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Jeder ist seines GlĂĽckes Schmied - auch bei der Partnersuche
Wer in Deutschland heute sagt, jeder sei seines Glückes Schmied, der muss mit dem unberechtigten, aber gleichwohl geharnischten Protest jener selbst ernannten Gerechtigkeitskrieger rechnen, die uns die Ausweglosigkeit gewisser Bevölkerungsgruppen vorhalten. Er mag auch den berechtigten Protest jener fürchten, die tatsächlich in nahezu ausweglosen Lagen sind, und die trotz bester Schmiedefeuer kein gediegenes Werk zustande brachten. Doch neuerdings kommt ein recht merkwürdiger Protest hinzu, der in etwas so klingt:
Hier liegt nun fürwahr des Pudels Kern: Der Unterschied zwischen „es ist deine Schuld“ oder „übernimm Verantwortung für das, was du bist“. Wer glaubt, sich zu immer höheren Ästen aufschwingen zu müssen, macht sich möglicherweise lediglich zum Affen und versetzt sich selbst in eine falschverstandene „Schuld“ daran. Wer aber seine Grenzen kennt und von dem Ast aus sein Leben gestaltet, auf dem er zu leben versteht, der handelt verantwortlich.
„Schuld“ setzt immer Voraus, dass man etwas getan oder unterlassen hat, was man bei maßvollem Umgang mit den eigenen Möglichkeiten auf diese Art und Wiese nicht getan hätte. Deshalb ist es nun wahrhaftig nicht die „Schuld“ des Einzelnen, wenn er innerhalb seiner Grenzen lebt. Oder, um im Bild zu bleiben: Wer Hufschmied ist und damit zufrieden, der findet kein größeres Glück darin, Goldschmied zu werden.
Bei der Partnerwahl liegt die Sache anderd, und doch ähnlich. Wir sagen leichthin „es ist ihre Schuld, wenn sie immer auf die falschen Männer trifft“ und wir meinen damit: „Sie sollte ihre Verantwortung dafür erkennen, immer wieder auf die falschen Männer zu treffen“. Nehmen wir dazu zwei Beispiele:
Dies ist ein typisches Beispiel für „sie sollte Verantwortung für ihre Beziehung übernehmen lernen“. Stellen wir nun das zweite Beispiel dagegen:
Im Beispiel hat die Frau Verantwortung ĂĽbernommen. Sie hofft zwar auf ein gĂĽnstigeres Schicksal, rechnet aber mit irdischen Gegebenheiten.
Wer seines Glückes Schmied werden will, muss seine Möglichkeiten und Grenzen kennen, wozu im Laufe des Lebens auch manchmal nötig ist, diese Grenzen ein wenig zu überschreiten. Was man mit 18 Jahren noch nicht kann, ist vielleicht mit 38 möglich oder mit 58 – wir verändern uns im Leben zumeist mehr, als wir in der Jugend für möglich heilten.
Auf die Partnerschaft bezogen heißt dies: Man muss wissen, wie, wo und mit wem man leben will und sich an diesem Ziel orientieren. Es geht nicht darum, den besten Mann oder die beste Frau zu finden – das glauben nur ein paar Werbetexter und überkandidelte Autoren. Es geht vielmehr darum, einen Partner zu finden, der einen so akzeptiert, wie man ist, und bei dem man sich wohlfühlt.
Es ist uns Menschen eigen, zu irren, und wir dürfen selbstverständlich auch scheitern. Nur diejenigen, die ständig irren und ständig scheitern, denen sollten wir entgegenrufen: Blick in den Spiegel, schick dein Hirn in die Mauser und lass dir endlich mal das Fell waschen. Liebe Freundinnen und Freunde: Es ist nicht Ihre Schuld, wenn Sie im Leben scheitern – aber es liegt in Ihrem Verantwortungsbereich, dieses Scheitern nach Kräften einzudämmen. Denn immer noch gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied.
Zitat aus der SZ vom 10/11. Juli (Print)
«Was uns die neuen Motivatoren ständig zurufen, ist eine versteckte Drohung: „Wenn du es nicht schaffst, ist es deine Schuld“ »
Hier liegt nun fürwahr des Pudels Kern: Der Unterschied zwischen „es ist deine Schuld“ oder „übernimm Verantwortung für das, was du bist“. Wer glaubt, sich zu immer höheren Ästen aufschwingen zu müssen, macht sich möglicherweise lediglich zum Affen und versetzt sich selbst in eine falschverstandene „Schuld“ daran. Wer aber seine Grenzen kennt und von dem Ast aus sein Leben gestaltet, auf dem er zu leben versteht, der handelt verantwortlich.
„Schuld“ setzt immer Voraus, dass man etwas getan oder unterlassen hat, was man bei maßvollem Umgang mit den eigenen Möglichkeiten auf diese Art und Wiese nicht getan hätte. Deshalb ist es nun wahrhaftig nicht die „Schuld“ des Einzelnen, wenn er innerhalb seiner Grenzen lebt. Oder, um im Bild zu bleiben: Wer Hufschmied ist und damit zufrieden, der findet kein größeres Glück darin, Goldschmied zu werden.
Bei der Partnerwahl liegt die Sache anderd, und doch ähnlich. Wir sagen leichthin „es ist ihre Schuld, wenn sie immer auf die falschen Männer trifft“ und wir meinen damit: „Sie sollte ihre Verantwortung dafür erkennen, immer wieder auf die falschen Männer zu treffen“. Nehmen wir dazu zwei Beispiele:
Eine Frau um 30 gerät immer wieder an Männer, die tollen Sex mit ihr haben und ihr auch eine erträgliche Zukunft versprechen, sie aber nach durchschnittlich sechs Monaten wieder hinauswerfen, wonach sie sich jedes Mal bei ihren Freundinnen ausweint – immer sind die „Scheißkerle“ schuld.
Dies ist ein typisches Beispiel für „sie sollte Verantwortung für ihre Beziehung übernehmen lernen“. Stellen wir nun das zweite Beispiel dagegen:
Eine Frau um 50 sucht sich gezielt jugendliche Liebhaber, hat mit diesen sechs Monate lang heftigen Sex und rechnet damit, dass die Beziehung nach sechs Monaten endet, selbst wenn sie hofft, dass dies nicht eintreten möge.
Im Beispiel hat die Frau Verantwortung ĂĽbernommen. Sie hofft zwar auf ein gĂĽnstigeres Schicksal, rechnet aber mit irdischen Gegebenheiten.
Wer seines Glückes Schmied werden will, muss seine Möglichkeiten und Grenzen kennen, wozu im Laufe des Lebens auch manchmal nötig ist, diese Grenzen ein wenig zu überschreiten. Was man mit 18 Jahren noch nicht kann, ist vielleicht mit 38 möglich oder mit 58 – wir verändern uns im Leben zumeist mehr, als wir in der Jugend für möglich heilten.
Auf die Partnerschaft bezogen heißt dies: Man muss wissen, wie, wo und mit wem man leben will und sich an diesem Ziel orientieren. Es geht nicht darum, den besten Mann oder die beste Frau zu finden – das glauben nur ein paar Werbetexter und überkandidelte Autoren. Es geht vielmehr darum, einen Partner zu finden, der einen so akzeptiert, wie man ist, und bei dem man sich wohlfühlt.
Es ist uns Menschen eigen, zu irren, und wir dürfen selbstverständlich auch scheitern. Nur diejenigen, die ständig irren und ständig scheitern, denen sollten wir entgegenrufen: Blick in den Spiegel, schick dein Hirn in die Mauser und lass dir endlich mal das Fell waschen. Liebe Freundinnen und Freunde: Es ist nicht Ihre Schuld, wenn Sie im Leben scheitern – aber es liegt in Ihrem Verantwortungsbereich, dieses Scheitern nach Kräften einzudämmen. Denn immer noch gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied.
Zitat aus der SZ vom 10/11. Juli (Print)
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Dating: Chance Scheidung – nun dürfen Sie alles
Scheidungen und Trennungen können herbe Verluste sein – aber man kann dadurch persönlich auch gewinnen. Endlich können Sie sich frei entscheiden, was im Fernsehen geguckt wird, was an die Wand oder in den Bücherschrank darf und was Sie in der Liebe schon immer mal ausprobieren wollten.
Tipp: Nicht frusten, sondern Kontakte zu Frauen oder Männern aufnehmen, die Ihnen die Zeit bis zur Rückkehr zur Normalität versüßen. Ich rate Ihnen das im völligen Gegensatz zu manchen Therapeuten, die erst einmal eine Tauerzeit empfehlen. Machen Sie sich keine Sorgen um die eigene Psyche oder die Emotionen ihrer Partnerinnen und Partner: In dieser Phase ist jeder für sich verantwortlich. Das heißt: Jeder weiß, was er nimmt und gibt – aber auch, dass diese Affären keine wirklichen Beziehungen sind, sondern die kleinen Freuden von Übergangszeiten.
Tipp Nummer zwei: Wenn Sie Kinder haben, halten Sie diese Art von Beziehungen von den Kindern fern. Tipp Nummer drei: Nie ohne Kondom – so wie Sie diese Beziehungen schnell wechseln werden, wechseln die Beziehungen ihrer Partnerinnen und Partner auch schnell.
Nach etwa einem bis maximal drei Jahren (je nach Ehedauer) können Sie dann wieder völlig normale Beziehungen eingehen.
Tipp: Nicht frusten, sondern Kontakte zu Frauen oder Männern aufnehmen, die Ihnen die Zeit bis zur Rückkehr zur Normalität versüßen. Ich rate Ihnen das im völligen Gegensatz zu manchen Therapeuten, die erst einmal eine Tauerzeit empfehlen. Machen Sie sich keine Sorgen um die eigene Psyche oder die Emotionen ihrer Partnerinnen und Partner: In dieser Phase ist jeder für sich verantwortlich. Das heißt: Jeder weiß, was er nimmt und gibt – aber auch, dass diese Affären keine wirklichen Beziehungen sind, sondern die kleinen Freuden von Übergangszeiten.
Tipp Nummer zwei: Wenn Sie Kinder haben, halten Sie diese Art von Beziehungen von den Kindern fern. Tipp Nummer drei: Nie ohne Kondom – so wie Sie diese Beziehungen schnell wechseln werden, wechseln die Beziehungen ihrer Partnerinnen und Partner auch schnell.
Nach etwa einem bis maximal drei Jahren (je nach Ehedauer) können Sie dann wieder völlig normale Beziehungen eingehen.
Der Kuss, das Hinterteil und die Einladung zum Beischlaf
Wo flüchtet zu Freud, wer von Träumen bedroht ist? Na, Sie ahnen es: in Wien, in Wien, in Wien. Für Wissenschaftler ist es immer eine einzige Freud, den Herrn Freud zu stützen oder zu widerlegen – schließlich: Im Götterhimmel der Psychoanalyse steht er doch an der Spitze, nicht wahr?
Also, jener Herr Freud hat doch einstmals behauptet, (man denke!) das Küssen sei wohl eine lüsterne Variante des Saugens an der Frauenbrust. Wenngleich diese Ansicht sehr charmant ist, versuchen sich andere Forscher aber beständig an der Widerlegung dieser These: Es sei, so wird eine Bremer Forscherin in einem Zeitungsbericht zitiert, der Mensch habe einfach das Belecken und Beriechen des Hinterteils von „unten nach oben verlagert, als sich der Mensch in der Entwicklungsgeschichte aufrichtete.“
Sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, es ist immer gut, sich auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu halten. Das erklärt natürlich, warum Huren nicht küssen (was nach unten gehört, gehört nach unten), und wir nachevolutionären Liebenden können nun einmal Evolution nachspielen … wenn Sie wissen, woran ich gerade denke. Soll ja sehr populär geworden sein.
Und bevor ich nun vergesse, Ihnen dies zu erzählen: Zum Weltkusstag (den haben wir hier inzwischen stark strapaziert, nicht wahr?) wird uns Männern auch noch eine Ohrfeige erteilt:
Mütter hütet eure Töchter! Sagt ihnen bitte, dass da draußen der böse Wolf herumläuft, der erst küsst und dann – „Happs!“ alles frisst, was er zuvor geküsst hat – schließlich würden Frauen nie auf die Idee kommen, der Kuss sei der Türöffner zum Beischlaf, nicht wahr? Sehen Sie, da haben wir wieder den Beweis. Huren küssen nicht, jedenfalls nicht gerne. Da die meisten Huren Frauen sind, ist dies der Beweis dafür, dass Frauen nicht durch Küsse zum Beischlaf einladen – kapiert?
Also, jener Herr Freud hat doch einstmals behauptet, (man denke!) das Küssen sei wohl eine lüsterne Variante des Saugens an der Frauenbrust. Wenngleich diese Ansicht sehr charmant ist, versuchen sich andere Forscher aber beständig an der Widerlegung dieser These: Es sei, so wird eine Bremer Forscherin in einem Zeitungsbericht zitiert, der Mensch habe einfach das Belecken und Beriechen des Hinterteils von „unten nach oben verlagert, als sich der Mensch in der Entwicklungsgeschichte aufrichtete.“
Sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, es ist immer gut, sich auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu halten. Das erklärt natürlich, warum Huren nicht küssen (was nach unten gehört, gehört nach unten), und wir nachevolutionären Liebenden können nun einmal Evolution nachspielen … wenn Sie wissen, woran ich gerade denke. Soll ja sehr populär geworden sein.
Und bevor ich nun vergesse, Ihnen dies zu erzählen: Zum Weltkusstag (den haben wir hier inzwischen stark strapaziert, nicht wahr?) wird uns Männern auch noch eine Ohrfeige erteilt:
«Dagegen seien Männer naturgegeben darauf programmiert, weniger Zeit aufzuwenden. Deshalb würden sie den Kuss als "Mittel zum Zweck" sehen, der dem Beischlaf dient. »
Mütter hütet eure Töchter! Sagt ihnen bitte, dass da draußen der böse Wolf herumläuft, der erst küsst und dann – „Happs!“ alles frisst, was er zuvor geküsst hat – schließlich würden Frauen nie auf die Idee kommen, der Kuss sei der Türöffner zum Beischlaf, nicht wahr? Sehen Sie, da haben wir wieder den Beweis. Huren küssen nicht, jedenfalls nicht gerne. Da die meisten Huren Frauen sind, ist dies der Beweis dafür, dass Frauen nicht durch Küsse zum Beischlaf einladen – kapiert?
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Das erste Treffen: Schweigen im Walde?
Wenn Sie das Schweigen beim Blind Date beklagen: Es liegt immer an Ihnen, dies zu verändern. Wenn angebliche „46 Prozent der Singlemänner und 52 der Singlefrauen“ dies wirklich schon erlebt haben sollten (ich bezweifle diese Erhebung von ElitePartner, die durch das ganze Web geistert), dann sollten diese Frauen und Männer schnellstens etwa in ihrem eigenen Verhalten verändern: Die Gestaltung der Kommunikation liegt immer bei beiden Partnern, und wenn einer schweigt, muss der andere eben aushelfen.
Also mein Tipp: Offene Fragen stellen – falls sie das im Erwachsenalter immer noch nicht können, muss man darüber Tacheles mit Ihnen reden: Lernen Sie es sofort.
Also mein Tipp: Offene Fragen stellen – falls sie das im Erwachsenalter immer noch nicht können, muss man darüber Tacheles mit Ihnen reden: Lernen Sie es sofort.
Die Woche in Dating – Präsidentenwahl, Sommerloch und Liebesmüll
Es gibt keinen Zweifel: Mit der beginnenden Hitzewelle ist auch das Sommerloch plötzlich aufgegangen und der Himmel hängt voller sauerer Gurken. Spreewaldgurken etwa? Nun, Sie ahnen es – Ost gegen West war kein Thema mehr, als der neue Bundespräsident gewählt wurde – und die „politischen Aspekte“ spielen hier für die Liebepur keine Rolle – eher schon, dass jetzt ein relativ junger Mann Bundespräsident geworden ist, der zudem in zweiter Ehe mit einer ebenfalls recht jungen Frau verheiratet ist. Wenn sich daraus keine Impulse für eine veränderte Familienpolitik gewinnen lassen, ist die Chance wohl endgültig verspielt.
Das war die Politik – und außer Fußball auch das einzige Ereignis, das die Menschen in Deutschland bewegte.
Auch an der Sexfront ist wieder etwas Ruhe eingekehrt – zwar kabbeln sich die restlichen Verbliebenen, die noch nicht in der Zeitung waren, immer noch um Missbrauch und Zölibat – aber glücklicherweise ist der Dampf raus – auch deshalb, weil Katholizismus kein wirklich relevantes Thema ist und Partnersuchende übergehen diesen Punkt der Tagesordnung in der Regel lächelnd. das Gleiche scheint für alle "Ismen" zu gelten - weder Feminismus noch Maskulinismus sind wirklich relevante Themen für Partnersuchende.
So waren denn diese Woche Zweite-Wahl-Themen im Sommerloch: Die Wissenschaft hatte mal wieder allerlei festgestellt, was in die Kategorie „Liebesmüll“ fiel, aber von mir höflicherweise dennoch als „Wissenschaft“ behandelt wurde. Sogar das Friendscout-Blog schaffte es, die Bindungstheorie für aktuell zu halten, während uns das Elite-Partner-Blog mit dem Primatenverhalten beglückte. Beide Themen dürften den Partnersuchenden am Gesäß vorbeigehen: Das Herumkramen in der Kindheit bringt nichts für Erwachsene, und die Affen bleiben eben Affen. Schon interessanter war da die Tatsache, dass durchschnittlicher Sex auch guter Sex sein kann. Apropos Sex: Die ZEIT stellt ihre Sex-Kolumne für Intelligenzler ein – Sex-Kolumnen für Blöde gibt es natürlich weiterhin – und, ach ja: Frauen ab 42 flirten intensiver und quatschen auch schon mal Männer an.
Diese Woche schrieb ich eine deutliche Warnung vor Liebes-, Sex- und Beziehungsratgebern – zumal, wenn diese uns zeigen wollen, welch merkwürdige Menschen doch zum andren Geschlecht gehören und dass man sie beforschen muss wie die letzten zivilisationsfernen Eingeborenen. Viel Licht fällt nach meinem Dafürhalten auch gerade auf die Wundertüten-Anbieter im Dating-Bereich: Sie schaden nicht nur der Branche, sondern auch den Partnersuchenden.
Etwas umstritten war dann das, was ich zu Liebe und Karriere gesagt habe – aber ich stehe dazu: Wer sich vom angeblichen existierenden Kapitalismus gegen seinen Willen zur Karriere verführen lässt, hat selber Schuld. Es gibt nach wie vor genug Menschen, die trotz (oder wegen) ihrer Erwerbstätigkeit ein glückliches Ehe- und Familienleben führen. Wenn wir in Deutschland damit keinen Erfolg haben, liegt das an jahrzehntelanger, ideologisch und religiös motivierter Familienpolitik – und nicht an den Menschen in unserem Land.
Diese Woche in Dating brachte eine Information über die Software, die Meetic einsetzt, über PARSHIP und das Iphone, und einen sehr interessanten Beitrag über die Singlebörse DatingCafe, und für den Humor sorgte ein aufgeschnappter Partyspruch – vielleicht sollte ich häufiger auf Partys gehen.
Ich selbst werde übrigens immer mehr nach dem „Dating damals“ gefragt – mein Spezialgebiet, wie Sie möglicherweise wissen – Dating, Heiratsanzeigen und Heiratsvermittler von der Blütezeit des Bürgertums bis zur Amtszeit von Helmut Kohl. Ach ja, apropos Sommerloch: Nächste Woche liefern wir scharfe, aber leichte Kost, und ab übernächste Woche werfen wir dann wieder die Maschinen an, um mit Volldampf vorauszufahren.
Das war die Politik – und außer Fußball auch das einzige Ereignis, das die Menschen in Deutschland bewegte.
Auch an der Sexfront ist wieder etwas Ruhe eingekehrt – zwar kabbeln sich die restlichen Verbliebenen, die noch nicht in der Zeitung waren, immer noch um Missbrauch und Zölibat – aber glücklicherweise ist der Dampf raus – auch deshalb, weil Katholizismus kein wirklich relevantes Thema ist und Partnersuchende übergehen diesen Punkt der Tagesordnung in der Regel lächelnd. das Gleiche scheint für alle "Ismen" zu gelten - weder Feminismus noch Maskulinismus sind wirklich relevante Themen für Partnersuchende.
So waren denn diese Woche Zweite-Wahl-Themen im Sommerloch: Die Wissenschaft hatte mal wieder allerlei festgestellt, was in die Kategorie „Liebesmüll“ fiel, aber von mir höflicherweise dennoch als „Wissenschaft“ behandelt wurde. Sogar das Friendscout-Blog schaffte es, die Bindungstheorie für aktuell zu halten, während uns das Elite-Partner-Blog mit dem Primatenverhalten beglückte. Beide Themen dürften den Partnersuchenden am Gesäß vorbeigehen: Das Herumkramen in der Kindheit bringt nichts für Erwachsene, und die Affen bleiben eben Affen. Schon interessanter war da die Tatsache, dass durchschnittlicher Sex auch guter Sex sein kann. Apropos Sex: Die ZEIT stellt ihre Sex-Kolumne für Intelligenzler ein – Sex-Kolumnen für Blöde gibt es natürlich weiterhin – und, ach ja: Frauen ab 42 flirten intensiver und quatschen auch schon mal Männer an.
Diese Woche schrieb ich eine deutliche Warnung vor Liebes-, Sex- und Beziehungsratgebern – zumal, wenn diese uns zeigen wollen, welch merkwürdige Menschen doch zum andren Geschlecht gehören und dass man sie beforschen muss wie die letzten zivilisationsfernen Eingeborenen. Viel Licht fällt nach meinem Dafürhalten auch gerade auf die Wundertüten-Anbieter im Dating-Bereich: Sie schaden nicht nur der Branche, sondern auch den Partnersuchenden.
Etwas umstritten war dann das, was ich zu Liebe und Karriere gesagt habe – aber ich stehe dazu: Wer sich vom angeblichen existierenden Kapitalismus gegen seinen Willen zur Karriere verführen lässt, hat selber Schuld. Es gibt nach wie vor genug Menschen, die trotz (oder wegen) ihrer Erwerbstätigkeit ein glückliches Ehe- und Familienleben führen. Wenn wir in Deutschland damit keinen Erfolg haben, liegt das an jahrzehntelanger, ideologisch und religiös motivierter Familienpolitik – und nicht an den Menschen in unserem Land.
Diese Woche in Dating brachte eine Information über die Software, die Meetic einsetzt, über PARSHIP und das Iphone, und einen sehr interessanten Beitrag über die Singlebörse DatingCafe, und für den Humor sorgte ein aufgeschnappter Partyspruch – vielleicht sollte ich häufiger auf Partys gehen.
Ich selbst werde übrigens immer mehr nach dem „Dating damals“ gefragt – mein Spezialgebiet, wie Sie möglicherweise wissen – Dating, Heiratsanzeigen und Heiratsvermittler von der Blütezeit des Bürgertums bis zur Amtszeit von Helmut Kohl. Ach ja, apropos Sommerloch: Nächste Woche liefern wir scharfe, aber leichte Kost, und ab übernächste Woche werfen wir dann wieder die Maschinen an, um mit Volldampf vorauszufahren.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
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