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Die Woche – Sex, anal, Gene, Regierungen und „das erste Mal“

Vielleicht haben Sie das von mir nicht erwartet – aber was die Treue zueinander betrifft, bin ich absolut konservativ. Die Ehe oder die sonstige Zweierbeziehung sollte exklusiv sein, und das Paar sollte immer wissen, was das Intime ist, dass ausschließlich beide teilen. Sicher gibt es intime Gedanken, die Frauen lieber mit der Freundin teilen, und es gibt auch Ausrutscher und Spiele. Das ändert aber nichts daran, dass Partner (nicht nur Ehepartner) einander treu sein sollten.

Das „erste Mal“ und die vielen „ersten Male“

Ich will ja den Frauenzeitschriften und den Frauenforen nicht zu nahe treten, aber das dumme Gelaber über den „besten Sex“ ist einfach so blöd, dass man die Urheber am besten zu den Schafen auf die Weide stellen würde. Und wie sieht das die „Liebe Pur“-Kolumnistin Ina? Nicht ganz so extrem, aber ebenso deutlich.

Das „erste Mal“ kommt hier gleich zweimal vor – einmal, weil ich darüber geschrieben habe. Das erschien mir nötig, denn das Brimborium um „das“ erste Mal geht mir auf den Keks. Es gibt viele erste Male. Und manche sind gewiss aufregender, als wenn „es in es“ kommt.

Hokuspokus um Gene und das erste Mal

Das „erste Mal“ nun zum zweiten Mal: Die Wissenschaft hat – gar nichts herausgefunden. Sie nimmt aber an, dass gewisse Gene Einfluss auf das Einsetzen der Pubertät und/oder der sexuellen Risikobereitschaft haben. Und durch ihre Spin-Doctors ließ sie dann vermelden, was die Presse natürlich genüsslich ausschlachtete: Für den Zeitpunkt des „ersten Mals“ sind „die Gene“ verantwortlich. Im Grunde genommen müsste man jeden abwatschen, der im Ernst so etwas behauptet. Es ist eine unseriöse Vereinfachung von möglicherweise komplexen Zusammenhängen, die noch nicht einmal im Ansatz erforscht sind. Und selbst wenn es so wäre: Was will man dann mit der Erkenntnis tun? Menschen genetisch verändern, damit sie nicht so früh ihr erstes Mal haben?

B, D, S und M oder wie geht man mit „Sadomaso“ um?

Ina hatte schon lange die Idee, einmal etwas für „ganz gewöhnliche Leute“ über das zu schreiben, womit die „Shades of Grey“ berühmt geworden sind: SM-Aktivitäten. Ich glaube, das ist ziemlich gut gelungen, und falls dieser erste Versuch „ankommt“, könnten weitere Artikel folgen. Falls Sie mehr an tiefsinnigen Betrachtungen interessiert sind: Böse Hexe gefällig?

Gedöns, Regierungsarbeit und Presse

Die britische Regierung hat große Sorgen: Immer mehr männliche Briten entdecken weibliche Gesäßbacken als begeisternde sexuelle Stimulanz, und sie schreiten dann auch gerne zur Tat, um die Rosette zu nutzen. So etwas passiert Beamten offenbar, wenn sie mit Bleistiftspitzen beschäftigt sind. Wie der Bleistift da in den Spitzer gleitet – affengeil.

Das Pressegeschrei um Geschlechtskrankheiten

Die deutsche Regierung scheint jetzt – so meint jedenfalls BILD, etwas nachzuahmen, was die britische Regierung unter maßgeblicher Beteiligung der Sensationspresse schon früher tat: Einen Zusammenhang zwischen Online-Dating und sexuell übertragbaren Krankheiten herzustellen. Das Problem damit: Tatsächlich könnte es einen Zusammenhang geben, aber dafür liegt kein überprüfbarer Beweis vor. Es ist, wie so oft, nur eine Annahme, die durch nichts erhärtet werden kann. Rein logisch ist das Thema sowieso Unfug: Dating erzeugt keine Infektionen, sondern höchstens ungeschützter Geschlechtsverkehr. Und da gibt es eben Faktoren wie bewusst in Kauf genommene Infektionen, Sex unter Alkohol und Drogen mit infizierten Personen oder schleicht und einfach – Leichtsinn. Und nochmals zum Mitschreiben: Online Dating kann nicht in Zusammenhang mit der Zunahme der Geschlechtskrankheiten gebracht werden, auch wenn das vielleicht ein paar Leuten in die Hände spielen würde.

Und am Schluss:

Was immer Sie in der Zeitung lesen: Lesen Sie es kritisch! Mittlerweile schreiben blauäugige Redakteure jeden Mist aus der britischen Presse ab, und die Agenturmeldungen verbreiten sich in Windeseile – sie werden nicht einmal grob überprüft. Zur Demokratie gehört eigentlich kritischer Sachverstand, und den hatten wir ja früher einmal den Wissenschaftlern und Redakteuren zugetraut. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Und: Lesen Sie doch einfach immer wieder die „Liebe Pur“. Sie ist unterhaltsam, informativ, kritisch und unbestechlich.

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