt der „Ball“ bei der Frau, und viele Frauen haben genau diese Situation recht gerne.

Das Zurückhalten der Telefonnummer und das „unendliche Mailen“ wird von der Liebepur als kontraproduktiv eingeschätzt. Wer wirklich vier Mal qualifiziert mailt, und dies mit fünf Kandidatinnen oder Kandidaten, hat einen Zweitjob, der mehr als anstrengend ist – und der nirgendwo hinführt. Wer sich wirklich beim dritten Email noch nicht einmal entscheiden kann, telefonisch miteinander in Kontakt zu treten, sollte sich eigentlich fragen lassen, was den „nun noch passieren“ muss.

Wer viele Email benötigt, um auch nur seine Telefonnummer preiszugeben, steht stets in Verdacht, etwas zu verheimlichen. Hinzu kommt noch die Vermutung der Empfänger, lange „hingehalten“ zu werden, weil erst noch andere Kandidaten „abgearbeitet“ werden müssen.

Wir meinen also:

– Nicht mit der Tür ins Haus fallen. Das erste Email dient der Kontaktaufnahme und soll lediglich Interesse wecken.
– Kommt eine qualifizierte Antwort, und will der Partner mehr wissen, dann darf man seine Telefonnummer sofort preisgeben – vor allem als Mann. Dies wird von vielen Frauen sogar erwartet.
– Ist die Antwort nichtssagend oder eher ein „Getändel“, so versucht die Senderin oder der Sender, den Partner in „Parkposition“ zu stellen. Dann sollte man überlegen, ob sich der weitere Email-Austausch überhaupt lohnt.
– Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber nicht der aufdringliche Spatz, der alles in sich hineinmampft. Das bedeutet: Auf qualifizierte Anfragen mit aussagefähigen Details stets sofort antworten und die Telefonnummer durchaus sofort geben.
– Das Ziel des Online-Datings ist nicht das sinnlose Getändel, es sind Dates, Dates und nur Dates. Wer genügend qualifizierte Dates haben will, muss sich mit genügend qualifizierten Partnern treffen – und wie soll man sich bitte ohne Telefonnummer treffen?

Rechnen wir einmal nach: Nehmen wir an, dass auf 25 Anfragen fünf Personen infrage kommen, die ein ausführliches Email verdienen, das sich dann auf fünf Kontakte erweitert, und nehmen wir weiter an, dass man nur fünf Dates benötigt, um „den richtigen Partner“ zu finden, dann bedeutet dies bei den von be2 vorgeschlagenen fünf E-Mail-Nachrichten, 125 ausführliche, wohlformuliert und inhaltsreiche Schriftstücke, bevor man Erfolg hat.

Nicht zuletzt: Es schafft Vertrauen, die Telefonnummer zu geben – und Vertrauen kann man auch mit Vorsicht verbinden:Es sollte nicht die Festnetz-Nummer sein, nicht die Business-Handy-Nummer, nicht die Familien- und Freunde-Handy-Nummer, sonder eine Nummer, die ausschließlich für das Dating reserviert ist.

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   (20. März 2011)