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Marsmänner – Venusfrauen – was ist dran?

Erfolgreiche Kommunikation beruht darauf, dass beide Partner (Sender und Empfänger genannt) über einen möglichst übereinstimmenden Vorrat an Zeichen verfügen. Sie wird umso effektiver, je mehr ähnliche Grundlagen und Erfahrungen vorliegen. Mit anderen Worten: Erfolge bei Gesprächen haben vor allem Menschen, die nicht ständig neu an den gemeinsamen Grundlagen herumbasteln müssen.

Was ist nun mit den Mars- und Venusmännern, also der Behauptung, Männer und Frauen würden unterschiedlich kommunizieren?

Um es zu erklären, muss ich die Sache vereinfachen und den gesamten Bereich der analogen (nonverbalen) Kommunikation weglassen sowie jener Kommunikation, die auf Duftstoffen und dergleichen basiert – er ist durchaus geschlechtsspezifisch, das heißt, Männer und Frauen senden hier neben ähnlichen auch unterschiedliche Botschaften aus – das hat Mutter Natur aus guten Grund so eingerichtet..

Was bleibt, ist die Sprache. Männer, die in typische Männergesellschaften hineingewachsen sind – Internate, Mannschaftssportvereinen, Banden, Armeen und Gemeinschaften von natürlichen oder geistigen Brüdern – lernen „männlich“ zu kommunizieren. Gibt es dafür kaum Ausgleich (Mütter, Schwestern, Cousinen, Tanten), so wird ein Vorrat an Kommunikationserfahrungen aufgebaut, der dem gewöhnlichen Alltag nicht standhält – sie werden Marsmänner.

Für Frauen gilt das Gleiche. Sie werden nur dann zu typischen Venusfrauen, wenn sie in weiblich geprägten Gemeinschaften aufwachsen und keine Gelegenheit haben, Kommunikation mit Männern einzuüben – schon ein Großvater kann nützlich sein, um die Gefahr, die davon ausgeht, abzuwenden.

Der Fehler, den die „schrecklichen Vereinfacher“ stets begehen, besteht nun darin, die gesammelten fehlerhaften Erfahrungen „der“ Männer recht „spitz“ gegen die entsprechenden Erfahrungen „der“ Frauen zu setzen – so, als ob sich gesellschaftliche Gruppen bekriegen würden. In Wahrheit findet eine Frau mit „gemischten“ Kommunikationserfahrungen den Draht zur intergeschlechtlichen Kommunikation sofort – und umgekehrt funktioniert das genauso. Mit anderen Worten: Wer in der Jugend lernt, mit beiden Geschlechtern angemessen umzugehen, braucht sich über die Mars-Venus-Theorie wenig Gedanken zu machen – er geht als Erdenbewohner überall durch.

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