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Privat Paare verkuppeln – erfolgreich oder nicht?

Früher waren Kupplerinnen Frauen, die Männer und „Mägde“ zusammenbrachten, wobei die „Mägde“ jene Frauen waren, die – aus welchen Gründen auch immer – ihren Körper für Geld hingaben. Der Staat bedrohte solcherlei Kuppelei mit schweren Strafen, wie das folgende Zitat beweist:

Die koppeley (Kuppelei) ist, wenn jemand eine person zur unzucht mit einer andern person verleitet, geschiehet dieses von aeltern gewinnes halber, so ist das schwerdt zur strafe gesetzet, ist aber die absicht des gewinnes nicht die veranlassung zur verleitung gewesen, so wird auf zuchthaus erkannt. andere Kuppler und Kupplerinnen werden mit gefaengniß oder zuchthaus beleget

Text von 1794 Schwarz,LausWB. V Anh. 155. Zitiert nach „Deutsches Rechtswörterbuch

Heute bezeichnet man als „Kuppelei“ auch die Ehestiftung ganz generell, wie man an Begriffen wie „ich habe die beiden verkuppelt“, „ich verdiene mir noch mal einen Kuppelpelz“ oder an dem Wort „Kuppelshow“ für die Fremdschäm-Produktion „Bauer sucht Frau“.

Da ergibt sich natürlich die Frage, ob private Kuppelversuche, also die Stiftung von Ehen oder Beziehungen unter den eigenen Freundinnen und Freunden, überhaupt erfolgreich sein können. Sie wird unterschiedlich beurteilt, sowohl am Stammtisch oder bei Kaffeekränzchen wie auch in Publikumszeitschriften oder Blogs.

Die Liebeszeitung meint: ja, verkuppeln kann erfolgreich sein, aber nur bei genügendem Abstand zu den Personen, während das Friendscout24-Blog sagt: Nein, es funktioniert nicht. Doch im Grunde meinen beide das Gleiche: Prof. Dr. Manfred Hassebrauck (Friendscout24) ist der Überzeugung, dass ihn die Wissenschaft stützt, wenn er sagt:

Wenn wir zwei Personen gleichermaßen mögen, diese beiden sich aber nicht ausstehen können, ist das innere Gleichgewicht ins Wanken geraten und wir möchten es wiederherstellen, zum Beispiel indem wir versuchen, die Beziehung zwischen beiden zu verbessern.

Im Grunde meinen der Induna der Liebeszeitung und der Professor zwar das Gleiche, aber das Gleiche ist eben nicht immer dasselbe. Für die Hobbykupplerinnen und Hobbykuppler ergibt sich jedenfalls stets die Frage, ob es sich lohnt – denn der Kuppelpelz war stets jenen vorbehalten, die einen Anteil vom Liebeslohn aus der Vermittlung herausschlugen. Ob den Hobby-Partnervermittlern jemals der Ruhm zuteilwird, die Beziehung gestiftet zu haben? Ich bezweifle es. Im Grunde genommen drohen ihr oder ihm sogar die Schmähungen, wenn alles schief gehen sollte. Denn sollte es gut gehen, wird das Paar die Beziehung als eigenen Erfolg ansehen – was übrigens durchaus berechtigt ist, schließlich muss das neue Paar sein Leben gestalten und niemand sonst.

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