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Wer passt zu mir?

Wer den Satz „wer passt zu mir“ in populäre Suchmaschinen eingibt, wird erschlagen von den vielen Antworten. Allein Google kannte 204.000 Antworten auf diese Frage. Wer sich die Mühe machen will, die Vorschläge durchzusehen, kann es auf eigene Gefahr gerne tun. Er wird – wie in Suchmaschinen mittlerweile üblich – mit kommerziellen und semi-kommerziellen Webseiten zugeschüttet. Zieht man nun die Anbieter von Lebenshilfen, Büchern, Tests und Online-Dating-Seiten ab, so bleibt die Grundfrage immer noch offen: ja, und wer passt den nun wirklich zu mir?

Das eigentliche Geheimnis steckt in dieser Gegenfrage:

Wenn du es nicht selbst feststellen kannst, warum glaubst du dann, dass ein Anderer die Antwort für dich geben kann?

Um dieser Frage nachzugehen, gebe ich dir heute einige Hilfen. Die Erste Hilfe besteht darin, diesem Motto zu folgen:

Unterstelle nichts, glaube niemandem, überprüfe alles.

Wenn du das akzeptierst, kannst du beginnen, dich selbst zu fragen, wer denn nun zu dir passen würde.

Beginne damit, ob du die Person magst

Es muss eine Person sein, die du magst. Das ist die Wurzel, aus der alles Weitere wachsen kann. Schön wäre, wenn sie sich in deinem Kulturkreis und deiner sozialen Umgebung zu Hause fühlt. Das ist sozusagen der Grundstock. Nun wäre die Frage, wie du dir die Zukunft vorstellst, sagen wir, die nächsten sechs Wochen, sechs Monate und sechs Jahre. Diese Vorstellung benötigst du unbedingt, denn diese Aussichten sind für die Entwicklung einer Beziehung elementar wichtig.

Wie gut kennst du deine Möglichkeiten und Grenzen?

Überprüfe nun deinen Vorrat an Liebesfähigkeit. Du benötigst eine Inventur deines „emotionalen Kapitals“, um deine Möglichkeiten und Grenzen abzuwägen. Du solltest wissen, was du günstigstenfalls genießen und schlimmstenfalls aushalten kannst. Zwischen diesen beiden Polen liegen irgendwo deine Toleranzgrenzen, die du nicht überschreiten willst und kannst.

Es geht los – glaubst du, dass er (sie) es sein könnte?

Und nun geh los … unterstelle nichts, sondern prüfe liebevoll, aber gründlich, was dir hinuntergleitet wie eine Portion rote Grütze, und was dich mit leichtem Befremden erfüllt. In keiner aufkeimende Beziehung passt „alles“ – irgendwo gibt es immer Facetten, die ein wenig hervorstehen und die sich nicht einfach abschleifen lassen. Überlege gut, ob sie in dein Konzept von Toleranz und Humor passen.

Ist dir aufgefallen, dass ich nicht von „Persönlichkeitsmerkmalen“ gesprochen habe?

Du kannst keine „Persönlichkeitsmerkmale“ erwerben – du bekommst eine Person

Es gibt einen einfachen Grund dafür: weil sie nicht so wichtig sind, wie die Psychologen behaupten, die sie als Kriterien überhaupt erst erfunden haben. „Persönlichkeitsmerkmale“ sind Pakete, die mit der „ganzen Person“ befüllt sind. Du kannst sie nicht entpacken und einen Teil davon „kaufen“. Du kannst nur alles nehmen oder nichts – oder nach der nächsten Person suchen, auf die wieder das Gleiche zutrifft.

Vergaß ich die Liebe? Aber nein. Sie kommt in zwei Stufen: Die Verliebtheit als Trick der Natur, um dich etwas zu täuschen und die schon erwähnten „kleinen Facetten“ zu vergessen. Und als Liebe zueinander, die nach und nach aus der Verliebtheit, der Vertrautheit und der gegenseitigen Unterstützung erwächst. Das ist eigentlich wirklich alles, was du wissen musst.

Übrigens erteile ich dir diesen Rat selbstlos. Ich verkauf keine Bücher, Kurse, Seminare oder Dienstleistungen im Bereich der Partnersuche. Wenn dich trotz alledem interessiert, welche Ansichten es zum Thema „Passen wir zusammen?“ noch gibt – ich schreibe demnächst darüber.

Hinweise: Dieser Artikel gehört zu einer Serie „Die nackte Wahrheit über die Partnersuche“, die bewusst auf mehrere Medien verteilt wird. Artikel ähnlichen Inhalts und Zusammenfassungen erscheinen also innerhalb und außerhalb des „roten Fadens“, der hier verfolgt wird, auch in anderen Medien. Der Angelpunkt liegt bei „Sehpferd„.

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