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Was brachte 2008 für das Dating?

Eigentlich könnte ich mich sehr bequem in meinen Schreibtischsessel versinken lassen und sagen: Sehr ihr, es ist alles so gekommen, wie ich vorausgesagt habe, doch will ich Ihnen diesen Satz von 2007 vorab gönnen:

Ich bin immer wieder überrascht, dass Frauen glauben, sie könnten sich daheim in den bequemen Sessel setzen und dann würden die Männer schon in ihren Computer einfliegen. In Wahrheit ist dies keine Partnersuche, sondern eine Märchenstunde“.

Leider könnte ich dies heute wieder genau so schreiben: nur dass es inzwischen weitere Bücher, Zeitungsartikel und Blogbeiträge gibt, denen genau diese Geisteshaltung zugrunde liegt.

Wer am Markt etabliert ist, gewinnt auch weiterhin

Was ist eigentlich 2008 passiert? Die etablierten Singlebörsen haben – teils nach Übernahmen durch größere Firmen – alle gewonnen, die Neugründungen hingegen konnten sich größten Teils nicht durchsetzen. Anders bei den Online-Partnervermittlern: Hier ist der Markt offenbar noch sgtark asubaufähig – was größtenteils auf den Dornröschenschlaf der beiden Spitzenanbieter zurückzuführen ist. Jedenfalls sind sowohl be2 wie auch partner.de ernst zu nehmende Konkurrenten, die den Markt aggressiv angehen.

Neue Konzepte haben es schwer – die meisten müssen schon jetzt als gescheitert angesehen werden. Das neue Segment für die Jugend, das Online-Speed-Dating, muss dringend Geld verdienen – und ob man dahinkommt, wird das neue Jahr erweisen.

Jux-Konzepte haben keine echten Chancen

2008 brachte uns auch Jux-Konzepte. Plötzlich gründete ein Bierbrauer eine Singlebörse, um bessere PR zu bekommen. Man kann diese und ähnliche Prozesse als „letzte Zuckungen der Juxgesellschaft“ verstehen – wenn man böswillig ist. Doch nach und nach begreifen viele Menschen, dass Jux kein Lebensinhalt ist. Zu den vielen Juxkonzepten gehört auch die automatische Ortung von Partnern via T-Shirt, Handy oder Miniatursendern.

Web 2.0 ist keine Konkurrenz geworden

Das Schicksal der vielen wundersamen Kommunen ist indessen bereits besiegelt, soweit es Flirts und Beziehungen betrifft: Mit Glaubenssätzen, heißer Luft und ein paar willfährige Wissenschaftler ist eben kein Blumentopf zu gewinnen. Denn die alte und immer wieder neue Frage lautet eben: „Was mache ich mit einem Haufen Menschen, die nicht wissen, was sie wollen?“ Die Antwort: „Sie werden nichts als schnattern und sich wichtig tun“. Das wissen wir von den sogenannten Chats schon lange – und es ist bei den Kommunen nicht anders, wenn man von den drei oder vier deutschen Vorzeigeprojekten einmal absieht – aber für die ist Dating eher ein Krümelchen auf der Tischdecke.

Adult-Dating: zu viele Glücksritter unterwegs

Groß in Fahrt gekommen war Anfang 2008 das Adult Dating oder Casual-Dating: Verabreden zum Sex. Interessant dabei ist, dass sich immer mehr Unternehmen auf einen Markt stürzen, der an sich begrenzt ist und der immer noch ein typischer Verkäufer(innen) markt ist. Denn wenngleich es mehr und mehr sexaktive, abenteuerlustige Frauen gibt, so bleibt das Angebot doch weiterhin hinter der Nachfrage zurück. Die Frage ist längst nicht mehr: Wie hoch ist der Frauenanteil? Sondern: „Stimmen die Bedürfnisse der Anbieter und der Nachfrager überein? „Ich habe da meine Zweifel – vor allem bei Neugründungen. Dass sich eine Frau mit Vollbild und halb nackter Brust im Internet für einen ONS anbietet, mag sein – aber dann hat sie entweder finanzielle Interessen oder aber sie ist auf der sozialen Leiter so weit gefallen, dass ihr auch dies nichts mehr ausmacht.

Verbrecher, Trickser und Clowns

Verbrechen im Zusammenhang mit Online-Dating treten angeblich immer häufiger auf – allerdings sollte man genau hinlesen, wenn solche Nachrichten dick aufgetragen in den Schlagzeilen erscheinen. Zumeist handelt es sich dabei um Chat-Kommunen, in denen schnelle, leichtfertige Kontakte die Regel sind.

Der Schrecken des letzten Quartals im Jahr 2008 war eine Invasion von Abzockern, die so gute wie alle alten und neuen Portale überfielen wie die Heuschrecken. Die Kollegen vom großen Singlebörsen-Vergleich gaben mir die ersten Hinweise – doch inzwischen war auch der Staatsanwalt tätig und man wartet gespannt auf die Prozesse.

Vermutlich niemals hingegen wird man die Jungs fangen, die von afrikanischen Ländern aus ihr Geld damit verdienen, weiße Männer über 50 abzuzocken – sie glauben, ein Spiel zu betreiben – auch das war eine Erkenntnis aus 2008.

Wissenschaftler als Müllproduzenten

Zum Schluss: 2008 war das Jahr des Wissenschaftsmülls. Inzwischen haben alle möglichen Wissenschaftler ein Rattenrennen darum veranstaltet, herauszufinden, wer zu wem passt – und weil sie es nicht herausfinden, stellen sie kühne Prognosen auf, in denen nur selten das Wort „Evolution“ fehlt. Das alles können sie immer fein säuberlich belegen – versteht sich. Nur ist kaum etwas von dem, was da beforscht wird, von Wert für die Menschheit: Frauen heiraten nun mal nicht die Männer, die auf Fotos sexy aussehen – aber um festzustellen, wer wirklich wen heiratete und mit ihm Kinder hatte, fehlt den Forschern die Zeit – sie wollen ja schnell populär werden. Die Wissenschaft wird dadurch abgewertet – aber das scheint die Wissenschaftler nicht zu stören. Populismus ist das einzige Wort, das mir dazu einfällt.

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