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Wem nützt das Hochjubeln von „Mobile Dating“?

Derzeit lesen wir es Woche für Woche: Die Zukunft des Dating heißt „Mobile Dating“ – und es gibt dafür Propheten wie den US-Amerikaner Mark Brooks, der „Online Dating Watch“ betreibt. Im Artikel, der Washington Post wird, er zitiert, indem er sagt: „Ich sehe die Sache explosiv steigen, weil sie nicht mehr kompromittierend für den Anwender ist“.

Nicht mehr kompromittierend? Es ist also durchaus in Ordnung, wenn man sich gerade mal eben überlegt hat, dass man heute Abend gerne ein Date hätte, und dann irgendwelche Leute in der Umgebung anspricht, ob sie nicht heute Zeit hätten?

Ich bin nicht von gestern und weiß, dass es so etwas unter experimentierfreudigen jungen Menschen gibt – aber dennoch kommt mir der Gedanken, dass soclhe Applikationen eigentlich das Ideale Medium für Gelegenheitsprostitution wäre. Tatsachen auf den Tisch: Wer verabredet sich schon per Telefon mit einer völlig fremden Frau, die zufällig in der Nähe ist?

Abgesehen davon: Von einer Sache viel zu schnattern, heißt noch nicht, sie durchgesetzt zu haben. Die Botschaft von Jupiter Research, dem Urheber dieser Meldung, sagt nur ganz lapidar, dass sich der „Markt für mobiles Dating und Chatrooms“ bis zum Jahr 2013 auf 1,4 Milliarden Dollar belaufen wird. Möglicherweise haben die Leute, die dauernd von „Dating“ herumfaseln, den Zusatz „Chatrooms“ nicht gelesen. Zudem ist eine sehr interessante Frage, woher denn das Geld kommen soll. Wer will schon 10 Dollar pro Monat zusätzlich für etwas bezahlen, von dem er keinen Nutzen unmittelbaren Nutzen hat?

Rechnen können offenbar alle nicht: Niemand wagte bisher die Wahrscheinlichkeit auszurechnen, mit der ein registrierter Benutzer eines dieser neuen Dienste, der gleichzeitig sein Handy für so etwas eingerichtet hat, zufällig in einer akzeptablen Nähe ist. In der Stadt New York – vielleicht – aber die USA haben vor allen in ländlichen Gebieten eine sehr geringe Bevölkerungsdichte – wer sollte denn dort bitte in der Nähe sein? Und falls man jemals über die Grenzen der USA hinauskommt: Wie sähe dies in Mönchengladbach aus? Das Hochjubeln von „Mobile Dating“ nützt zur Zeit nur manchen Handy-Anbietern – und sonst vermutlich kaum jemandem.

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