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Diese Woche in Dating (8/2010) – Nutzen und Schaden?

Wem nützt eigentlich die Liebe? Na, werden Sie sagen, „der spinnt ja ganz schön“. Kein Mensch fragt sich so etwas, nicht wahr? Nun, und wem schadet sie? Wohl auch kaum einem Erwachsenen, der sich seiner Verantwortung bewusst ist – solange er sie mit einem anderen Erwachsenen praktiziert.

Genauso so könnte man fragen, wem denn nun Online-Dating nützt oder schadet. Hoffen wird doch einmal, dass es nicht nur die Fernsehsender und andere Werbemedien sind, die sich über die Werbeeinnahmen von Friendscout24.de oder eDarling freuen. Es wäre nicht schlecht, wenn alle (nicht nur die Genannten) einmal darüber nachdenken würden, dass sie nicht ausschließlich für den Profit, sondern auch für Menschen arbeiten, die herrlich und ernsthaft nach Partner suchen. Ich versuche gar nicht erst, die Werbeausgaben in eine Relation zu den Mitgliederzahlen zu stellen, sondern stelle nur fest: Neumitglieder sind teuer geworden – so teuer, dass sich das Geschäft für Neueinsteiger kaum noch lohnt. Es sei denn, man pumpt Geld, das einem nicht gehört, in Unternehmen, die wie schillernde Seifenblasen am Horizont wirken. Wenn wirklich so viele Unternehmen scheitern – warum gibt es dann noch so viel Risikokapital für Neugründer im erweiterten Dating-Segment? Nun, vielleicht können mir dies ja einmal die Geldgeber selbst beantworten.

Übrigens gab mir gerade eine Dame zu denken, die offenbar davon ausging, dass Singles immer ledig sind – das sind sie nicht, und es gibt oft gute Gründe dafür. Wer nicht gerade eine stockkatholische Eheauffassung hat, dürfte dies begreifen. Offenbar musste auch die Freundin von Til Schweiger daran knabbern – kein Bedauern, Mademoiselle. Ja, was nützt da schon eine Single-Bewertung, Stichwort: Koydo? Er ist verheiratet – na und?

Es wird überhaupt mal wieder „getestet“, was das Zeug hält. Was ich von dieser Pressemitteilung halten soll, weiß ich bis heute nicht, und ich glaube nicht einmal, dass sich der Sieger ElitePartner besonders darüber gefreut hat, wohingegen bei neu.de die Freude vermutlich größer ist, weil das Institut, das getestet hatte, erstens sehr angesehen ist und zweitens “richtige Menschen“ ins Rennen schickte.

Warum wir die Serie „Wie Sie 2010 sicher einen Partner finden“ abgebrochen haben? Weil auch wir an einem Punkt angelangt sind, in dem wir nicht mehr die besten Perlen kostenlos auf den Markt werfen wollen, und auch wir uns Ziele für das Jahr 2010 gesetzt haben. Guter Rat soll zwar bei uns auch nicht teuer werden, aber er soll eben auch bezahlt werden, denn Abzocke besteht nicht nur darin, Geld von Kunden zu verlangen, sondern auch darin, Experten abzumelken.

Die Wissenschaft stellte im Übrigen gerade fest, dass Gelegenheitssex nicht meschugge macht, was jeder von uns vermutlich auch schon vorher wusste. Wer genau hinsieht, der bemerkt, dass dies eher ein Nebenprodukt einer ganz anderen Forschungsarbeit war – der übliche Trick, um mal wieder in die Presse zu kommen. Auch nicht gerade so schrecklich neu: Die Großstadt bietet nicht nur Kontaktmöglichkeiten, sondern auch Gelegenheit zur Vereinsamung. Noch mehr Wissenschaft? Cougars sind gar keine, sondern edle Menschen, die nichts als jüngere Partner suchen, um glücklich zu sein. Die Forschung in Ehren, aber sie deckt nur einen Teil jener Damen ab, die Jüngelchen abwildern. Das weiß natürlich auch die Forscherin, die vorsichtshalber nur Beziehungen ansah, die wenigstens drei Jahre überstanden. Die Liebeszeitung sah dies etwas anders und beleuchtet auch die Beziehungen, die andere Grundlagen haben. Übrigens fragte sich die Liebeszeitung diese Woche auch, was denn eigentlich die Liebe kostet – und wie die Sache mit der „englischen Erziehung“ eigentlich wirklich aussieht.

Das Eigenartigste diese Woche war eine Notiz im Friendscout-Blog, bei dem ich mir die Frage stellte: Welcher Kundenkreis soll denn nun mit so etwas angesprochen werden?

Nein, mehr fand ich nicht für Sie diese Woche. Leider war das Fazit oft „es nützt nix aber es schadet auch nix“ – aber das empfinde ich als zu wenig. Der Branche fehlen im Moment die wirklichen „Knaller“ – aber wer weiß, wer weiß – der Frühling soll ja alle Bäume wieder grün machen, und ein bisschen mehr als die übliche „Betulichkeit“ täte auch den Partneragenturen ganz gut, finde ich.

Was ich noch sagen wollte, müsste oder könnte? Nun, vor allem, dass wir einmal wieder die schnellsten in der Verbreitung von zutreffenden Nachrichten aus dem Dating-Bereich waren. Der Content der Liebepur bleibt übrigens frei – nur mit freizügig gegebenen Anleitungen zur Partnerwahl halten wir uns in Zukunft ein bisschen zurück und veröffentlichen nur noch Kurztipps. Soll ich dies noch einmal sagen, obwohl es wie Eigenlob klingt? Wir gehören definitiv zu den drei bis fünf führenden und meinungsbildenden Medien am Online-Dating-Markt. Das haben wir natürlich nicht aus einer Studie, sondern von einem Marktteilnehmer. Vielleicht kann ich Ihnen nächste Woche dazu mehr verraten. Bis dahin: Sagen Sie uns doch mal, worüber Sie gerne mehr Informationen hätten.

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