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Das Feeling und der Körper … warum die Psyche nur ein Wort ist

Die Psyche liebt nicht allein

Die Psyche liebt nicht allein

Körper und Psyche, so lernen wir in der Schule recht schemenhaft, durchringen einander. Später werden wir hören, dass es psychosomatische Erkrankungen gibt, also solche, bei denen der Körper leidet, weil die Psyche sich unwohl fühlt. In Wahrheit beeinflussen sich der „Körper“ und die sogenannte „Psyche“ gegenseitig.

Die Psyche – nur ein Wort, kein präziser Ort

Wir müssen über die „Psyche“ reden. Und wenn wir darüber reden, müssen wir zunächst sagen, dass es sie so, wie wir sie zu kennen glauben, gar nicht gibt. Sie ist vielmehr ein gedachter Ort menschlichen Fühlens, der in Wahrheit von einem unglaublich komplexen biochemischen System gesteuert wird, dessen Kern das Gehirn ist. Fühlen wir uns psychisch wohl, dann laufen die biologischen, körperlichen und Nachrichten verarbeitenden Prozesse ohne Probleme ab. Wenn wir uns unwohl fühlen, deutet dies auf eine Störung hin. Unser Gehirn ist – wie unser Körper mit all seinen Funktionen – üblicherweise darauf vorbereitet, Probleme „automatisch“ zu lösen. Erst, wenn die bekannten Lösungen versagen, gehen wir zum Internisten, Psychiater oder Psychotherapeuten, oder suchen bei Freunden Hilfe für die Konflikte, die uns bewegen.

Lust und Sex – der Körper will es, also tu es

Was ist mit Lust und Sex?

Der körperliche Teil ist schnell erläutert, aber dennoch nicht allen Menschen bekannt. Er läuft bei Urologen unter dem Stichwort „Use it or lose it“, was auf gröblich umgesetzt heißt: „Pflege deine Lust oder du verlierst sie.“

Eine Therapeutin (Zitat) erläutert dies (gekürzt):

Regelmäßige Erektionen beim Mann zum Beispiel sind wichtig, weil sie zu erhöhter Durchblutung und Sauerstoffzufuhr der penilen Muskulatur führen. … Ähnlich sieht es bei uns Frauen aus. Häufiger Sex stimuliert die vaginal-klitorale Blutzirkulation, was die Lubrikation ankurbelt … und das Vaginalgewebe elastischer werden lässt.

Soweit der Körper – kein Geheimnis, sollte man meinen. Und die Psyche?

Die Psyche ist nicht, was Freud dachte

Wie schon gesagt – die Psyche gibt es eigentlich gar nicht. Sie wird als Sammelname für allerlei verwendet, was mit Nervensträngen, Botenstoffen sowie Informationsströmen und deren Verarbeitung zusammenhängt. Das klingt banal, ist aber sehr komplex, denn jeder Mensch verarbeitet Eindrücke von außen und triebhafte Regungen von innen ein wenig anders. Deshalb ist es so schwer, genaue Aussagen über „die Psyche“ zu treffen. Sigmund Freud – oder wer auch immer – ist hier nur begrenzt kompetent. Das meiste, was wir heute beispielsweise über die Wirkung der Botenstoffe, die „Kybernetik des Gehirns“ oder über die Weiterleitung taktiler und optischer Botschaften wissen, wurde erst weit nach dem Wirken des „Vaters der Psychoanalyse“ entdeckt.

In der Gesellschaftsordnung gilt es als Schwäche, den Reizen sofort nachzugeben, die beispielsweise zu Erektionen führen – und dies aus gutem Grund. Aber dennoch bleibt uns nichts andere übrig, als auch diese „Peinlichkeiten“ hinzunehmen. Denn anderseits gilt es als Stärke, sich im rechten Moment vollends der Lust hinzugeben und sie ohne Scham zu genießen. Was sich bis dahin alles im Hirn wir auch im Körper abgespielt hat, würde ganze Romanseiten füllen, wenn man es denn detailliert beschriebe.

Und was gilt für Sie? Was gilt bei Dates? Tun Sie das, was Ihnen gut tut, mit einem Partner, der es wirklich will, und achten Sie dabei auf Ihre Gesundheit. Legen Sie Ihre Scham vorher ab und schämen Sie sich nicht hernach. Und wenn es wirklich schön war: Warum bleiben Sie nicht bei dem Partner, mit dem sie so schöne Erlebnisse hatten?

Bild: Teil einer Illustration, 1904

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