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Partnervermittlung für Ältere: Abzocke mit System?

Eine der beliebtesten Behauptungen enttäuschter Frauen über 40 besteht darin, Online-Partervermittler würden „mit falschen Zahlen argumentieren“. Die Begründung lautet dann zumeist, dass die Anzahl der Männer völlig falsch angegeben würde und in Wahrheit ein akuter Männermangel bestehe. Damit würden sich die Anbieter, denen es nur „ums Geschäft“ und nicht „um die Liebe“ gehe, die Taschen füllen.

Erstaunlich schient zunächst zu sein, dass auch viele Männer solche Behauptung aufstellen, allerdings solche, die deutlich jünger sind und die nur mit wenig sozialen Kompetenzen glänzen können.

Der Markt bestimmt den Erfolg, nicht die Wünsche der Suchenden

Ich habe oft erklärt, woran es liegt, und ebenso oft, wie ein partnersuchender Mensch dagegensteuern kann. Ganz grob vereinfacht liegt es an Marktgeschehen, also an Angebot und Nachfrage. Bei den Frauen über 45 ist die Nachfrage nach Männern über 50 groß, das Angebot aber deutlich geringer. Bei jungen Männern hingegen ist das Angebot riesig, die Nachfrage richtet sich aber deutlich an solche Männer, die bereits über gute Zukunftsaussichten verfügen.

Ich habe immer klar gesagt: Online Dating ist dann erfolgreich, wenn man es klug, umsichtig und vor allem kontinuierlich betreibt. Und es ist trotz deutlich gestiegener Kosten immer noch eine der ökonomischsten Methoden, einen Partner zu suchen.

Treibt Internetkritik Partnersuchende in die Arme von Betrügern?

Wenn nun ständig von Gefahren im Internet, von „Abzocke“ oder gar von „Lügen“ die Rede ist, sollte nicht vergessen werden, dass die Gefahren auch anderwärts lauern.

Denn wenn ständig gegen das Online-Dating „gegiftet“ wird und in Foren ständig von der „reinen Abzocke“ gesprochen wird, könnten gerade ältere Menschen dazu verführt werden, Ihr Glück in den Zeitungsanzeigen zu suchen. Nichts gegen solche Anzeigen – sie sind weiterhin für diejenigen nützlich, die überwiegende regional suchen und denen das Internet zu hektisch und unverständlich ist.

Lockvogelangebote sind an der Tagesordnung

Doch die Abzocke lauert hier überall: Lockvogelangebote von Ehe-und Partnervermittlern sind so verbreitet wie Gänseblümchen auf der Wiese. Dort wir oft blumig geschildert, dass junge Frauen sehnsüchtig auf Senioren warten, und dass der rüstiger Rentner aus dem medizinischen Beruf nichts mehr wünscht, als eine Frau an seiner Seite zu finden.

Das Geld wechselt schnell den Besitzer – und falls nicht, wird nicht selten Nachdruck angewandt, der insbesondere bei Senioren selten die Wirkung verfehlt.

Prozess – gewerbsmäßiger Betrug und Erpressung?

Gerade dieser Tage findet ein Prozess statt, in dem es um den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs und der Erpressung geht. Die Staatsanwaltschaft Mainz wirft vier Beschuldigten vor, (Zitat).

Zwischen 2009 und 2013 ihre Opfer betrogen und auch bedroht zu haben. Sie hätten sie zunächst zu Vermittlungsverträgen überredet und versprochen, mithilfe einer Analyse individuell passende Partner zu finden.

Dabei sollen die Kunden, ganz überwiegend Senioren, um über 300.000 Euro geprellt worden sein.

Der Tod ist oft schneller als die Justiz

Dieser und viele ähnliche Fälle werfen viel Licht darauf, wie versucht wird, die Sehnsucht älterer Menschen nach einem Partner schnell zu vermarkten. Man erwartet seitens der fragwürdigen Anbieter einfach, dass sich der ältere Mensch nicht mehr wehrt, wenn er sieht, dass Versprechungen nicht erfüllt werden. Und so abgeschmackt es auch klingen mag: Ein Teil der Kunden verstirbt, bevor die Prozesse beendet sind.

Zitatenquelle: SWR.

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