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Die Woche: ziellose Algorithmen, Liebeswahn und Gutmenschen

Diese erste Woche nach all dem Weihnachtstrubel habe ich nicht genutzt, um sinnlose Dating-Hellseherei zu betrieben, sondern über unser Magazin „Liebe Pur“ und dessen Inhalte nachzudenken. Übrigens: Tragen Sie doch bitte dazu bei, es interessanter zu gestalten. Ja, wir können es. Oder auch: „Wir schaffen das“.

Bitterer Ernst – Übergriffe in Verbindung mit Dating-Apps

Wer gute Geschäfte machen will, und wer dabei Millionen Dollar ins Spiel bringt, der hört gerne, wenn die Presse lobhudelt, sich an Trends festbeißt und Pressemitteilungen abschreibt. Die modernen Datingapps haben aber leider eine dunkle Kehrseite: Sie ermöglichen zu viel Nähe durch Verortung, zu viel Gedankenlosigkeit durch Gier und zu schnelle Entscheidungen für hirnloses Vögeln mit Fremden. Das unterscheidet sie von bisherigen Online-Dating-Verfahren, auch von Casual- und Sex-Dating. Verbrechen aller Art, wie Raub oder Erpressung, können dabei durch vermeintliche Sexkontakte schnell und sicher umgesetzt werden. Dabei gibt es zwei Seiten der Medaille: Erstens, „ja, jeder ist für sich selbst verantwortlich“ und „nein, auch die Betreiber tragen eine Verantwortung.“ Und die Presse? Versucht sie, die Gefahr herunterzuspielen, die insbesondere von der Verortung ausgeht?

Manchmal ist es ganz einfach, die Wahrheit zu sagen, wenn man nicht gezwungen ist, sie stark differenziert darzustellen. Und also: Verliebtheit ist eine Art Wahnsinn.

Tacheles: klare Worte zum Algorithmus

Ich zitiere mich hier selten selbst, aber diesmal tue ich es: Das Spiel mit sogenannten Dating-Algorithmen ist zum großen Teil eine Farce.

Man baut auf Grundlagen, die keinen wissenschaftlichen Bestand haben, Formeln auf, die kein Ziel haben, um Probleme zu lösen, die gar nicht existieren.

Wenn Sie mehr lesen wollen, dann empfehle ich Ihnen Ihnen meinen Artikel über Problemlösungen, Algorithmen und „Elo-Scores“.

Der Gutmensch – kein „guter Mensch“

Gutmenschen sind Personen oder Gruppen, die vorgeben, das Gute zu wollen und in Wahrheit moralinsaure Spießer sind. Nun ist „Gutmensch“ das Unwort des Jahres geworden – und damit werden nun auch die Spießer geadelt.

Datingrat von anderen

Meistens halte ich nicht viel von den Pressemitteilungen, die „Gleichklang“ herausgibt. Diesmal war es anderes: 12 sinnvolle Vorschläge für Singles, die wirklich nützen.

Profil- und andere Fotos

Wer sich für eine tatsächlich modern aufgefasste Fotografie interessiert, der sollte meinen kurzen, aber reich verlinkten Artikel über „zeitgenössisches Kennenlernen“ lesen. Einige der Bilder waren übrigens tatsächlich für ein Datingprofil gedacht.

Lust und Sex

Getan wird alles, was Freude macht: Doch wäre es nicht besser, erst einmal mehr über sexuelle Praktiken zu wissen, bevor man sie ausübt? Ina hat sich Bondage vorgenommen – mal rein theoretisch. Und festgestellt, was früher oder später alle Autoren erleben: Die geheimen Lüste sind im Gehirn, aber öffentlich empört man sich darüber.

Ich habe dies alles zum Anlass genommen, mal über die Spießer (aka „Gutmenschen“) zu wettern – und zugleich ein neues Themenfeld über wirklich „heißen Sex“ vorzuschlagen.

Flirt-Aufklärung für Ausländer – oder doch besser für Deutsche?

Jeder ist ja irgendwo Ausländer und weiß, dass die Regeln anderwärts nicht ganz so sind wie in Deutschland – und umgekehrt. Und natürlich gibt es dabei sowohl Missverständnisse wie auch – bei entsprechender krimineller Veranlagung – Ärger. Die „Deutsche Welle“ wollte dies auf „hohem Niveau“ tun – aber damit erreicht sie die Rezipienten natürlich nicht. Da Deutsche die Texte wahrscheinlich lesen können, habe ich einen kurzen Abschnitt (über Flirts) daraus zitiert. Wäre schön, wenn wenigsten Deutsche danach handeln würden.

Liebe und Migration

Eine deutsche Singlebörse war angeblich „ernüchtert“ über die geringe Bereitschaft, sich mit „Ausländern“ auf eine Beziehung einzulassen. Bei näherer Betrachtung zeigten die Zahlen allerdings das Gegenteil.

Marginalien und Humor

Wer sind die Gesichter, mit denen fragwürdige Dating-Unternehmen werben? Ich weiß es nicht – und sie wissen es wahrscheinlich auch nicht. Inzwischen – ich schrieb es mehrfach – sind sogenannte „Senderinnen“ (Ex-Telefonmiezen) als „Coole Singles, die zu dir passen“ unterwegs. Klar – das sind nicht unbedingt die Frauen auf diesen Fotos.

Wenn Sie die körperliche Erscheinung ihrer Mitmenschen nicht sonderlich mögen, könnten Sie ja mal Sex mit Geistern versuchen. Viel Glück beider Beschwörung!

Die WELT („ICON“) such neue junge Leser und tappt dabei von einer Pfütze in die nächste: Zur Findelsatire reichte es immerhin.

Aufruf zur Mitarbeit und zu Kommentierungen

Ich schreibe jetzt seit Jahr und Tag, dass ich mich über „Feedback“ (Leserkommentare zu unseren Themen) freuen würde. Doch was da zurückkommt, ist mau. Indessen gebe ich nicht auf: Ich hoffe immer noch, dass sich meine Leserinnen und Leser, also SIE zu den Liebepur-Themen äußern. Es hilft mir, geeignete Themen auszusuchen – und Sie können über Ihren Kommentar auch dazu beitragen, dass Sie das lesen werden, was sie wirklich interessiert. Also: Vielen Dank, falls Sie’s tun.

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