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Die Woche – Verantwortung für sich selbst tragen und „Experten“

Tja, ich hätte euch gerne mehr geschrieben diese Woche. Zum Beispiel von dem unglaublichen Zulauf, den Online-Dating-Anbieter im Januar hatten. Leider ist er nicht verifizierbar, weshalb ich mal annehme, dass dieses Rattenrennen zu Jahresanfang nichts stattfand. Ich nenne es deshalb „Rattenrennen“, weil normalerweise im Januar zu viel Leute mit zu schrägen Erwartungen am Start sind. Das ändert sich glücklicherweise später – jedenfalls war das bisher immer so.

Diese Woche hatte die Presse die Apps entdeckt. Einmal, weil zumindest ein großer Teil dunkle Löcher enthält, aus denen Daten ohne Ende gesaugt werden. Heißt: Die vorgeblichen „Kunden“ werden ausspioniert – und manche zahlen gar noch dafür. Aber das ist nicht das Schlimmste: Offenbar haben sich ein paar voreilige Forscher, Paarberater, „Datingexperten“ aka Besserwisser mithilfe von Journalisten darin verbissen, in Dating-Apps den Grund für den Zerfall der Liebe, der Paarbegegnungen, ja, des sozialen Miteinanders schlechthin zu suchen.

Was diese Leute behaupten, kommt manchen partnersuchenden Frauen und Männern, aber auch einigen „gestandenen“ Wissenschaftlern sehr entgegen: „Du bist nicht dafür verantwortlich, dass du keinen Partner findest oder zu verkleistert bist, dein Gehirn einzuschalten.“ Der Grund für alles Schlechte sind die Umstände oder die Anderen. Mit dieser Einstellung finden Sie nicht einmal einen guten Friseur, geschweige denn einen sinnvollen Arbeitsplatz. Nur bei der Partnersuche, ach, das sind es (auch für Sie?) die Anderen oder die Umstände.

Da kann man natürlich noch eine von Sozilogen und Psychologen angeblich gestützte Behauptung obendrauf setzen: Nein, nicht nur die Gesellschaft wird durch Apps zerstört, auch Ihr ganz persönliches Hirn wird möglicherweise durch Apps zermatscht. (Fragestellung war: „Was machen Dating-Apps mit unserer psychischen Gesundheit?“). Na klar, da machen Apps was mit uns statt wir mit Apps.

Wenden wir uns etwas Einfacherem zu, das aber auch auf der Linie liegt. Es geht um die Klamotten, die Sie zum Date anziehen. Da kann man fragen: „Machen Kleider Leute“, oder sollten sich Leute so kleiden, dass die Kleidung zur Person passt?

Ich habe mehrfach erlebt, dass die Person, die auf der anderen Seite des Tisches saß, etwas trug, was nicht zur Person passte, sondern wie eine Verkleidung wirkte. Na schön, wenn es beim Date um Sex geht, dann ist die Illusion vielleicht beabsichtigt, und die Klamotten kommen ja sowieso bald runter. Aber bei Dates, von denen man (oder frau) vermutet, dass sie mal zu etwas Längerem führen könnten, Platz die Illusion schnell, wenn frau als „Femme fatale“ oder „sexy Püppchen“, mit Latzhosen oder im Camouflage-Outfit kommt. Ich sage seit Jahren: Entweder Sie tragen zum Date Formalkleidung oder aber das, was Sie auch auf dem Weg zur Arbeit (oder am Arbeitsplatz, wenn Sie im Büro arbeiten) tragen. Und wenn sei wirklich wissen wollen, worauf es ankommt: ihre Erscheinung. Sie setzt sich aus Haltung, Verhalten und Klamotten zusammen.

Ich hoffe, das alles nützt Ihnen ein wenig. Was ich dazu noch sagen kann? Versuchen Sie einfach, Sie selbst zu sein. Es hilft immer und überall.

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