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Was macht Online-Dating angeblich so unattraktiv?

Gegen die Behauptung, Online-Dating erlebe gerade einen immensen Boom, stellen Verhaltenswissenschaftler die These auf, Online-Dating sei für viele Partnersuchende eine Zumutung.

Wie kommt diese Diskrepanz zustande?

Keine Freude am Online-Dating

Feststellung Nummer eins: Der „online Teil“ beim Online-Dating macht keine Freude. Diese Behauptung höre ich von überall – ich komme später darauf, was ich davon halte. Genau das wollten die Dating-Apps ändern, haben es aber ebenfalls nicht geschafft: Wie bei jeder Lotterie mit wenigen Gewinnern, wird das Spiel mit Apps auf Dauer langweilig – zumal der Einsatz an Zeit viel zu hoch ist.

Online-Dating dauert ewig

Feststellung Nummer zwei: Es dauert ewig, ein Date zu bekommen. Das ist ebenso richtig wie falsch. Richtig, weil man etwa eine Stunde pro Tag einsetzen sollte, um sich mit Profilen zu beschäftigen. Und falsch, weil Partnersuche eben eine gewisse Zeit dauert und man sich den Lebenspartner nicht „mal eben aus dem Regal“ holen kann. Die Dating-Apps wollten das ändern: Der nächste Partner könnte schon im Café um die Ecke sitzen. Aber das sitzt er eben nicht, und wenn er dort sitzt, ist völlig unklar, ober er Interesse an einem „schnellen Date“ hat.

Online-Dating führt zu Fehleinschätzungen

Feststellung Nummer drei: Der Mensch, der sich online präsentiert, ist nicht der Mensch, der später zum Date kommt. Das liegt nicht nur, wie viele Menschen durch Presseberichte annehmen, an „geschönten Profilen“, sondern auch daran, dass sich Menschen Illusionen darüber machen, wer zum Date aufkreuzen wird. Sie idealisieren den Partner, insbesondere dann, wenn sie wissen, dass sie sich einen Partner dieser Qualität gar nicht leisten können. Bei App-Dating ist dies sozusagen obligatorisch, weil man den Partner vor dem Date ja ohnehin nur sehr, sehr oberflächlich kennenlernt.

Was können wir (alle) tun, um Online-Dating zu verbessern?

Die Unternehmen der Branche gehen teils davon aus, dass sich niemals etwas ändert, und teils davon, dass sie alles ändern können. Beide Meinungen sind ein ziemlicher Unsinn. Glauben manche (beispielsweise der US-Marktführer bei den Online-Partneragenturen, eHarmony“) noch, dass sie mit „neuen Algorithmen“ etwas ausrichten könnten, so wollen andere mit angeblich „neuartigen“ Dating-Apps oder gar der Idee von Mini-Partnerbörsen „innovativ“ wirken. Das alles ist eine Riesen-PR-Show, bei der es nur um Euro und Dollar geht, nicht aber um wirkliche Verbesserungen.

Drei Vorschläge, was SIE jetzt sofort tun können

Die Veränderungen müssen von der Kundenseite kommen: von den Singles, die suchen und finden wollen. Denn wenn wir „Freude am Dating“ haben wollen, heißt dies:

1. Auf Begegnungen (online und real) neugierig sein und daraus lernen, auch dann, wenn es sich nicht um „passende Partner handelt“. Das hilft gegen den Frust.
2. Gezielter suchen, das heißt nicht ablenken lassen von den „vielen Möglichkeiten“, sondern auf Menschen konzentrieren, an denen wir ein begründetes Interesse haben. Das reduziert die Suchzeit.
3. Zurück von Wolke sieben und Bodenhaftung gewinnen. Wir müssen wissen, welchen Partner wir uns voraussichtlich „leisten“ können und nach ihr/ihm suchen.

Online-Dating-Unternehmen werden sich kaum ändern

Das Bestreben jedes Unternehmers liegt darin, Kunden möglichst lange an sich zu binden. Insofern kommt den Online-Dating-Unternehmen der Trend grade recht, dass Menschen illusionären Wunschvorstellungen („Ansprüchen“) nachjagen. Denn je länger jemand Mitglied bleibt, und umso mehr Profit erwirtschaftet man mit ihm. Also ist man seitens der Betreiber offen für Menschen, die „facettenreich“, „schwierig“ oder eben „anspruchsvoll“ sind. Je größer die Illusionen, umso aussichtsloser die Suche, und umso länger kann man den Kunden halten, weil es ja immer wieder neue, vielversprechende Angebote gibt.

Ändern SIE sich – das lohnt

Also – ändern Sie sich. Ändern Sie ihr Verhalten, Ihre Suchmethoden und ihre „Ansprüche“. Dann sind sie in wenigen Monaten mit einem liebenswerten Menschen zusammen.

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