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Frauen und Seitensprünge: Statistiken und andere Lügen

schweigen und verstecken hilft beim seitensprung

Soziologen haben ein Problem, das sie der Öffentlichkeit gegenüber oft verschweigen: Sie dokumentieren neben Wahrheiten auch Lügen, und sie können das eine vom anderen oft nicht unterscheiden.

Gerade fragt die „New York Times“:

Wenn Sie Ihren Partner betrogen haben, würden Sie es gegenüber einem Forscher zugeben?

Und man gab gleich die Antwort:

Diese Frage ist eine der größten Herausforderungen an die wissenschaftlichen Studien der Paarforschung,, und sie erklärt teilweise, warum unterschiedliche Studien zu unterschiedlichen Einschätzungen der Seitensprung-Quote führen.

In der Tat reichen die Zahlen heute (bei Frauen) von einem Prozent bis zu nahezu 50 Prozent. Die höheren Zahlen stammen zumeist aus Online- oder Frauenzeitschriftenbefragungen, die niedrigen aus persönlichen Befragungen der Frauen durch Wissenschaftler. Die New York Times hat ausschließlich Zahlen von Sozialwissenschaftlern zur Hand genommen und kommt auf magere zehn Prozent – nur zwölf Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen gaben den Wissenschaftlern im Schnitt an, den Ehepartner betrogen zu haben.

Im Artikel werden die Aspekte der Seitensprünge unter mehreren Gesichtspunkten beleuchtet, beispielsweise, in welchen Altersgruppen sich die Werte häufen. Doch letztlich bleibt alles Spekulation. Männer mögen sich damit (auch vor Wissenschaftlern) brüsten, einmal ein paar Frauen „nebenbei“ gehabt zu haben, während Frauen (besonders vor Wissenschaftlern) gerne verschweigen, welche Liebschaften sie „außer der Reihe“ gehabt haben.

Amerikanische Soziologen glauben allerdings nicht an eine zunehmende Anzahl von betrügerischen Frauen: Sie vertrauen weiterhin den von ihnen ermittelten Zahlen, die moderat ausfallen und orakeln:

Es ist sicherlich plausibel, dass Frauen im Laufe der Zeit (seit 1972) in höherer Anzahl betrogen haben als früher – aber es handelt sich nicht um eine große Anzahl.

Man könnte die natürlich auch anders sehen:

Warum sollten Frauen 1972 bezüglich ihrer Seitensprünge ehrlicher oder verlogener gewesen sein als heute? „Keine Seitensprünge“ war und ist die beste Antwort, die eine Frau geben kann.

Frauen verschweigen ihre Seitensprünge seit Jahrhunderten erfolgreich. Sie taten dies sogar in einer Zeit, als sich die Folgen noch deutlich in Geburten von „Kegeln“ abzeichneten. Warum sollten sie dann ausgerechnet in der heutigen Zeit zugeben, bei Fremden „genascht“ zu haben?

Die „tatsächlichen Zahlen“ werden wir nie erfahren – und vielleicht ist das auch besser so – und also müssen wir uns damit zufriedengeben, dass Ermittlungen über Untreue Spiele mit Zahlen sind: Gerade wollte jemand wissen, dass der Anteil der Frauen, die untreu waren oder keine Skrupel hätten, untreu zu werden, falls sicher wäre, dass es nicht herauskäme, bei 75 Prozent lagen (49 Prozent betrogen tatsächlich). Diese Zahlen konnte ich nicht verifizieren – sie sollen nach dieser Quelle aus einer Befragung von 9.400 Frauen stammen, die auf einer Frauenwebseite registriert sind.

Was bleibt also? Nichts als heiße Luft und der Verdacht, dass Schweigen sich auszahlt – wer würde schließlich eine Frau eine Lügnerin nennen, die in einer Befragung zu ihrer Ehe die Anzahl der Seitensprünge mit „Null“ angibt?

Was mich wieder an das Bonmot einer Dame erinnert:

Wenn ich einmal mit einem anderen Mann geschlafen habe, bin ich keine Ehebrecherin – würdet du jemand einen Fischer nennen, der einmal einen Fisch gefangen hat?

Quellen: Die wissenschaftlichen Zahlen und Daten wurden zitiert nach der „NYT“, die Befragung einer Frauenseite nach dem Blog cheatedonme und der Hinweis auf die NYT stammte aus dieser Quelle.

Titelfoto © 2007 by megyarsh

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