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37 Grad – Verliebt in die Liebe – oder worin?

Wenn es einen falschen Titel bei der ZDF-Sendung „37 Grad“ gab, dann diesen: „Verliebt in die Liebe“. Denn keiner der drei Protagonisten, die man aus dem „wirklichen Leben“ herausgegriffen hat, ist „verliebt in die Liebe“ – sondern alle gehören zu einer Gruppe von Singles, die sich nicht wirklich entscheiden können oder wollen. Wenn sie verliebt sind – was man angesichts der Darstellung im ZDF sehr bezweifeln könnte – dann allenfalls in sich selbst.

Der Focus schrieb dazu:

Was dann in der halben Sendestunde folgte, war ein klassischer Fall von Thema-Verfehlung.

Was wir zu sehen bekamen, waren Menschen im Zwiespalt: ein Opernsäger, der auf der Suche nach einer „perfekten“ Frau ist und der schnell von der eigenen Tochter entlarvt wird: er zu hohe Ansprüche. Wie viele andere Partnersuchende, die unter ähnlichen Problemen leiden, versucht er nicht einfach, eine ernsthafte Beziehung mit einer halbwegs passenden Partnerin zu gestalten, sondern sucht ein Idealbild – sei es im Internet, in Bars oder sogar auf der Straße. Sich selbst nicht sicher, sucht er Hilfe im Seminar eines PUA – der bemüht sich zwar nach Kräften, doch ist sein Programm auf deutlich jüngere Menschen ausgerichtet, die ganz andere Schwierigkeiten haben.

Die beiden gezeigten Frauen im Film haben ganz offensichtlich eine tief greifende Furcht vor Bindungen. Der Film des ZDF zeigt sie so einfühlsam wie möglich, und doch erkennt man, das die beiden Frauen nicht nur mit ihren Beziehungen Schwierigkeiten haben. Da Dinge irgendwie erklärt werden müssen, versucht es das ZDF oft damit, die Kindheit der Frauen verantwortlich zu machen – doch wie so oft bei Psycho-Erklärungen glaubt man nicht so recht daran, zumal bei einer Frau, die inzwischen ihre 40 weit überschritten hat. Der Zuschauer schwankt zwischen Mitleid und Kritik: Sollte eine Frau über 40 wirklich nicht in der Lage sein, das eigene Verhalten richtig einzuordnen? Sehr auffällig fand ich dies: Während die Dame sich alle erdenkliche Mühe gab, sich innerlich und äußerlich auf das Gespräch mit ihrem Blind Date Partner vorzubereiten, wirkte sie beim Date seltsam fade – so als ob eine andere Person dort säße. Man glaubt ihr nicht, dass sie „nur einen netten Mann“ sucht – die Vermutung, dass sie nicht weiß, was sie überhaupt sucht, liegt sehr nahe und bestätigt sich auch in der ZDF-Doku – sie wird ihren Partner nicht wieder anrufen – und er wird vermutlich ähnlich handeln.

Was am Ende übrig blieb? Der fade Geschmack, dass uns hier drei Menschen vorgeführt werden sollten, die mit Beziehungen irgendwie merkwürdig umgehen – doch da ergibt sich die Frage: Ist das nun wirklich genug, um etwas Licht in das Dunkel der Liebe zu bringen?

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