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Ist sie wirklich interessiert?
Wenn Sie beim Online-Dating das erste Email von ihr bekommen haben (falls Sie selbst Kontakt aufgenommen hatten) oder das zweite Email, falls die Frau den Kontakt zu Ihnen gesucht hat, dann ist das darauf folgende Email von ihr ein sicheres Zeichen, ob sie interessiert ist oder nicht.
Vorsicht ist allerdings geboten: Frauen unter 30 wollen zumeist noch wissen, wie interessiert der Mann wirklich ist, und verzögern deshalb die Herausgabe der Telefonnummer. Dann hilft nichts, als noch einmal nachzuhaken und vorzuschlagen, sich nun doch einmal persönlich zu treffen.
Geht der E-Mail-Verkehr über viele Stufen, und stellt die Frau immer wieder neue Fragen, verlangt neue Fotos und verzögert ein Treffen auf andere Weise, so kommen drei Gründe infrage: Entweder sie spielt ein spätpubertäres Teeniespiel mit Ihnen oder aber sie hat ein anderes Eisen im Feuer, will sie aber auch noch „warmhalten“. Eine dritte, seltenere Möglichkeit ist, dass sie Informationen über Sie sammeln will, die man normalerweise nicht in die Welt ausstreut.
Der Tipp von hier: Lassen sie sich gar nicht erst zum Lückenbüßer machen – wenn die Frau herumeiert, dann sagen Sie klipp und klar, aber höflich, dass Sie sich ein Treffen wünschen, aber keinen endlosen E-Mail-Verkehr.
Vorsicht ist allerdings geboten: Frauen unter 30 wollen zumeist noch wissen, wie interessiert der Mann wirklich ist, und verzögern deshalb die Herausgabe der Telefonnummer. Dann hilft nichts, als noch einmal nachzuhaken und vorzuschlagen, sich nun doch einmal persönlich zu treffen.
Geht der E-Mail-Verkehr über viele Stufen, und stellt die Frau immer wieder neue Fragen, verlangt neue Fotos und verzögert ein Treffen auf andere Weise, so kommen drei Gründe infrage: Entweder sie spielt ein spätpubertäres Teeniespiel mit Ihnen oder aber sie hat ein anderes Eisen im Feuer, will sie aber auch noch „warmhalten“. Eine dritte, seltenere Möglichkeit ist, dass sie Informationen über Sie sammeln will, die man normalerweise nicht in die Welt ausstreut.
Der Tipp von hier: Lassen sie sich gar nicht erst zum Lückenbüßer machen – wenn die Frau herumeiert, dann sagen Sie klipp und klar, aber höflich, dass Sie sich ein Treffen wünschen, aber keinen endlosen E-Mail-Verkehr.
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Die Woche in Dating – Präsidentenwahl, Sommerloch und Liebesmüll
Es gibt keinen Zweifel: Mit der beginnenden Hitzewelle ist auch das Sommerloch plötzlich aufgegangen und der Himmel hängt voller sauerer Gurken. Spreewaldgurken etwa? Nun, Sie ahnen es – Ost gegen West war kein Thema mehr, als der neue Bundespräsident gewählt wurde – und die „politischen Aspekte“ spielen hier für die Liebepur keine Rolle – eher schon, dass jetzt ein relativ junger Mann Bundespräsident geworden ist, der zudem in zweiter Ehe mit einer ebenfalls recht jungen Frau verheiratet ist. Wenn sich daraus keine Impulse für eine veränderte Familienpolitik gewinnen lassen, ist die Chance wohl endgültig verspielt.
Das war die Politik – und außer Fußball auch das einzige Ereignis, das die Menschen in Deutschland bewegte.
Auch an der Sexfront ist wieder etwas Ruhe eingekehrt – zwar kabbeln sich die restlichen Verbliebenen, die noch nicht in der Zeitung waren, immer noch um Missbrauch und Zölibat – aber glücklicherweise ist der Dampf raus – auch deshalb, weil Katholizismus kein wirklich relevantes Thema ist und Partnersuchende übergehen diesen Punkt der Tagesordnung in der Regel lächelnd. das Gleiche scheint für alle "Ismen" zu gelten - weder Feminismus noch Maskulinismus sind wirklich relevante Themen für Partnersuchende.
So waren denn diese Woche Zweite-Wahl-Themen im Sommerloch: Die Wissenschaft hatte mal wieder allerlei festgestellt, was in die Kategorie „Liebesmüll“ fiel, aber von mir höflicherweise dennoch als „Wissenschaft“ behandelt wurde. Sogar das Friendscout-Blog schaffte es, die Bindungstheorie für aktuell zu halten, während uns das Elite-Partner-Blog mit dem Primatenverhalten beglückte. Beide Themen dürften den Partnersuchenden am Gesäß vorbeigehen: Das Herumkramen in der Kindheit bringt nichts für Erwachsene, und die Affen bleiben eben Affen. Schon interessanter war da die Tatsache, dass durchschnittlicher Sex auch guter Sex sein kann. Apropos Sex: Die ZEIT stellt ihre Sex-Kolumne für Intelligenzler ein – Sex-Kolumnen für Blöde gibt es natürlich weiterhin – und, ach ja: Frauen ab 42 flirten intensiver und quatschen auch schon mal Männer an.
Diese Woche schrieb ich eine deutliche Warnung vor Liebes-, Sex- und Beziehungsratgebern – zumal, wenn diese uns zeigen wollen, welch merkwürdige Menschen doch zum andren Geschlecht gehören und dass man sie beforschen muss wie die letzten zivilisationsfernen Eingeborenen. Viel Licht fällt nach meinem Dafürhalten auch gerade auf die Wundertüten-Anbieter im Dating-Bereich: Sie schaden nicht nur der Branche, sondern auch den Partnersuchenden.
Etwas umstritten war dann das, was ich zu Liebe und Karriere gesagt habe – aber ich stehe dazu: Wer sich vom angeblichen existierenden Kapitalismus gegen seinen Willen zur Karriere verführen lässt, hat selber Schuld. Es gibt nach wie vor genug Menschen, die trotz (oder wegen) ihrer Erwerbstätigkeit ein glückliches Ehe- und Familienleben führen. Wenn wir in Deutschland damit keinen Erfolg haben, liegt das an jahrzehntelanger, ideologisch und religiös motivierter Familienpolitik – und nicht an den Menschen in unserem Land.
Diese Woche in Dating brachte eine Information über die Software, die Meetic einsetzt, über PARSHIP und das Iphone, und einen sehr interessanten Beitrag über die Singlebörse DatingCafe, und für den Humor sorgte ein aufgeschnappter Partyspruch – vielleicht sollte ich häufiger auf Partys gehen.
Ich selbst werde übrigens immer mehr nach dem „Dating damals“ gefragt – mein Spezialgebiet, wie Sie möglicherweise wissen – Dating, Heiratsanzeigen und Heiratsvermittler von der Blütezeit des Bürgertums bis zur Amtszeit von Helmut Kohl. Ach ja, apropos Sommerloch: Nächste Woche liefern wir scharfe, aber leichte Kost, und ab übernächste Woche werfen wir dann wieder die Maschinen an, um mit Volldampf vorauszufahren.
Das war die Politik – und außer Fußball auch das einzige Ereignis, das die Menschen in Deutschland bewegte.
Auch an der Sexfront ist wieder etwas Ruhe eingekehrt – zwar kabbeln sich die restlichen Verbliebenen, die noch nicht in der Zeitung waren, immer noch um Missbrauch und Zölibat – aber glücklicherweise ist der Dampf raus – auch deshalb, weil Katholizismus kein wirklich relevantes Thema ist und Partnersuchende übergehen diesen Punkt der Tagesordnung in der Regel lächelnd. das Gleiche scheint für alle "Ismen" zu gelten - weder Feminismus noch Maskulinismus sind wirklich relevante Themen für Partnersuchende.
So waren denn diese Woche Zweite-Wahl-Themen im Sommerloch: Die Wissenschaft hatte mal wieder allerlei festgestellt, was in die Kategorie „Liebesmüll“ fiel, aber von mir höflicherweise dennoch als „Wissenschaft“ behandelt wurde. Sogar das Friendscout-Blog schaffte es, die Bindungstheorie für aktuell zu halten, während uns das Elite-Partner-Blog mit dem Primatenverhalten beglückte. Beide Themen dürften den Partnersuchenden am Gesäß vorbeigehen: Das Herumkramen in der Kindheit bringt nichts für Erwachsene, und die Affen bleiben eben Affen. Schon interessanter war da die Tatsache, dass durchschnittlicher Sex auch guter Sex sein kann. Apropos Sex: Die ZEIT stellt ihre Sex-Kolumne für Intelligenzler ein – Sex-Kolumnen für Blöde gibt es natürlich weiterhin – und, ach ja: Frauen ab 42 flirten intensiver und quatschen auch schon mal Männer an.
Diese Woche schrieb ich eine deutliche Warnung vor Liebes-, Sex- und Beziehungsratgebern – zumal, wenn diese uns zeigen wollen, welch merkwürdige Menschen doch zum andren Geschlecht gehören und dass man sie beforschen muss wie die letzten zivilisationsfernen Eingeborenen. Viel Licht fällt nach meinem Dafürhalten auch gerade auf die Wundertüten-Anbieter im Dating-Bereich: Sie schaden nicht nur der Branche, sondern auch den Partnersuchenden.
Etwas umstritten war dann das, was ich zu Liebe und Karriere gesagt habe – aber ich stehe dazu: Wer sich vom angeblichen existierenden Kapitalismus gegen seinen Willen zur Karriere verführen lässt, hat selber Schuld. Es gibt nach wie vor genug Menschen, die trotz (oder wegen) ihrer Erwerbstätigkeit ein glückliches Ehe- und Familienleben führen. Wenn wir in Deutschland damit keinen Erfolg haben, liegt das an jahrzehntelanger, ideologisch und religiös motivierter Familienpolitik – und nicht an den Menschen in unserem Land.
Diese Woche in Dating brachte eine Information über die Software, die Meetic einsetzt, über PARSHIP und das Iphone, und einen sehr interessanten Beitrag über die Singlebörse DatingCafe, und für den Humor sorgte ein aufgeschnappter Partyspruch – vielleicht sollte ich häufiger auf Partys gehen.
Ich selbst werde übrigens immer mehr nach dem „Dating damals“ gefragt – mein Spezialgebiet, wie Sie möglicherweise wissen – Dating, Heiratsanzeigen und Heiratsvermittler von der Blütezeit des Bürgertums bis zur Amtszeit von Helmut Kohl. Ach ja, apropos Sommerloch: Nächste Woche liefern wir scharfe, aber leichte Kost, und ab übernächste Woche werfen wir dann wieder die Maschinen an, um mit Volldampf vorauszufahren.
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Parship nun auch ĂĽber das iPhone
Wie aus einer Pressemitteilung von PARSHIP hervorgeht, ist es nun auch möglich, die Partnersuche über das sogenannte „iPhone“ durchzuführen. Man wirbt dabei mit dem Begriff „Partnersuche in Echtzeit“. In der Pressemitteilung heißt es weiter, PARSHIP sei die erste Online-Partneragentur, die diesen Service per „iPhone“ anbiete.
Der Vorteil dieser Anwendung sei, so PARSHIP, dass Mitglieder, die beruflich oder privat viel unterwegs seien.
Bisher nahm man an, dass sogenannte „iPhone-Apps“ im Bereich der Online-Datingagenturen nicht sinnvoll seien, sondern eher in das Segment der Singlebörsen für junge Leute gehöre.
Wem der Begriff „iPhone“ nicht geläufig ist (schließlich ist nicht jeder ein Technikfreak): Das „iPhone“ ist ein Telefon, das zu Gruppe der sogenannten „Smartphones“ gehört. Unter den Benutzern dieses Telefons soll der Anteil derer besonders hoch sein, die das Telefon für Internetverbindungen nutzen (nach Nielsen 63 Prozent), während die Benutzer „normaler“ Handys nur zu etwa zehn Prozent (laut Bitcom) ins Netz gehen.
Der Vorteil dieser Anwendung sei, so PARSHIP, dass Mitglieder, die beruflich oder privat viel unterwegs seien.
Bisher nahm man an, dass sogenannte „iPhone-Apps“ im Bereich der Online-Datingagenturen nicht sinnvoll seien, sondern eher in das Segment der Singlebörsen für junge Leute gehöre.
Wem der Begriff „iPhone“ nicht geläufig ist (schließlich ist nicht jeder ein Technikfreak): Das „iPhone“ ist ein Telefon, das zu Gruppe der sogenannten „Smartphones“ gehört. Unter den Benutzern dieses Telefons soll der Anteil derer besonders hoch sein, die das Telefon für Internetverbindungen nutzen (nach Nielsen 63 Prozent), während die Benutzer „normaler“ Handys nur zu etwa zehn Prozent (laut Bitcom) ins Netz gehen.
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DatingCafe setzt auf Kundennähe
Das DatingCafe war schon immer etwas anders als die anderen: Keine große Tröte nach dem Vorbild der Vuvuzela, sondern klare und verständliche Preismodelle und eine solide Mitgliederbasis – damit punktet man nun bereits seit Jahren.
Der „Singlebörsen-Vergleich“ hat den Geschäftsführer des Unternehmens, Björn Walter, vor einigen Tagen gesprochen und dabei vor allem erfahren, dass es solide weitergehen soll. Interessant und in meinen Augen vorbildlich ist vor allem die Organisation:
Unser Support-Team, das an sechs Tagen in der Woche fĂĽr die Teilnehmer zum normalen Telefontarif erreichbar ist, sitzt direkt mit den anderen Abteilungen zusammen.
Dies steht im deutlichen Kontrast zu vielen Wirtschaftsunternehmen, die aus unerfindlichen Gründen den Kundensupport „outsourcen“: Sobald der Service nicht mehr im Unternehmen ist, verliert man an Kundennähe.
Via: Online Dating News
Der „Singlebörsen-Vergleich“ hat den Geschäftsführer des Unternehmens, Björn Walter, vor einigen Tagen gesprochen und dabei vor allem erfahren, dass es solide weitergehen soll. Interessant und in meinen Augen vorbildlich ist vor allem die Organisation:
Unser Support-Team, das an sechs Tagen in der Woche fĂĽr die Teilnehmer zum normalen Telefontarif erreichbar ist, sitzt direkt mit den anderen Abteilungen zusammen.
Dies steht im deutlichen Kontrast zu vielen Wirtschaftsunternehmen, die aus unerfindlichen Gründen den Kundensupport „outsourcen“: Sobald der Service nicht mehr im Unternehmen ist, verliert man an Kundennähe.
Via: Online Dating News
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Singlebörsen oder Wundertüten-Anbieter?
Auch, wer im Grunde keinen Schimmer vom Partnermarkt hat, wird „Parship“, „ElitePartner“, oder vielleicht „eDarling“ kennen – dank riesiger Werbeetats haben diese Firmen Gelegenheit, Fernsehwerbung zu schalten. Aber wer kennt eigentlich die vielen anderen, die sich national und international am Markt tummeln?
Ich wüsste nicht, wer oder was BeautifulPeople.com ist, wenn ich mich nicht mit der Branche beschäftigen würde – insoweit ist mir auch klar, warum der Weblauscher erst im Web lauschen musste, um den Namen zu kennen. Freilich sind die „BeautifulPoeple“-Leute kein Einzelfall. Sie gehören zu den vielen, vielen Wundertüten-Anbietern, bei denen man mit Millionären, Sugar-Daddys, Busenschönheiten und anderen begehrten Objekten des Marktes verkuppelt werden kann.
Ja, richtig, Beautiful People, Kopenhagen, Dänemark – angeblich eine Singleböse für die Schönen dieser Erde. Sie werben jetzt mit Designer-Babys, die aus Ihren Eierstöcken und den Samenfäden schöner Männer entstehen können oder eben auch aus Ihren Samenfäden und den entsprechenden Eiern fremder Personen, was einen Kollegen bereits veranlasste, darüber zu sinnieren, ob man dazu „Natursprünge“ benötige oder ob das auch im Reagenzglas ginge. Übrigens ist der Werbegag nun auch nicht mehr so neu, weil ja schon immer klar war, dass die Produktion schönerer Babys eines der PR-Themen von BeautifulPeople.com ist – nur verschenken die Mitglieder nun angeblich ihre schönen Gene auch an uns, die wir nicht so schön sind, zwecks Fortpflanzung. Fragt sich, wozu wir schöne Babys brauchen. Wir brauchen gute Ingenieure, Handwerker und Ärzte (selbstverständlich auch die weiblichen Äquivalente).
Im Grunde sollte man über so einen Blödsinn schweigen, doch das kann man nicht – die PR-Masche des Unternehmens ist eben aus PR-Sicht wirklich gut – und doch schadet sie den Singlebörsen, die nun wieder einmal in den Ruf kommen, Wundertüten-Anbieter ohne Substanz zu sein.
Übrigens versuchen dies auch andere. Immer wieder erreichen mich Pressmitteilungen von Anbietern, die heute „Web 2.0-Community“, morgen Singlebösen, übermorgen Flirtforen und am darauf folgenden Tag Flirtchats sein wollen. Sie alle wollen eines: Erwähnt werden – in welchem Zusammenhang auch immer. Nicht nur die kleinen Anbieter, auch die „großen Brüder“ versuchen, mit Dummsprüchen, Übertreibungen und vor allen Dingen unerträglichen Versimpelungen ein Publikum anzusprechen, das entweder auf der Kippe zur Bildungsferne steht oder bereits aus der Realität abgetaucht ist. Wer glaubt eigentlich wirklich, dass es „Traumpartner“ gibt, außer im Traum? Wer ist so blöd, anzunehmen, er könne die Hände in den Schoß legen, und ein Computer würde dann schon die passenden Partner aus dem Fischteich holen? Was sollen wir davon halten, wenn man Partnersuchende damit beeindrucken will, die Welt in „vier Persönlichkeitstypen“ einzuteilen und damit auch noch Werbung zu betreiben?
Es mag sein, dass Wundertüten im PR-Geschäft so nötig sind wie die „Paraden“ bei den Schaubuden. Doch sagen wir es mal so: Wer einen guten Salatkopf kaufen will, der geht nicht auf den Rummelplatz, sondern auf den Gemüsemarkt.
Wir berichteten bereits zuvor über PR-Themen von Beautiful People, und den PR-Blödsinn mit den Eiern wollten wir eigentlich gar nicht bringen.
Ich wüsste nicht, wer oder was BeautifulPeople.com ist, wenn ich mich nicht mit der Branche beschäftigen würde – insoweit ist mir auch klar, warum der Weblauscher erst im Web lauschen musste, um den Namen zu kennen. Freilich sind die „BeautifulPoeple“-Leute kein Einzelfall. Sie gehören zu den vielen, vielen Wundertüten-Anbietern, bei denen man mit Millionären, Sugar-Daddys, Busenschönheiten und anderen begehrten Objekten des Marktes verkuppelt werden kann.
Ja, richtig, Beautiful People, Kopenhagen, Dänemark – angeblich eine Singleböse für die Schönen dieser Erde. Sie werben jetzt mit Designer-Babys, die aus Ihren Eierstöcken und den Samenfäden schöner Männer entstehen können oder eben auch aus Ihren Samenfäden und den entsprechenden Eiern fremder Personen, was einen Kollegen bereits veranlasste, darüber zu sinnieren, ob man dazu „Natursprünge“ benötige oder ob das auch im Reagenzglas ginge. Übrigens ist der Werbegag nun auch nicht mehr so neu, weil ja schon immer klar war, dass die Produktion schönerer Babys eines der PR-Themen von BeautifulPeople.com ist – nur verschenken die Mitglieder nun angeblich ihre schönen Gene auch an uns, die wir nicht so schön sind, zwecks Fortpflanzung. Fragt sich, wozu wir schöne Babys brauchen. Wir brauchen gute Ingenieure, Handwerker und Ärzte (selbstverständlich auch die weiblichen Äquivalente).
Im Grunde sollte man über so einen Blödsinn schweigen, doch das kann man nicht – die PR-Masche des Unternehmens ist eben aus PR-Sicht wirklich gut – und doch schadet sie den Singlebörsen, die nun wieder einmal in den Ruf kommen, Wundertüten-Anbieter ohne Substanz zu sein.
Übrigens versuchen dies auch andere. Immer wieder erreichen mich Pressmitteilungen von Anbietern, die heute „Web 2.0-Community“, morgen Singlebösen, übermorgen Flirtforen und am darauf folgenden Tag Flirtchats sein wollen. Sie alle wollen eines: Erwähnt werden – in welchem Zusammenhang auch immer. Nicht nur die kleinen Anbieter, auch die „großen Brüder“ versuchen, mit Dummsprüchen, Übertreibungen und vor allen Dingen unerträglichen Versimpelungen ein Publikum anzusprechen, das entweder auf der Kippe zur Bildungsferne steht oder bereits aus der Realität abgetaucht ist. Wer glaubt eigentlich wirklich, dass es „Traumpartner“ gibt, außer im Traum? Wer ist so blöd, anzunehmen, er könne die Hände in den Schoß legen, und ein Computer würde dann schon die passenden Partner aus dem Fischteich holen? Was sollen wir davon halten, wenn man Partnersuchende damit beeindrucken will, die Welt in „vier Persönlichkeitstypen“ einzuteilen und damit auch noch Werbung zu betreiben?
Es mag sein, dass Wundertüten im PR-Geschäft so nötig sind wie die „Paraden“ bei den Schaubuden. Doch sagen wir es mal so: Wer einen guten Salatkopf kaufen will, der geht nicht auf den Rummelplatz, sondern auf den Gemüsemarkt.
Wir berichteten bereits zuvor über PR-Themen von Beautiful People, und den PR-Blödsinn mit den Eiern wollten wir eigentlich gar nicht bringen.
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