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Macht die Presse guten Rundfunk?

In einem Gutachten, das dieser Tage von der ARD verbreitet wurde, heißt es, dass die Presse mit ihren Internetangeboten „eigentlich Rundfunk“ betreibt, und

Begibt sich die Presse allerdings auf das Gebiet des Rundfunks, der im modernen Sinne auch Internetangebote umfasst, muss sie die öffentlich-rechtliche Konkurrenz aushalten.

Die Frage, die ich mir dazu stelle, ist allerdings: Macht die Presse eigentlich einen guten Rundfunk – und meine Antwort ist: „Nein, auf keinen Fall“ – jedenfalls nicht, wenn es die Partnersuche betrifft, und schon gar nicht, wenn von Online-Dating die Rede ist. Da werden viel zu schnell oberflächliche und nichtssagende Informationen zum Kennenlernen verbreitet, die teils flugs aus der englischsprachigen Presse übernommen werden – zumeist ohne jegliche Nachrecherche. Wären daran nur die Boulevardblätter beteiligt, so möchte dies ja noch hingehen – aber inzwischen geht der Weg leider über die mehr als fragwürdige englische Online-Presse an deutsche Boulevardblätter – und von dort finden die Nachrichten dann auch Eingang in andere Presserzeugnisse derselben Verleger.

Was Online-Dating angeht, haben viel zu wenige Redaktionen erkannt, dass es dabei um ein Kulturphänomen geht und nicht um eine Frage, die von der Computerredaktion abgehandelt werden kann. Man muss sich dies einmal vergegenwärtigen: Da findet eine kulturelle Revolution des Kennenlernens statt, und so gut wie die gesamte deutsche Presse schläft sich darüber erst einmal aus. Es scheint so, als würden die Redakteurinnen und Redakteure das Thema auch heute nur mit spitzen Fingern anfassen, gerade so, als ob es ihnen zu schleimig ist.

Ist es ein Randthema, wenn sich die Kultur des Kennenlernens nach und nach wandelt? Ich meine, dass es genau dies nicht ist. Ein kultureller Wandel dieses Ausmaßes hat doch Folgen, und diese Folgen müssten auch in den Redaktionen mittlerweile erkennbar sein – und sei es am Beispiel des Redakteurs am Nebentisch. Übrigens macht die Presse auf diesem Gebiet nicht nur einen schlechten Rundfunk, sondern hinterlässt auch ein schwaches Bild in den Printmedien.

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